Erfahrungen mit Anleihen?

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Re: Erfahrungen mit Anleihen?

by HalberHannes » 20 May 2018, 23:25

großkariert wrote:
12 May 2018, 17:13
Wenn ich zuhause Rücklagen bilden wollen würde, würde ich wahrscheinlich eher Edelmetalle statt Euros nehmen. Wobei ich in Finanzforen in letzter Zeit häufig gelesen habe, dass vom Kauf von Gold und Silber derzeit auch abgeraten wird.
Ja, Edelmetalle sind oft sehr saisonsbedingt (z.B von indischen Hochzeiten), glaube ich gehört zu haben und von 1000 anderen Faktoren abhängig, da tummeln sich auch sehr viele am Markt , sollte man wohl eher Vollprofi sein, fürchte ich - alles nicht ganz leicht. ^^
Manche Menschen wollen ihr Geld ja auch sehr langfristig anlegen, weil sie sich zum Beispiel für die Pension etwas zurücklegen wollen. Das sind andere Ausgangsvoraussetzungen, als bei mir. Wie es bei euch aussieht, weiß ich natürlich nicht, aber wir wollen in ein paar Jahren Bauen. Deshalb leben wir aktuell in einer sehr winzigen Wohnung und fahren ein sehr altes Auto, legen dafür so viel wie möglich zur Seite, um beim Bauen möglichst viel Eigenkapital zu haben. Dass das Ersparte durch die Inflation durch das Herumliegen eher weniger, als mehr wird, ist da kein besonders verlockender Gedanke.

Über das in Anleihen investieren habe ich in den letzten Tagen nachgedacht, finde den Gedanken wie man selbst Investor werden kann ganz spannend. Immobilien würden nur in Form von Crowdinvesting überhaupt in Frage kommen, und das ist nicht mein Fall. Ein Investment in erneuerbare Energien würde mich da eher ansprechen, auch dieses oben angesprochene Modell der Lichtmiete Invest sieht für mich vielversprechend aus. Eine Rendite in dem Bereich wäre für mich bei nur geringem Risiko auch attraktiv. Ich nehme an, dass das dann aber auch noch versteuert werden muss.
Das mit dem Bauen wäre bei mir zwar noch in weiterer Ferne aber kann ich auch gut nachvollziehen, so etwas braucht ja viel Vorbereitungszeit und das Geld muss dann ja auch zeitnahe wieder zu erreichen sein. Solche Anleihen haben ja glücklicherweise meistens eine fixe Zeitspanne, macht das Planen leichter. Immobilien ist auf jeden Fall ein komplexer Markt, da stimme ich zu, erneuerbare Energien find ich halt auch vom Gefühl her interessanter. Danke auch für den Feedback zu meiner Auswahl, hilft ein wenig bei der Eingrenzung, wenn noch andere Leute das z.B. mit der DLM ähnlich beurteilen! Du hast zwar Recht, dass das versteuert wird aber meiner Recherche nach doch eine ganze Ecke niedriger als andere Einnahmen.

Edit : Okay, das mit der Steuer hat dejost nun eh schon viel genauer und besser erklärt, samt aller nötigen Zahlen und Informationen, haha. Hatte ich das doch richtig im Kopf - und das macht Anleihen halt imho auch vorteilhafter. Der angesprochene Sondernfall ist dann wieder die Ausnahme von der Regel aber so hat ja alles seine Vor- und Nachteile.

Danke übrigens für deine Mühen mit der Mail extra, ich fühle mich geehrt.

Re: Erfahrungen mit Anleihen?

by dejost » 17 May 2018, 20:27

Lichtmiete Invest hört sich grundsätzlich interessant an, habe mal kurz drüber gelesen kann aber beurteilen kann ich es nicht wirklich.

Zur Frage der steuerlichen Veranlagung:

Für gewöhnlich musst Du die Einkünfte aus dereartigen Investments selbst versteuern. Dh Du bekommst vollen Betrag aufgezahlt und musst diesen dann in Deiner Steuererklärung ausweisen und kriegst dann einen Bescheid, wieviel Du davon steuern zahlen musst.

Für Erträge aus Kapital gibt es die gelegentlich geforderte Flattax schon, es sind 27,5% (bzw "nur" 25% für Sparzbuchzinsen, die es aber derzeit eh nicht gibt).

Wer über eine hiesige Bank das ganze macht, bekommt für gewöhnlich nur den Nettobetrag ausgezahlt (kennen wir alle von den Sparzinsen). Das aber immer im Auszug eindeutig ausgewiesen. Diesfalls musst Du gar nichts weiter machen.

Es gibt allerdings Ausnahmen. bzw gänzlich andere Konstruktionen. ZB mein erwähntes Bürgerkraftwerk von Wien Energie war eine Konstruktion, dass es Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sind - mit meinem Investment (und anderen) wurde das Kraftwerk errichtet, an dem mir ein Anteil gehört, und für den zahlt Wien Energie Miete (und hat ein Recht, es mir nach einigen Jahren wieder abzukaufen), ich muss das also unter Miete und Verpachtung veranlagen.

PS: Habe auch harald ein Email geschrieben, vielleicht schaut er dann eher vorbei.

Re: Erfahrungen mit Anleihen?

by großkariert » 12 May 2018, 17:13

dejost wrote:aber ob Bausparer jetzt nicht schon wieder eines zweiten Blicks wert sind, wo alles andere noch weniger abwirft?
Puh, in einigen Fällen werden Bausparverträge wahrscheinlich schon sinnvoll sein. Vielleicht, wenn man ein Bauspardarlehen in Anspruch nehmen möchte. In Deutschland gab es vor etlichen Jahren noch sehr gut verzinste Bausparverträge, die von vielen zum Geld anlegen genutzt wurden. Inzwischen versuchen die Bausparkassen diese Verträge zu küngigen bzw die Einzahlungen zu deckeln. Eben weil sie der Meinung sind, dass Bausparverträge nicht als reine Geldanlage gedacht sind.
Aber mittlerweile habe ich dann doch schon so viel angespart, dass es sich auszahlen würde, mehr damit zu machen, als es eben nur weit unter der Inflationsrate verzinst rumliegen zu lassen.

Vor einiger Zeit habe ich in so ein Bürgerkraftwerk von Wien Energie investiert. Das hat sich als sehr gute Investition herausgestellt, aber es ist ein relativ geringer Maximalbetrag gewesen, und war leider nur zeitlich befristet, dh soweit ich weiß gibt es diese Möglichkeit derzeit nicht.
Das mit dem Bürgerkraftwerk klingt gut, freut mich, dass es dir da gelungen ist eine gute Entscheidung zu treffen! Ich denke, wenn es darum geht Geld gut, aber mit geringem Risiko anzulegen, muss man immer die Augen offen halten.
HalberHannes wrote: Ja, teilweise wäre das Kissen produktiver, könnte man meinen aber das kann man ja auch nicht ernsthaft meinen. ;-)
Wenn ich zuhause Rücklagen bilden wollen würde, würde ich wahrscheinlich eher Edelmetalle statt Euros nehmen. Wobei ich in Finanzforen in letzter Zeit häufig gelesen habe, dass vom Kauf von Gold und Silber derzeit auch abgeraten wird.
Habe mir nun auch kurz das mit dem Fonds genauer ansehen müssen aber ja, da braucht man schon sehr viel Vertrauen in die jeweiligen Verwalter eines Fonds und da sind einige ja auch sehr langfristig ausgelegt. ;) Haha, ja glaube ich dir, habe selbst auch schon eine Menge gelesen aber man hat halt doch immer noch gerne weitere Meinungen. Davonlaufen tut es mir aber halt auch nicht, will ja eine durchdachte Entscheidung treffen.
Manche Menschen wollen ihr Geld ja auch sehr langfristig anlegen, weil sie sich zum Beispiel für die Pension etwas zurücklegen wollen. Das sind andere Ausgangsvoraussetzungen, als bei mir. Wie es bei euch aussieht, weiß ich natürlich nicht, aber wir wollen in ein paar Jahren Bauen. Deshalb leben wir aktuell in einer sehr winzigen Wohnung und fahren ein sehr altes Auto, legen dafür so viel wie möglich zur Seite, um beim Bauen möglichst viel Eigenkapital zu haben. Dass das Ersparte durch die Inflation durch das Herumliegen eher weniger, als mehr wird, ist da kein besonders verlockender Gedanke.

Über das in Anleihen investieren habe ich in den letzten Tagen nachgedacht, finde den Gedanken wie man selbst Investor werden kann ganz spannend. Immobilien würden nur in Form von Crowdinvesting überhaupt in Frage kommen, und das ist nicht mein Fall. Ein Investment in erneuerbare Energien würde mich da eher ansprechen, auch dieses oben angesprochene Modell der Lichtmiete Invest sieht für mich vielversprechend aus. Eine Rendite in dem Bereich wäre für mich bei nur geringem Risiko auch attraktiv. Ich nehme an, dass das dann aber auch noch versteuert werden muss.

dejost, du hast ja schon mal investiert. Kannst du vielleicht was dazu sagen, wie in etwa das dann mit dem Versteuern aussieht?

Re: Erfahrungen mit Anleihen?

by HalberHannes » 10 May 2018, 22:32

großkariert wrote:
06 May 2018, 13:25
Ja, die Sparbuchzinsen ... während meiner Kindheit war es noch wirklich etwas Tolles sein Erspartes am Weltspartag zur Bank zu bringen und auch zu sehen, wie man auf das Ersparte Zinsen bekommen hat. Inzwischen taugt das nicht mehr wirklich als Wertanlage. Und auch Bausparverträge bringen nicht mehr das, was ich mir ursprünglich mal erhofft hatte. Da macht es schon Sinn sich nach Alternativen mit besserer Rendite umzusehen. Ich habe inzwischen auch einiges gespart und auf einem Tagesgeldkonto geparkt, nur ist das, wenn die Zinssituation sich nicht deutlich verändert, was sie bestimmt nicht so schnell wird, auch keine gute Dauerlösung.
Ja, genau, und die Werbung und Geschenke für den Weltspartrag, haha...war sogar ziemlich aufwendig damals noch. Hat sich schon viel verändert, ehrlich gesagt. Bausparverträge die alt sind gehen ja noch aber neue kann man oft keine mit passenden Konditionen mehr aufnehmen. Ja, teilweise wäre das Kissen produktiver, könnte man meinen aber das kann man ja auch nicht ernsthaft meinen. ;-)
Selbst habe ich mich damit noch nicht aktiv befasst, habe das aber auch für die nächste Zeit vor. Mir wurden ETF Fonds vorgeschlagen, aber ich muss sagen, es sagt mir von meiner Persönlichkeit her nicht besonders zu, da man die Verantwortung, soweit ich das verstanden habe, mehr oder weniger an einen Fondsmanager abgibt. Auf den ersten Blick scheinen mir Direkt-Investitions-Programme und Anleihen sympathischer, danke für die Anregung, da werde ich mich mal genauer einlesen.
Habe mir nun auch kurz das mit dem Fonds genauer ansehen müssen aber ja, da braucht man schon sehr viel Vertrauen in die jeweiligen Verwalter eines Fonds und da sind einige ja auch sehr langfristig ausgelegt. ;) Haha, ja glaube ich dir, habe selbst auch schon eine Menge gelesen aber man hat halt doch immer noch gerne weitere Meinungen. Davonlaufen tut es mir aber halt auch nicht, will ja eine durchdachte Entscheidung treffen.
dejost wrote:
07 May 2018, 09:16
Ich habe einen Kredit abbezahlt, bin umgezogen und so Sachen. Aber mittlerweile habe ich dann doch schon so viel angespart, dass es sich auszahlen würde, mehr damit zu machen, als es eben nur weit unter der Inflationsrate verzinst rumliegen zu lassen.
Das kommt mir auch sehr bekannt vor - als Kind hat man ja meistens für seine Verhältnisse einiges angespart, was beim Übergang zum Erwachsenwerden schnell mal ausgeschöpft wird und erst paar Jahre später stellt sich die Frage dann erst wieder. ^^ Erstes Auto hat bei mir ne Menge aufgrefressen. :miau
Vor einiger Zeit habe ich in so ein Bürgerkraftwerk von Wien Energie investiert. Das hat sich als sehr gute Investition herausgestellt, aber es ist ein relativ geringer Maximalbetrag gewesen, und war leider nur zeitlich befristet, dh soweit ich weiß gibt es diese Möglichkeit derzeit nicht.
Oh, kannte ich gar nicht, interessant aber wenn der Maximalbetrag gering ist, natürlich nur ein Übergang - trotzdem spannend. Höre mir ja immer gerne alle Arten von Vorschlägen an, entscheiden muss man ja immer noch selbst. Glückwunsch zum Deal. ;)

Re: Erfahrungen mit Anleihen?

by dejost » 07 May 2018, 09:16

großkariert wrote:
06 May 2018, 13:25
Ja, die Sparbuchzinsen ... während meiner Kindheit war es noch wirklich etwas Tolles sein Erspartes am Weltspartag zur Bank zu bringen und auch zu sehen, wie man auf das Ersparte Zinsen bekommen hat.
Ja, daran kann ich mich auch noch erinnern.
Und auch Bausparverträge bringen nicht mehr das, was ich mir ursprünglich mal erhofft hatte.
Ich habe es mir nicht näher angeschaut, aber ob Bausparer jetzt nicht schon wieder eines zweiten Blicks wert sind, wo alles andere noch weniger abwirft?
Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu indiskret, aber da du ja nicht antworten musst, frage ich trotzdem Mal :D Hast du deine Ersparnisse nach wie vor auf dem Sparbuch oder hast du dich auch nach einer anderen Möglichkeit umgesehen, um dein Geld sinnvoll und mit geringem Risiko anzulegen? Oder wartest du auf steigende Zinsen?
Ich habe einen Kredit abbezahlt, bin umgezogen und so Sachen. Aber mittlerweile habe ich dann doch schon so viel angespart, dass es sich auszahlen würde, mehr damit zu machen, als es eben nur weit unter der Inflationsrate verzinst rumliegen zu lassen.

Vor einiger Zeit habe ich in so ein Bürgerkraftwerk von Wien Energie investiert. Das hat sich als sehr gute Investition herausgestellt, aber es ist ein relativ geringer Maximalbetrag gewesen, und war leider nur zeitlich befristet, dh soweit ich weiß gibt es diese Möglichkeit derzeit nicht.
Vielleicht wäre es dann eine Idee, diesen Thread und den alten zusammen zu legen? Denke mir, die Chance dass harald dann auf den Thread aufmerksam wird und seine Meinung dazu abgeben möchte wäre dann vielleicht höher?
Die Anregung wurde aufgegriffen und umgesetzt.

Re: Erfahrungen mit Anleihen?

by großkariert » 06 May 2018, 13:25

HalberHannes wrote:Mit den Zinsen sprichst du wohl schon grundsätzlich was Wahres an, auch wenn ich annehne, dass die in den nächsten 1-2 Jahren sanft nach oben gehen werden aber darum solls ja vorläufig etwas Richtung Investment gehen. Kann mich aber gut mit deiner Einschätzung identifizieren, war damals ja eher der Ausnahmefall - und hat meine ganzen Kindheitsversprechen über Banken über den Haufen geworfen. ;)
Ja, die Sparbuchzinsen ... während meiner Kindheit war es noch wirklich etwas Tolles sein Erspartes am Weltspartag zur Bank zu bringen und auch zu sehen, wie man auf das Ersparte Zinsen bekommen hat. Inzwischen taugt das nicht mehr wirklich als Wertanlage. Und auch Bausparverträge bringen nicht mehr das, was ich mir ursprünglich mal erhofft hatte. Da macht es schon Sinn sich nach Alternativen mit besserer Rendite umzusehen. Ich habe inzwischen auch einiges gespart und auf einem Tagesgeldkonto geparkt, nur ist das, wenn die Zinssituation sich nicht deutlich verändert, was sie bestimmt nicht so schnell wird, auch keine gute Dauerlösung.
Überlege nämlich selbst wegen der Zinssituation ein wenig zu diversifizieren (entweder Richtung Anleihen - staatlicher oder privater Natur, wobei staatlicher ja z.B.: in Deutschland gleich Minuszinsen bedeuten würde. :shock: oder Direktinvestments - sehe mich gerade durch afrikanische Solarparks, LED der Lichtmiete Invest und einige osteuropäischen Immobilien durch), hätte mich nur prinzipiell interessiert, ob mir jemand Fachkundiger kurz sagen könnte, worauf man da achten muss/sollte, wenn man Investor werden möchte.
Selbst habe ich mich damit noch nicht aktiv befasst, habe das aber auch für die nächste Zeit vor. Mir wurden ETF Fonds vorgeschlagen, aber ich muss sagen, es sagt mir von meiner Persönlichkeit her nicht besonders zu, da man die Verantwortung, soweit ich das verstanden habe, mehr oder weniger an einen Fondsmanager abgibt. Auf den ersten Blick scheinen mir Direkt-Investitions-Programme und Anleihen sympathischer, danke für die Anregung, da werde ich mich mal genauer einlesen.
dejost wrote:Wie lange das so bleibt, ist schwer abzusehen - bei meinem Posting vor 5 jahren bin ich wohl auch nicht davon ausgegangen, dass meine sparbuchzinsen 5 jahre später immer noch unter 0,1% sind.
Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu indiskret, aber da du ja nicht antworten musst, frage ich trotzdem Mal :D Hast du deine Ersparnisse nach wie vor auf dem Sparbuch oder hast du dich auch nach einer anderen Möglichkeit umgesehen, um dein Geld sinnvoll und mit geringem Risiko anzulegen? Oder wartest du auf steigende Zinsen?
netiquette & alte threads hervorholen (gibt's da nicht irgendeinen anglizismus dafür? :boo :koopa )
in diesem forum finde ich das ok - und mache es selber auch immer wieder mal gerne.
Vielleicht wäre es dann eine Idee, diesen Thread und den alten zusammen zu legen? Denke mir, die Chance dass harald dann auf den Thread aufmerksam wird und seine Meinung dazu abgeben möchte wäre dann vielleicht höher?

Re: Erfahrungen mit Anleihen?

by HalberHannes » 28 Apr 2018, 00:15

Danke für die kleine "Einführung" hier, dejost, dann weiß ich zumindest, wie ich Antworten von harald zu erwarten habe - sammle da immer gerne Eindrücke von Kennern, hilft bei der Eigenanalyse. Find ich aber sowieso beeindruckend, wenn sich so ein kleines Projekt Stammuser über so nen Zeitraum hält - ich schaue hier ja gerade ganz gerne hier und da mal vorbei, weil du viele Themen gut abdeckst und mein letztes Gesellschaftsforum abgedreht wurde. Mit den Zinsen sprichst du wohl schon grundsätzlich was Wahres an, auch wenn ich annehne, dass die in den nächsten 1-2 Jahren sanft nach oben gehen werden aber darum solls ja vorläufig etwas Richtung Investment gehen. Kann mich aber gut mit deiner Einschätzung identifizieren, war damals ja eher der Ausnahmefall - und hat meine ganzen Kindheitsversprechen über Banken über den Haufen geworfen. ;) Naja, ich hab schonmal glaub von Necroposting gehört aber gibt sicher noch andere - kann als praktizierender Spielefan übrigens die Smileyauswahl nur loben!

Re: Erfahrungen mit Anleihen?

by dejost » 26 Apr 2018, 14:59

Von den Leuten, die hier regelmäßig gepostet haben, ist eben harald der, der sich mit abstand am besten damit auskennt, zeigt sich eh gut im alten topic.
regelmäßig postet er leider nicht mehr, alle paar wochen bis monate schaut er aber in letzter zeit noch vorbei, und postet dann recht viel auf einmal.

soweit ich das beurteilen kann, ist was vor 5 jahren gesagt, noch nicht falsch geworden, da das zinsniveau weiterhin niedrig ist bzw seit 2013 sogar noch niedriger geworden ist vgl
Die Europäische Zentralbank (EZB) rüttelt wie erwartet nicht an ihren Leitzinsen. Der Schlüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken mit Geld bleibe bei 0,0 Prozent, teilten die Euro-Wächter heute in Frankfurt mit. Dort liegt er bereits seit März 2016.
http://orf.at/stories/2435756/

Wie lange das so bleibt, ist schwer abzusehen - bei meinem Posting vor 5 jahren bin ich wohl auch nicht davon ausgegangen, dass meine sparbuchzinsen 5 jahre später immer noch unter 0,1% sind.

PS:
netiquette & alte threads hervorholen (gibt's da nicht irgendeinen anglizismus dafür? :boo :koopa )
in diesem forum finde ich das ok - und mache es selber auch immer wieder mal gerne.

aufgrund dieser blog-im-blog-struktur, die wir hier haben (auch wenn ein phpbb forum dafür sicher technisch nicht die beste wahl ist), gibt's halt wirklich ganz unterschiedliche themen, die zwar tw durch die bereiche abgedeckt werden, im Bereich "Forum" aber nur durch die Topics/threads.

Erfahrungen mit Anleihen?

by HalberHannes » 25 Apr 2018, 17:58

Bin vorher über diesen Thread hier gestolpert...

viewtopic.php?t=721

da der aber schon älter ist und das Hochholen alter Threads ja eher gegen die Netiquette verstößt, hab ich mal neu erstellt und wollte ich mich mal freundlich erkundigen, ob der Herr Experte hier eigentlich noch anzutreffen ist? Überlege nämlich selbst wegen der Zinssituation ein wenig zu diversifizieren (entweder Richtung Anleihen - staatlicher oder privater Natur, wobei staatlicher ja z.B.: in Deutschland gleich Minuszinsen bedeuten würde. :shock: oder Direktinvestments - sehe mich gerade durch afrikanische Solarparks, LED der Lichtmiete Invest und einige osteuropäischen Immobilien durch), hätte mich nur prinzipiell interessiert, ob mir jemand Fachkundiger kurz sagen könnte, worauf man da achten muss/sollte, wenn man Investor werden möchte. Das so etwas häufig zumindest ein wenig Risiko beinhaltet ist mir da natürlich schon klar, soll aber eher um eine zumindest reelle Rendite gehen und weniger um Phantasieversprechen. Sollte jetzt auch gar kein all zu verrückter Betrag sein, nur ein kleiner Ausgleich gegen die Nullzinsenphase - aber eben auch auf ein brauchbares Fundament aufgebaut. ;) Beziehungsweise....sind die Werte die harald 2013 genannt hat heute denn noch etwa ähnlich zu beurteilen....wirtschaftlich hat sich seitdem ja doch einiges getan, bzgl. Aufschwung und so. ^^ Danke in jedem Fall.

edit by amdin: wie weiter unten angeregt wurden die beiden topics vereinigt

by harald » 11 Dec 2013, 12:01

Entschuldigung, habe derzeit nicht so viel Zeit, aber mal ein kurzer Überblick zum Thema:

Vorteil Wohnbauanleihe: KeST Steuerfrei bis 4%.
Nachteil: Mindestlaufzeit 11 Jahre, kaum ein Markt zum Verkauf

Warum ist die Laufzeit ein Nachteil: man kann die Zinsentwicklung auf diese Zeit nicht vorhersehen.
Ein frühzeitiges Aussteigen ist schwierig.

Steuerlich kann man die Wohnbauanleihe ja seit über einem Jahr leider nicht mehr bei den Sonderausgaben absetzen.

Ist in diesem neueren Presseartikel schön zusammengefasst.

Was ist ein Vorteil der nicht in dem Artikel erwähnt ist. Man kann auch laufende Anleihen kaufen, allerdings muss der Kurswert beachtet werden, da dieser die Rendite drücken kann. Ist aber eventuell besser eine Rendite von 1,8% KeST-frei in Kauf zu nehmen, wenn die Restlaufzeit zB 3 Jahre ist.

Wichtig: Für Anleihen benötigt man ein Depot. Dafür fallen im Regelfall Verwaltungsgebühren, Eröffnungs- oder Schließungskosten, Versandspesen für Depotauszug an. Diese muss man jedenfalls mitberücksichtigen. Sprich: Wenn man in Anleihen einsteigt, sollte man nicht nach ein zwei Jahren das Depot wieder schließen.

Bezüglich anderer Anleihen: Grundsätzlich könnte man Staatsanleihen in Betracht ziehen. Diese sind nicht KeST-frei und derzeit aber eher schlecht verzinst (zumindest von Staaten, wo nicht mit einem Ausfall der Rückzahlung am Ende der Anleihefrist zu rechnen ist). Siehe dazu ganz unten auf http://www.bundesschatz.at. Dafür ist die Kontoführung bei Bundesschatz gratis und die Stückelung kann kleiner erfolgen!

Für alle anderen Anleihen gilt der Grundsatz: Je höher die Verzinsung desto höher das Risiko. Ist die Verzinsung über 5% kann man tendenziell von einer Hochrisikoanleihe ausgehen. Daher gilt zB für Unternehmensanleihen: über das Unternehmen informieren, das Rating ansehen und überlegen, wie viel Geld man einsetzt, bei dem unter Umständen ein Totalausfall möglich ist.

Um es an einem Beispiel zu zeigen: Unternehmensanleihe mit 8,5% von der Scholz AG http://www.finanzen.net/anleihen/A1MLSS-Scholz-Anleihe. Der Kurs liegt derzeit bei 73,50. Das bedeutet die Rendite wäre noch viel höher. Scholz ist im Recyclingbereich tätig. Warum ist der Kurs so niedrig. Ratingagenturen bewerten Scholz derzeit mit einem Rating, dass auch die Alpine kurz vor dem Konkurs hatte. In diese Anleihe jetzt noch zu investieren ist aus meiner Sicht, wie ins Casino zu gehen.

Vorsicht auch bei Anleihen in den neuen Grüneenergiesektoren (Windkraft, Photovoltaik). Auch hier muss man sich das Unternehmen ansehen. Wie groß ist es? Hat es schon ertragbringende Infrastruktur (=Kraftwerke)? Wie sieht das rechtliche Umfeld aus (zB Bauverfahren, Flächenwidmungen, Ökostromförderung bis in welches Jahr)? Sind die Anleihen öffentlich handelbar oder nur über bestimmte, geschlossene Plattformen. Und gerade bei diesen Anleiheanbietern weiß man nicht, wie sie Instandsetzungen und Instandhaltungen kalkulieren, also ob sie das realwirtschaftlich korrekt machen. Denen fehlt ja auch Erfahrung, diese Unternehme sind in den seltensten Fällen älter als eine Dekade, sollten somit auch noch keine gröberen Instandsetzungen gehabt haben. Das bedeutet, selbst wenn ich heute zum Schluss komme, eine solche Anleihe zu erwerben, ist es nach Abschluss der Laufzeit noch nicht unbedingt schlau, wieder zu investieren.

Abschließend noch folgende Überlegung zu den Anleihen (Wohnbau und Staatsanleihe kann man hier dem Prinzzip nach fast außen vor lassen), die zwar nicht zu sehr verunsichern sollte, aber mitbedacht werden muss: warum nehmen diese Unternehmen beim derzeit niedrigen Zinsniveau keinen Kredit auf, sondern begeben eine Anleihe mit viel höheren Zinsen? Haben sie vielleicht die Sicherheitsanforderungen der Banken dür die Kreditvergabe nicht erfüllt oder würden dies nur zu viel schlechteren Konditionen? Warum könnte das so sein?

by dejost » 30 Oct 2013, 06:58

Ich hatte ja gehofft, dass Dir Harald vielleicht mit Deiner Frage helfen kann, der kennt sich besser aus als ich.

Hier gibt's einen Artikel der Presse dazu, falls Du den noch nicht gelesen hast.
Dennoch schneiden [Wohnbauanleihen] im Vergleich zu anderen risikoarmen Anlagen nicht so schlecht ab. Und manche Banken betonen einen sozial vernünftigen Aspekt: Das Geld fließe in den Wohnbau.
Die Laufzeit beträgt 12 Jahre, und vor 12 Jahren hat man 4% Zinsen (allerdings steuerpflichtig) - und die effektiven Zinsen von 2,83% sowieso - noch auf ein Sparbuch bekommen.
Das ist jetzt per se kein Argument gegen Wohnbauanleihen (oder Staatsanleihen oder Sparbuch), es ist nur halt die letzten paar Jahre so, dass man bei derartigen Anlageformen bestenfalls die Inflationsrate rauskriegt.

Ein Hinweis noch zum Abschluss: Diverse Finanzinstitute haben jetzt mehrere Prozesse verloren, weil sie die KundInnen schlecht über die vermittelten bzw abgeschlossenen Geschäfte aufgeklärt haben: Auch bei der Bank genau nachfragen und sich alles erklären lassen.

Erfahrungen mit Anleihen?

by gabi » 25 Oct 2013, 22:31

Servus!

ich wollte mal fragen, ob ihr schon mal erfahrungen mit wohnbauanleihen hattet. Ich bisher nur mit sparbüchern o. Ä. :mrgreen: :oops:

Ich lese schon seit einigen wochen übner eine neue Wohnbauanleihe der Bank Austria aber hab keine Erfahrung mit solchen Produkten. Weiss nur dass die Mindestveranlagung 1.000 Euro beträgt und die Rückzahlung erfolgt zu 100 Prozent nach 12 Jahren

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