Comic- Verfilmungen - Meinungen und Kritiken

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dejost
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Comic- Verfilmungen - Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 12 Feb 2007, 18:48

Seit vielen Jahrzehnten werden Comicserien in Spielfilme umgesetzt.

In diesem Topic finden sich zahlreiche Kritiken zu vielen dieser Filme, so wie immer kann sich jedeR beteiligen.

Die Filmkritiken enthalten teilweise Spoiler. Wir versuchen zwar, die Filme so zu kritisieren, dass keine Vorwegnahme von entscheidenden Handlungsteilen erfolgt, es geht aber nicht immer.

Für Live-Action-Fernsehserien mit Comic-Bezug gibt es ein eigenes Topic.
Es gibt auch ein Thema zu Comicverfilmungenund ein Topic zu sonstigen Filmkritiken.


Dieses Topic ist auch über folgenden Link zu erreichen: http://comicfilme.kortz.at
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Post by dejost » 24 Jun 2008, 14:00

X Men Erster Teil
"What would you prefer? Yellow spandex?"

Am Anfang war X Men.
Dieser Film war ein Überraschungserfolg, der hat diese Flut an Comicverfilmungen erst möglich gemacht (ok, Superman und Batman hatten natürlich auch Anteil daran.).

Gut:
Fängt Charaktere vergleichsweise gut ein. Vor allem am Ende zeigt sich sehr schön die Kooperation und dass jedeR eine Aufgabe im Team hat.
"To defend a world that fears and hates them", also die Mission der X-Men und der Traum Xaviers, eine friedliche Welt zu schaffen, kommen ok rüber. Rogue funktioniert als guter Erzählcharakter, um einen Einblick zu haben.
Größtenteils sehr gut besetzt.
Viele Anspielungen auf andere Marvelcharaktere

Schlecht:
Einzelne Aspekte kommen schlecht rüber, fokussiert zu sehr auf Wolverine, das ganze menage a trois geht mir auf den Nerv (nervte mich auch schon im Comic).

Trivia:
Anspielungen auf die Kommunistenverfolgung (Kelly hat eine Liste von "Mutanten- Verdächtigen") sowie siehe hier
Der - damals noch relativ unbekannte - Jackman hat die Rolle von Wolverine sehr kurzfristig bekommen, nachdem so manch andere abgesprungen sind.
David Hayter hat die letzte Version des Drehbuchs geschrieben (er ist vor allem als Voice Actor von Solid Snake bekannt - übrigens der einzige der Voice Actors, der das Spiel auch durchgespielt hat)

Comic:
Die Originalen X Men sind ja Cyke, Jean, Iceman, Beast (kommt erst in Teil 3 vor, war aber in früheren Entwürfen für den Film enthalten), Angel (kommt erst in Teil 3 vor).
Hier aber haben sie den Roster (die Mannschaft) vom Ultimate Universe genommen.
Die Kräfte entsprechen dem Comic, Charaktereigenschaften, sofern sie präsent sind, abgesehen von Rogue (tw) und Iceman (tw) auch.
Es sind auch immer wieder dezent Anspielungen auf andere Xmen-relevante Figuren dabei, zB gibt's einen Dr McCoy im Fernsehen usw.

Ghostrider

"Like Sub-Mariner, Nick Fury, and a host of others, Ghost Rider is a second tier Marvel character (at best), and certainly not a guaranteed hit. Having Daredevil director Mark Steven Johnson aboard isn't necessarily an asset, either."

Gut:
Der Film war eh ok. Manche Siege über Gegner sind angenehm unspektakulär. Der Film ist weniger unsinnig als das Comic, wo die Story so oft retconned wurde, dass ich jetzt auch nicht mehr weiß, was Sache sein soll.

Schlecht:
Der Film war nur ok.
Es fehlt total an Motorradstunts (sogar im Comic gab's die), wie Ghosty manche der Gegner besiegt ist unschlüssig, er ist nicht halt wahnsinnig spannend, aufregend oder spektakulär, die Story wird auch keinen Preis gewinnen.

Trivia:
Fällt mir jetzt nix ein. Nicholas Cage hat sich nach einem Comic Character benannt (nämlich Luke Cage), den konnte er aber nicht spielen, weil er Afroamerikaner ist (Luke, nicht Nicholas).

Comic:
Wie gesagt, das Comic mag ich nicht so und es verwirrt mich aufgrund der vielen Retconnings. Außerdem sind Motorradstunts in Comics blöd. Ich schätze, sie haben eine akzeptable Storyline aus dem Comic destilliert.

2012 nochmal angeschaut, Extended Version: Kann trotzdem nicht viel Neues dazu sagen, was genau "extended" ist war mir auch nicht klar. Die junge Roxanne schaut der erwachsenen wirklich ähnlich, der junge Johnny dafür weniger.
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Der Alchemist
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Post by Der Alchemist » 24 Jun 2008, 16:07

Dejo - bzgl Exmänner Teil 1 - wrote:Einzelne Aspekte kommen schlecht rüber, fokussiert zu sehr auf Wolverine.
Und wie! Der Wolfskerl hat mir damals das ganze Filmvergnügen verdorben ... Aber wenigstens Xavier war - glaube ich; ist ja doch schon eine Zeitlang her - gut dargestellt.

Frage, was bedeutet Retconning?
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harald
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Post by harald » 25 Jun 2008, 19:29

Iron Man schon gesehen?
--Harald
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Post by dejost » 25 Jun 2008, 20:26

Iron Man

Ironman, Ironman, does everything an Iron can

Gut:
Solider, kurzweiliger Actionkracher, gute Umsetzung der verschiedenen Iron Man Suits, Tony Starks Womanizing kommt gut rüber, auch etwas selbst- und weltkritisch, stellenweise auch lustig, gute SchauspielerInnen

Schlecht:
Ev zuviel Womanizing, stellenweise etwas zu verblödelt und selbstgerecht

Trivia:
Angeblich hat Kokser Downey Jr die Rolle bekommen, weil er Erfahrung mit Substanzmissbrauch hat.

Comic:
Ich hab wenig Iron Man Comics gelesen. Soweit ich aber weiß gibt's keine Romanze Stark/Potts, aber die passt gut zum Film. Ironman war ursprünglich der klassische amerikanische Held (vom Ingenieur zum Millionär), der gegen die Kommunisten kämpft, wird aber später auch wesentlich kritischer



@Retconning:
Das bedeutet das nachträgliche Ändern eines bis jetzt etablierten Handlungsstrang.
Ganz klassisch ist:
Obwohl XY erschossen und erstochen wurde, ins Meer mit einem Gewicht am Bein gefallen ist und ein explodierender Tanklaster hinten nach, ist er jetzt wieder da (aka Comic Book Death)
Extrem häufig ist das in Comic- Buch- Serien, die von vorne herein nicht limitiert sind, wie Xmen, Spiderman etc. zB Gambit, Bishop, diverse Geschwister von Cyclops, wer denn nun Polaris Vater ist, die Eltern von Spidey, die ganze Clone- Sage etc etc.
Konkretes Beispiel mit Spiderman 3 - Film: In Teil 1 und 2 hat der Einbrecher Uncle Ben erschossen, in Teil 3 war es plötzlich - unabsichtlich - Sandman.

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Post by dejost » 03 Jul 2008, 07:37

Spiderman

With great power comes great responsibility.
Wie Spidey seine Spinnenkräfte fand und was ihm dann als nächstes passierte.

Gut: Kurzweiliger Actionkracher, Tiefgang ist zwar nicht viel, kommt aber gut rüber, Spideys Netzschwingen ist auch eine Freude für den Zuseher.

Schlecht: Kirsten Dunst ist leider eine Fehlbesetzung für Mary Jane. Auch der Darsteller von Harry Osborn ist nicht ideal.

Trivia: Der Bruder des Regisseur hat einen Gastauftritt.

Comic: Spiderman orientiert sich sehr stark an der Entstehungsgeschichte von Ultimate Spiderman, auf der Brücke ist eigentlich Gwen und nicht MJ - (anders wieder in Ultimate, als Hommage an Gwen's Tod im echten Spiderman gibt es die Szene wie im Fim).

Spiderman 2

Arm me!
Dr. Octopus hat seinen großen Auftritt.

Gut: Kurzweiliger Actionkracher, Spideys Netzschwingen ist immer noch eine Freude für die Zuseherin, annehmbare Philosophien von Doc Ock, etwas Tiefgang.

Schlecht: MJ und Harry sind immer noch unoptimal besetzt. Stellenweise, vor allem am Anfang die Sache mit den Pizzas ist der Film zu sehr verblödelt im Sinne von unsinnigen (und tw unlustigem) Humor. Doc Ock zeigt erst gegen Ende, wieso ein Superschurke für einen Spideyfilm reicht.

Trivia: Hm...

Comic: Doc Ock hat weder mit dem original noch mit dem Ultimate Doc Ock was zu tun, denn diese sind beide wirklich extrem böse, und nicht so wie dieser nur vorübergehend fehlgeleitet. Außerdem sind sie auch nicht verwitwet. Trotzdem funktioniert das in dem Film sehr gut, kein Grund zur Kritik.

Spiderman 3

Hey, immerhin schon 2 Mitglieder der Sinister 6.
Wie Spidey mit dem Venomkostüm Sandman verhaut.

Gut: Kurzweiliger... wir wissen's schon. Diesmal aber nur blöder Tiefgang.

Schlecht: Ich hätte gedacht, wenn sie endlich mal mehr als einen Gegner pro Film bringen, wird es besser. Denkste, es wird viel schlechter.
Das Venomkostüm fällt einfach aus dem All. ???
Sandman ist mal gut, mal böse "Let's kill him" "I am not a bad person, I just had bad luck".
Retconning, wieso Spiderman seine "With great power" etc Philosophie hat.
MJ und Harry sind immer noch nicht optimal besetzt.
Was machen die Stacys in dem Film? Die passen ja überhaupt nicht in die Story.

Comic: Venom ist zwar sehr komprimiert und schlecht rübergebracht, hält sich aber zumindest grob an die Comicvorlage.
Der Comic- Sandman hat vergleichbar seine Superkräfte bekommen. Auch der Comic- Sandman ist mal gut, mal böse, aber da liegen Jahre dazwischen und es gibt mehr Hintergrund dazu. Mit der Geschichte mit Spidey Onkel hat er auch überhaupt nix zu tun, und ge-retconned-wird die meines Wissens auch nicht.
Auch Harry Osborn wechselt im Comic zwischen gut und böse.
Die Stacys sind schon beide tot, als MJ die Bühne betritt. Anders allerdings im Ultimate, da kommt sie nachher und wird... aber das ist vielleicht ein Vorgriff auf Teil 4!
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Post by dejost » 13 Jul 2008, 11:09

Hulk (2003)

Don't make him angry. You won't like him when he's angry.

Gut: Interessante Visuals, die ganzen ungelösten Elternkonflikte von Bruce und Betty werden angesprochen.

Schlecht: Sie versuchen total viel reinzupacken (ua Elternkonflikte), aber es geht total schief. Es bleibt unklar, ob es ein Actionfilm hätte sein sollen oder nicht. Hulk ist viel zu riesig.

Trivia: Lou Ferrigno, der Darsteller des Hulk in der Serie in den 70ern hat einen Gastauftritt als Wache.

Comic: Habe kaum Hulk gelesen. Bruce kriegt seine Dosis bei einer Gamma- Bomben- Explosion im freien Gelände ab, als er Rick Jones retten wil, weil ein Konkurrent den Countdown nicht stoppt.

Incredible Hulk (2008)

Don't make him hungry. You won't like him when he's hungry.
Hulk smash!

Gut: Solider Actionkracher, Hulk ist sehr gut umgesetzt, keine Längen.

Schlecht: Im Endeffekt passiert nicht viel und der Film bleibt etwas oberflächlich, Chancen für innere Konflikte werden weniger genutzt. Hulk hat im Verhältnis nicht durchgehend die selbe Größe.
Thunderbolt Ross' Darsteller ist etwas suboptimal gewählt.
Shield überwacht alle Emails? edit 2014: 2008 habe ich noch echt nicht geglaubt, dass irgendeine clandestine US-Organisation alle Emails überwacht. Tja, damals war ich noch jung.

Trivia: Hätte ursprünglich eine Fortsetzug werden sollen, drum beginnt's auch in Südamerika. Allerdings hat Edward Norton dann für diesen Reboot votiert. Wieso Stark am Schluss Ross anspricht, ist eher unklar.
Lou Ferrigno hat wieder einen Gastauftritt, wieder als Wache. Außerdem ist er die Stimme des Hulks.

Comic: Samuel Sterns ist eigentlich ein geistig simpler Arbeiter, Doc Samson hat eine ganz andere Persönlichkeit und einen blonden Zopf. Emil Blonsky ist eigentlich ein Spion, wird aber auch absichtlich Abomination, der im Comic allerdings mehr reptilienartig ist.

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Post by dejost » 28 Jul 2008, 09:41

Nick Fury - Agent of Shield (Made for TV - 1998)

KITT, kannst du mich hören, Kumpel - ups, falscher Film

Gut:
David Hasselhof ist keine Fehlbesetzung als Nick Fury.
Eine (unbekannte) Schweizer Schauspielerin zu nehmen garantiert einen glaubwürdigen deutschen Akzent.
Gabe Jones, Dum-Dum Dugan, die Contessa, Hydra, LMDs ua kommen vor
und nicht mal ganz schlecht.
Story seicht, aber solide.

Schlecht:
Es ist ein billiger Made for TV Film, mit allen was dazugehört:
Kaum Budget, tw grottige Schauspieler, billigste Special Effects etc.

Comic: Andrea Strucker ist eine Mutantin und hat einen Zwillingsbruder namens Andreas, außerdem ist Viper wer anders. Sonst aber vergleichsweise nah am Original.

Generation X (Made for TV - 1996)

Echt der Tiefpunkt - bisher!
Vermutlich auch die meisten Abweichungen von der Vorlage.

Gut:
Das wird schwer...
Banshee hat einen guten irischen Akzent. Sein Schrei ist nicht ganz
schlecht.
Die Szene wo Emma sie als Special Agents ausgibt, ist witzig.
Die Idee mit dem durchgeknallten Wissenschafter ist ok und brauchbar umgesetzt, der Darsteller ist akzeptabel.
Es wurde keine Serie draus.

Schlecht:
Es ist ein billiger Made for TV Film, mit allen was dazugehört:
Kaum Budget, nur grottige Schauspieler, allerbilligste Special Effects etc.
Die meisten sind Fehlbesetzungen noch dazu. Die Story ist blöd. Der Film ist inkonsequent.

Comic:
Nur die ärgsten Abweichungen:
Die Psiplane hat nichts mit Träumen oder mit Alternativen Dimensionen zu tun. Der X Factor wohnt nicht im Hirn und kann nicht so transplantiert werden. Nicht alle Mutanten haben telepathischen Fähigkeiten. Die Studenten haben mit Ausnahme von Monet ganz andere Persönlichkeiten. Buff und Refrax kommen im Comic nicht vor, wurden aber erfunden weil die Special Effects für die existierenden Husk und Chamber zu teuer gewesen wären. Skin kann nur seine Haut, nicht seine Knochen dehnen (ist aber im Comic auch oft falsch).

Trivia: Generation X bezeichnet eigentlich die Leute zwischen 65 und 80 geboren. Dh die Bezeichnung ist für Teenies in den 90ern (also so ca mein Alter) falsch.
Lt. Wiki: The mansion used for the Xavier Institute is the exact same one used in the X-Men films X2: X-Men United and X-Men: The Last Stand, as well as for the home of young Lex Luthor in the Smallville series.

Zum Glück wurde keine Serie draus.
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Post by Der Alchemist » 11 Aug 2008, 15:19

Habe mir am Freitag Blade "Dry" angeschaut. Um's kurz zu machen, er war eine echte Enttäuschung. Das Drehbuch war auf genau jenem Niveau, welches wir leider bei der Mehrzahl der Comicverfilmungen vorfinden; sprich: der völlige Gegensatz zu dem genialen ersten und allemal sehr guten zweiten Teil.

Daniel, was ist Deine Meinung zu den Blade-Filmen?
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Post by dejost » 11 Aug 2008, 18:36

Ich teile Deine Meinung, dass der dritte eher wenig konnte.
Wobei mir besonders deutlich aufgefallen ist, dass Wesley Snipes echt überhaupt nicht schauspielern musste für Teil 3.

Den ersten habe ich gut in Erinnerung, beim zweiten weiß ich nicht mehr so genau. Kann mich an die ersten beiden aber kaum erinnern. Der erste hat halt eigentlich das Vampir- Action- Genre gegründet, oder?

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Post by Der Alchemist » 11 Aug 2008, 21:05

Dejo wrote:Der erste hat halt eigentlich das Vampir-Action-Genre gegründet, oder?
Yep, Underworld kam erst fünf Jahre später. Übrigens hier eine Vampirfilmübersicht. Und hier die Liste der Comicverfilmungen.
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Post by dejost » 26 Aug 2008, 07:23

Batman begins

Nananananana - Batman

Gut:
Ein erfrischend neuer, aber auch düsterer Zugang zur Geschichte von Batman. Auch wieso Batman sich ein Fledermauskostüm anzieht ist sehr gut durchdacht. Hochkarätige Besetzung.

Schlecht:
Es ist mehr Geschmacksache. Es ist schon wirklich sehr düster und stellenweise zu bierernst, aber das ist nicht wirklich schlecht. Vielleicht ein paar Längen.

Comic: Ich kenne zu wenig Batman- Comics, denke aber dass die düsteren durchaus so oder ähnlich sind. Rachel gibt es im Comic nicht, die ist extra für die Filme erfunden worden.

Trivia: Zunächst haben die Unternehmen in Übersee gesagt, das Batmobil könne nicht gebaut werden. Sie haben aber dann in Europa wen gefunden, er so ca 6 bauen konnte. Die Fahrer mussten ein halbes Jahr damit trainieren, bevor sie durch Chicago - dass Gotham City spielt - fahren konnten.


The Dark Knight

Momentan der bestbewertete Film auf IMDB.com

Gut:
Eine konsequente Fortsetzung von Batman Begins, gleichzeitig weniger und mehr düster. Wieder hochkarätig besetzt. Sehr philosophisch bzw tiefgängig.

Schlecht:
Fast zu wenig Action, um als Actionfilm durchzugehen. Der vereinzelt eingestreute Humor ist Geschmacksache bzw gewöhnungsbedürftig. Ein paar der komplexeren Plottwists kann man verpassen.
Wie man sieht, musste ich mich noch mehr anstrengen, um negative Punkte zu finden.

Comic:
Harvey Dent ist im Comic ganz anders, aber ich finde es passt auch so gut. Rachel gibt es im Comic nicht, die ist extra für die Filme erfunden worden.

Trivia:
Heath Ledger ist unerwartet an einer falschen/zu hohen Medikamenteneinnahme verstorben, wird posthum für seine Rolle als Joker als Oscarkandidat gehandelt.

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Post by dejost » 17 Dec 2008, 08:12

Hellboy

What makes a man a man? A friend of mine once wondered. Is it his origins? The way he comes to life? I don't think so. It's the choices he makes. Not how he starts things, but how he decides to end them.

Das Gute: Solider Actionkracher, ein bisschen Tiefgang, meiste Charaktere gut getroffen.
Das Schlechte: Hm, ich kann mich nicht so genau erinnern, aber der Film war ganz gut, nicht extrem, aber er hat keine besonderen Schwächen:

Comic: Die Story ist eine sehr gute Vermischung von 2 Handlungssträngen des Comics. Im Comic beschwört Rasputin Hellboy so, dass er weiter weg auftaucht und die Nazis nix davon haben. Liz und Hellboy sind kein Paar, Hellboy ist nicht feuerfest. Abe ist kein Telemetriker. Hellboys "Vater" stirbt anderes. Die Änderungen sind aber ok, passen gut.

Trivia: Weiß nix.

Hellboy II: The Golden Army

Temper, Hellboy, Temper!

Gut: Naja, es ist halt ein Fantasy- Actionfilm mit ein paar guten Szenen und Momenten.

Schlecht: Nur ein paar Dinge: am anfang die szene mit den tooth fairies und den beiden red shirts.
die red shirts haben war namen, aber die szene war total unnötig. die
habe ich mir vom benicio mehr erwartet. und überhaupt, am hellboy
gibt's viel mehr zu knabbern als an den red shirts. charactershield
hin oder her, unschlüssig war das trotzdem. diese ganze idenitätskrise, die nuada versucht hellboy einzureden ist
auch völlig untergegangen. da hätte man was draus machen können. abe - der ja eigentlich der schlaue sein soll - gibt nuada einfach so
das letzte stück, statt dass er verhandelt oder wenigstens sagt
"zuerst die prinzessin plus das geld für's ticket retour".
dann greift die goldene armee nur 2 der 4 anwesenden an, während die
anderen beiden unbeobachtet zwischen den kämpfenden herumirren. und statt Hellboy, duck dich zu rufen, macht Nuala das, was eh schon seit Beginn des Films klar war.
Summa summarum keine Steigerung von Teil 1.

Trivia: Del Toro macht sehr vieles mit tatsächlichen Requisiten, wo die meisten CGI verwenden würden.
Für Johann Kraus haben sie eigentlich Thomas Kretschmann haben wollen, der hätte richtig deutsch gekonnt. Da ist aber nix draus geworden, und so musste Seth McFarlane Kraus sprechen, was für Deutschsprachige tw echt weh tut.

Comic: Siehe Teil 1.
Kraus im Comic hat eine ganz andere Persönlichkeit, er ist auch kein "Big Shot" von irgendwo, sondern einfach nur irgendein Kerl, der zwar nicht tot ist, aber keinen Körper mehr hat. Wie gesagt ist er kein Chef und kann auch keine Dinge kontrollieren.
Im Comic kündigt nur Hellboy, und er hat einen Grund dafür.
Überhaupt hat die Storyline kaum etwas mit dem Comic zu tun, nahezu alle Charaktere sind für den Film erfunden, was mehr zu Harry Potter für Erwachsene als zu einem Hellboyfilm führt.

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Post by dejost » 02 Mar 2009, 10:47

Superman returns

Ist es ein Vogel? Ist es ein Flugzeug?

Vorne weg, ich habe auch die alten 4 Superman- Verfilmungen gesehen und sogar Supergirl. Die haben zwar einen gewissen Charme, waren aber trotzdem nicht besonders. Supergirl war überhaupt Müll.

Ich verweise nochmals auf diese Kritik an Superman 4.

Und zu diesem Film verweise ich auf diesen Post zur messianischen Sendung von Superman, die eh schon sehr viel vorweg nimmt, was ich sagen könnte.

Das Gute: Ich hatte das Gefühl, der Film ist irgendwie Fanservice. Er schließt an die letzten 4 Teile an, man hat diese Ikonographie von Supe, es gibt ein paar nette Aufnahmen, es sind jede Menge Anspielungen drinnen (eben zB Ist es ein Vogel etc).

Das Schlechte: Der Film zieht sich, irgendwie hat er sehr wenig Handlung, es passiert zwar was, aber es kommt nichts raus.
Es liegt natürlich an Superman: Ich mein, er ist unverwundbar, unsterblich etc. Was für Herausforderungen kann er schon vorfingen?

Trivia: Bryan Singer, der Regie führte, hat auch 2 der X-Men Filme gemacht (siehe dazu auch hier). Außerdem ist der Darsteller von Lois Lane Dauerverlobten auch der Darsteller von Cyke von den X-Men.

Comic: Ich habe so gut wie keine Superman- Comics gelesen, weil wie gesagt, er ist halt unverwundbar etc. Was kann da schon für Spannung aufkommen?

X-Men: The Last Stand

Das Gute:
Im Grunde wie bei den bisherigen Filmen: Gute Umsetzung, die Charakter teilweise recht gut getroffen, solide Action. Allerdings die ganze Phoenix- Sache hinkt und die Cure- Sache ist ein bisschen seicht.
Weiterhin sehr viele Anspielungen auf andere Marvel- Charaktere, zB die Stepford Cuckoos, die irgendwann im Hintergrund vorbeigehen.

Das Schlechte:
siehe Gut:
Phoenix passt einfach nicht
Es werden doch einige Chancen vergeben.
Und mal wieder zuviel Wolverine für meinen Geschmack, der auch seinem Comic- Vorbild nicht sehr entspricht.

Trivia:
Nightcrawler wurde aus Kostengründen wegrationalisiert. Er hätte nur eine Minirolle gehabt, aber das Make- Up wäre zu aufwendig gewesen.

Comic:
anders:
Leech sieht nicht aus wie ein normaler Junge.
Phoenix ist gaaaaanz anders, eine kosmische Kraft, nicht nur Jeans Unterbewusstes. Ich mochte Phoenix im Comic nie besonders, aber im Film ist es noch schlechter.
Juggernaut ist kein Mutant, aber dafür Xaviers Stiefbruder.
gleich:
Es gibt verschiedene Versuche, Mutanten zu "heilen" und verschiedene Outlow- Mutanten- Gruppen. So gesehen ok.
Kitty Pride ist sehr gut getroffen. Die Szene wo sie Juggernaut durch Alcatraz jagt ist inspiriert durch eine ähnliche Szene in einer 1XX. Ausgabe von X- Men, wo sie durch das X-Mansion gejagt wird.
Es gibt den Fastball Special - Colossus wirft Wolverine

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Post by dejost » 18 Mar 2009, 11:43

The Watchmen

The Comedian war und ist nicht und nie witzig!

Das Gute:
Die Idee, dass Superhelden, als übersteigerte Menschen auch übersteigerte Schwächen bzw Fehler haben ist super.
Zu zeigen, wie (ehemalige) Helden verschiedenen Arten des Wahnsinns, der Selbstzweifel etc verfallen, wie sie altern, wie sie schlecht, böse, korrupt werden, ist eine gute Idee. Dabei fokussiert man naheliegenderweise auf die Person, den Mensch und weniger die (Helden-)Taten.
Ein paar gute Anspielungen.
Sie haben echt die unpassendsten Lieder für den Film ausgesucht.

Das Schlechte:
Der Film hätte keine 3 Stunden lang sein müssen, auch keine 2,5. Er zieht sich unglaublich. Man hätte ihn auf 2h kürzen können, ohne irgendwas wesentliches wegzulassen - und sogar das meiste unwesentliche wäre sich ausgegangen.
Die immer wieder auftretenden, extremen Gewaltdarstellungen hätte es echt nicht gebraucht - ich verstehe aus erzähltechnischer und künstlerischer Perspektive, wieso man das in der Form macht, aber gefallen tut es mir gar nicht, das hätte man auch wesentlich weniger gewaltvouyeristisch, mit weniger Freude an der Brutalität, machen können.
Der Film ist deprimierend.

Trivia: -

Comic: Das Comic ist 12teilig und von Alan More, von dem auch die League of Extraordinary Gentlemen und V for Vendetta ist. Bei den anderen Verfilmungen war er überhaupt nicht involviert. Ich hab angefangen, das Comic zu lesen, bin aber nicht sehr weit gekommen, entweder a) weil es zu fad war oder b) weil es zu arg war. Ich glaube, es war eine Kombination von a) + b) und zu viel anderen Dingen zu tun. Wie dem auch sei, so weit ich es gelesen habe und mich erinnern kann, war es sehr an der Vorlage orientiert.

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Post by dejost » 13 May 2009, 17:19

X Men Origins: Wolverine

"I'm the best there is at what I do, but what I do isn't very nice,"

Das Gute:
Ein Actionkracher ohne viele Tiefen, ein paar gute Szenen, vereinzelt gute Schmähs.
Liev Schreiber ist eine gute Besetzung für Sabretooth.

Das Schlechte:
Ein Actionkracher ohne jegliche Höhen
Die Handlung ist stellenweise etwas gezwungen
Es wird nicht erklärt, wieso Sabretooth 1. später ganz anders ausschaut (ok, das geht noch) 2. wieso er Wolverine nicht mehr erkennt - ich meine, man hätte ihm doch auch das Gedächtnis löschen können, oder? Aber dieses Prequel soll ein Sequel haben, vielleicht da.

Comic:
Ok, nur ein paar der besonders extremen Abweichungen:
Die Hudsons sind kein altes Ehepaar, sondern kanadische Wissenschaftler, die später selbst Superhelden werden
Blob ist immer schon fett, das ist Teil/Nebeneffekt seiner Superfähigkeit
Deadpool hat andere Superfähigkeiten, nämlich einen künstlichen Healingfactor, und ist nicht the Mimic.

Trivia:
Will.i.am (cooler Künstlername) wollte in seinem Filmdebüt einen Charakter mit Nightcrawlers Fähigkeit spielen, er hat seinen Willen bekommen
Tyler Mane, der Sabretooth im ersten X Men Film gespielt hat, wollte die Rolle wieder haben, wurde aber nix draus. Ähnlich Brian Cox, der Stryker in X2 gespielt hat.
Und auch wenn es mir beim Film selbst nicht aufgefallen ist: Stan Lee hat keinen Kurzauftritt! Das lag daran, dass er es nicht zum Dreh geschafft hat, und es war offensichtlich niemanden so wichtig, dass man das nachdreht oder reinschneidet.
Last edited by dejost on 13 Sep 2010, 21:58, edited 1 time in total.

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Post by dejost » 02 Jun 2010, 13:51

Ironman 2

Ironman bügelt Mickey Mouse' Hosen!
"I privatised world peace"

Das Gute:
Schon wieder ein Comicverfilmungssequel.
Nimmt sich nicht (zu) ernst.
Mickey Rourke spielt mit.

Das Schlechte:
Schlechter als Teil 1 in jeder Hinsicht, teilweise auch äußerst unschlüssige Handlung.

Trivia:
Mickey Rourke wollte seine Rolle besonders tiefsinnig oder so anlegen. Tja, all die guten Szenen sind offensichtlich der Schere zum Opfer gefallen.
Statistisch gesehen sollen die 2. Teile der Comicverfilmungen besser sein als die ersten, weil man diesen ganzen "Entsteheungsgeschichtenballast" schon los ist. Meiner Meinung nach sind die zweiten Teile meist gleich gut/schlecht wie der erste (zB Spidey, Xmen, FF), der Grund für diese Statistik ist wohl Dark Knight, weil der ist wirklich viel besser als Batman begins. Aber dank Iron Man 2 sind im Schnitt die Fortsetzungen wohl wieder ca gleich gut.

Comic:
Im Comic ist Justin Hammer ein alter Milliardär, der auf einer als Eisberg getarnten Festung im Südpolarmeer lebt.

2012 nochmal angeschaut: Diesmal hat er mir mehr gefallen. Tony Stark Selbstzerstörung war an sich doch ok und beinahe verständlich. Auch Justin Hammer ist eigentlich sehr gut gespielt - ein Mann, der mehr sein möchte als ist und sein kann und daran krankt und scheitert. Whiplash funktioniert halt auch beim zweiten Mal ansehen nicht - irgendwer wartet man drauf, dass sein doch eher erratisches Verhalten irgendwie Sinn ergibt, aber außer ineffizient ausgeführter Rache für eingebildetes Unrecht von wem anderen ist da nichts.
Last edited by dejost on 25 Jul 2012, 17:12, edited 2 times in total.

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Post by dejost » 13 Sep 2010, 22:12

TMNT 2007
We are family

Egal, was die Turtles alles waren: Als erstes waren sie ein Comic!

Der erste CGI-Turtles-Film. Eine Fortsetzung der letzten 3 Teile, die Turtles haben sich auseinandergelebt.

Das Gute:
Nett, keine nennenswerte Tiefen, diese Familien-Geschichte funktioniert gut als Story.

Das Schlechte:
CGI Actionszenen kommen imho nicht so gut. Auch sonst keine herausragenden Höhepunkte.

Trivia:
Sara Michelle Gellar (April) und Mako (Splinter) sprechen. Eine Fortsetzung ist angedacht. Es gab auch eine ältere Live-Action-Serie, für die seine einen weiblichen Turtle erfunden haben - einer der beiden Turtle-Erfinder hasst die Figur aber (mittlerweile) glühend.

Comic:
Ich habe nur das erste Comic gelesen. Vom Stil hat es weder mit den Filmen noch mit den Serien zu tun, es ist eine Art bierernste Daredevil-Parodie. Schon mal überlegt, wieso es Foot-Clan heißt? Weil Daredevil damals Ninjas namens "The Hand" bekämpft hat!

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Post by dejost » 28 Nov 2010, 12:36

Flash Gordon 1980

"Savior of the Universe"

Einer der ganz alten Comichelden (1934) ist ua 1980 verfilmt worden (wahrscheinlich die bekannteste Umsetzung),
Flash Gordon, sein Love-Interest Dale und der Wissenschaftler Zarkov reisen auf den Planeten Mongo, der die Erde bedroht um sich mit den unterdrückten Völkern dort zu verbünden und Diktator Ming the Merciless zu besiegen.

Gut:
Ein Sci-Fi-Action-Kracher. Soundtrack von Queen. 2-3 wirklich gute Schmähs. Stellenweise ein bissi campy.

Schlecht:
Die SFX sind ok, reichen aber nicht an Star Wars (3 Jahre älter) heran. Die Kampfszenen sind teilweise eher mau. Die Handlung ist stellenweise zu komprimiert.

Trivia:
Timothy Dalton (Barin), Ornela Muti (Aura) und Max von Sydow (Ming) spielen mit. In einer anderen Verfilmung wird Flash Gordon von jemand namens Gale Gordon gespielt. Verfilmungen und Serien gibt es viele, eine Serie aus dem Jahre 2007 soll recht schlecht sein, ein neuer Film ist in Planung.

Comic:
Ich kenne das Comic nicht, aber der Film scheint das Comic recht komprimiert mit ein paar Kürzungen gut umzusetzen.
Last edited by dejost on 26 May 2011, 21:10, edited 1 time in total.

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Post by dejost » 01 Dec 2010, 10:27

Mystery Men (1999)
"When you learn to balance a tack hammer on your head, you will head off your foes with a balanced attack"

Mystery Men ist so eine Art Superheldenparodie, bevor Superheldenfilme (wieder) populär wurden.
Allerdings ist es auch eine Comicverfilmung, weil es - zumindest etwas - auf Flaming Carrot Comics basiert. Dass es nur etwas darauf basiert, zeigt sich vor allem daran, dass Flaming Carrot im Film nicht vorkommt.

Das Gute: Der Film ist eine wirklich gute Parodie, und auch oft sehr witzig, und dies auch ab und an subtil. Die Kostüme sind teilweise auch sehr gut.
Janeane Garofalo

Das Schlechte: Er hat ein paar Durchänger und ein paar schlechte Witze.
Und dann hat er zwei Stellen, die grauslich sind, die passen überhaupt nicht rein und sind meines Erachtens verzichtbar.

Trivia: Ben Stiller, Hank Azaria, William H. Macy spielen mit. Der Film hat lt wiki Kultstatus. Michael Bay hat einen Gastauftritt. Teile des Films sind im Video zu "All Star" von Smash Mouth.

Comic:
Das Comic war sehr "indie" und erschien von 1984 bis 1993. Wie schon erwähnt, war es mehr Inspiration als Grundlage. Das Comic soll surrealistisch sein und teilweise auch sehr philosophisch. Stellenweise kann man das schon im Film durchscheinen sehen.

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Post by dejost » 08 Jan 2011, 14:02

Isnogud (2005)

"Kalif werden anstelle des Kalifen"

Isnogud hatte seinen Erstauftritt 1962 in einer französischen Zeitschrift. Eine Zeichentrickserie gibt es auch, die meiner Meinung nach schlechter als die Comics aber viel besser als dieser Film ist.

Das Gute:
Bunte, aufwändige Kostüme
tw aufwändige Szenen und Make-Up
einzelne gute Witze

Das Schlechte:
Der Film ist nicht witzig und nicht spannend.
Viele Figuren sind mehr nervig als sonst was, wobei mir nicht ganz klar ist, ob das an den Schauspielern oder am Drehbuch - oder an beiden liegt.
Es gibt ein paar Musicalmomente, aber die Lieder haben mir nicht gefallen und die Choreographie war auch nicht so der Bringer.

Trivia:
Zu Goscinny und de Funès Lebzeiten hätte es einen Film mit dem Letztgenannten als Isnogud geben sollen. Nach dem Tod des Erstgenannten wurde aber nichts aus dem Projekt.

Comic:
Isnogud will Kalif werden anstelle des Kalifen. Tunichgut soll ihm helfen und der Kalif in seiner kindlichen Naivität ist glücklich und bleibt Kalif trotz der abstrusen Pläne des Großwesirs. So ist es im Comic und im Film. Einzelne Charaktere sind wohl für den Film erfunden worden, und ob Pullmankar (oder so ähnlich) genauso wie im Comic ist, weiß ich nicht.
Kurz, das Setting, die Charaktere sind gut übernommen, nur der Schmäh blieb auf der Strecke.
Last edited by dejost on 08 Jun 2012, 21:24, edited 1 time in total.

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Post by dejost » 27 Apr 2011, 09:57

Scott Pilgrim vs The World

"We are Sex Bob-Omb and we are here to make you think about death and get sad and stuff"

Scott Pilgrim lebt in Toronto, hat eine (schlechte) Band namens Sex Bob-Omb und muss die 7 bösen Ex-FreundInnen seiner neuen Freundin besiegen. Klingt absurd, ist es auch. Und genial auch.

Das Gute:
Ich schätze, das wird ein Kultfilm (und zwar zu recht)
Der Film ist wie ein Computerspiel
über weite Strecken witzig, genial und kurzweilig
einige gute Kampfszenen

Das Schlechte:
In der Mitte zieht sich's etwas
Stellenweise zu unreflektiert und jenseitig
Irgendwie habe ich mir mehr von der Musik erwartet

Trivia:
Das Comic ist mehrteilig, aber schon nach dem ersten ging es mit den Filmrechten los.

Comic:
Ich hab nur den Beginn des Comics gelesen. Zwar war die Idee gut, aber irgendwie hat es sich gezogen, bzw ging es im Comic dann irgendwie um anderes. Aber soweit ich es gelesen habe, ist es eine wirklich sehr getreue und gelungene Umsetzung. Stellenweise kommt das Medium Film dem ganzen sogar näher. So vom Querlesen des Wikipedia-Artikels haben sie ein paar gute Szenen aus dem Comic aber gestrichen, sonst wäre es wohl zu lang. Und dass der Kampf gegen die Zwillinge nur mittels (imho nicht so spannender) Musik im Film ist, fand ich eine vertane Chance.

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Post by dejost » 11 May 2011, 08:07

Thor (2011)

"You stand no chance against the Mighty..." [gets tasered, passes out]

Das Gute:
Thor, ein Comic das auf nordischer Mythologie basiert und sie ins heutige USA transferiert, umzusetzen, ohne dass es (sehr) peinlich ist, ist echt eine Leistung - Kostüme, Story, Setting funktioniert alles (mehr oder weniger)
Gute Schauspieler
Nimmt sich in der ersten Hälfte nicht zu ernst
(versuchter) Tiefgang

Das Schlechte:
Irgendwie ist die Romanze off-screen - am Ende stehen sie voll aufeinander, aber wieso bzw wann/ob sie sich verliebt haben, bleibt im Dunkeln
Die ganze Familienaufstellungssache ist zwar gut, aber die Beweggründe der betroffenen Figur sind trotzdem unklar bzw wieso er gerade so einen sehr diffusen Zick-Zack-Plan ausheckt
Mjölnir sieht trotz CGI und was nicht alles durchgehend wie Plastik aus

Trivia:
Tja, wieso ist eigentlich nicht Samuel L. Jackson mehr Auftritte hat, ist unklar. Auch ihm selber. Überhaupt sind sie bei der Besetzung sehr sprunghaft gewesen, der Film war aber auch lange in der Mache.

Comic:
Ich hab nur in paar der Originalcomics gelesen. Da wird Thor auf die Erde verbannt, weil es ihm an Demut fehlt. Allerdings bekommt er dafür eine sterbliche Identität, nämlich die des (hinkenden) Arztes Dr. Donald Blake. Dessen Arzthelferin (Nurse im engl) ist Jane Foster. Erik Selvig gibt's im Comic auch nicht, soweit ich weiß. Also, viel künstlerische Freiheit, aber durchaus vertretbar.

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Post by dejost » 24 Jun 2011, 08:20

X Men - First Class
"Go fuck yourselves" [Wolverine to Magneto and Prof X]

Ein Prequel zu den bisherigen X Men Filmen, welches zur Zeit der Kubakrise spielt und in dem es darum geht, wie Erik Lensherr zu Magneto wird.

Das Gute:
Teilweise gute schauspielerische Leistung, auch Nebenrollen hochkarätig besetzt
viele Cameos (aber keines von Stan Lee)
passt in die Historie
Magneto jagt Nazis

Das Schlechte:
sehr starke Abweichung vom Vorbild
Continuity-Probleme (unter Vorbehalt, siehe eigener Punkt)
maue Action
weil Prequel kommt kaum Spannung auf
manche Motivationen sind unschlüssig (inbsesondere Beast - er hat grade Mal Greiffüße, die man in Schuhen nicht sieht - weswegen er darunter so leidet, wird mir nie klar)
kein Irisch, kein Schottisch, schlechtes Deutsch von Magneto und Shaw

Continuity-Probleme - unter Vorbehalt, weil es soll noch 2 weitere Teile geben, vielleicht biegen sie es dort hin
Ich erwähne jetzt nur die beiden ärgsten:
In X Men Last Stand tritt Moira McTaggert als das auf, was sie im Comic auch ist: eine (jedenfalls nicht über 60 jährige) schottische Wissenschaftlerin. Im Prequel ist sie aber eine CIA-Agentin ohne schottischen Akzent - wie sie das hinbiegen wollen...
Mystique ist Xaviers Adoptivschwester - die haben 10, 20 Jahre zusammen gelebt, aber in X Men sind erstens alle überrascht, dass es eine Gestaltwandlerin wie Mystique gibt, und Mystique versucht Prof X umzubringen, und auch sonst reagieren sie überhaupt nicht aufeinander - das könnten sie natürlich mit einer Runde Mindwipe irgendwie lösen
Sonst gibt es natürlich jede Menge kleinerer Continuity- Fehler, so sieht man in diesem Film eine junge Ororo, aber um 2000 ist sie nicht alt genug um hier schon ~8 zu sein, im ersten X Men Film hat Hank McCoy als ~30 jähriger "normaler" Wissenschafter einen Kurzauftritt usw.

Trivia:
Trotz der vielen Cameos habe ich Stan Lee nicht gesehen.
Beide Hauptdarsteller hatten die Comics vorher nicht gelesen.

Comic:
Wie schon erwähnt, sind die Abweichungen sehr stark. Bis dato war es halt immer so, man hat die Figuren genommen und sie nur anders zusammengesetzt, tw in einer jüngeren/älteren Ausgabe. Aber die Film- Mystique hat mit der Comic- Mystique nur mehr die Superfähigkeit gemein, ähnlich Banshee. Bei Moira McTaggert (siehe auch Continuity) ist überhaupt nur Name und Geschlecht gleich.
Die "echte" X Men First Class war, wie schon erwähnt: Marvelgirl, Cyke, Iceman, Beast und Angel (Warren Worthington III) - immerhin einen haben sie geschafft.
Alex is Cykes jüngerer Bruder - in der Film Continutiy müsste er mindestens 10 Jahre älter sein.
Azazel ist im Comic Nightcrawlers biologischer Vater, Mystique seine Mutter.
usw usf

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Post by dejost » 21 Aug 2011, 21:52

The Rocketeer

Das Gute
Keine besonderen Tiefpunkte
Nazis (Nazis sind natürlich böse, aber sie sind gute Bösewichte)
nettes Setting
Story im Großen und Ganzen ok

Das Schlechte
Fad
Unspektakulär
Nicht spannend
Timothy Dalton und die anderen Nazis können kein richtiges Deutsch
die Mafiosi, sind zunächst voll skrupellos, aber für Nazis wollen sie dann doch nicht arbeiten

Trivia
Die Hauptrolle wurde für 3 Filme verpflichet, sein Romantic Interest aber nur für 2. Keine Ahnung warum, aber da der Film (imho: zu recht) gefloppt ist, gab es keine Fortsetzungen

Comic
Das Comic spielt in den 1940ern, stammt aber aus den 1990ern, mehr weiß ich nicht drüber.

Captain America - The First Avenger
The insanity of the plan makes no difference. Because he can do it!

Das Gute
Die Neuinterpretation von Cpt A ist ok
Schaut ok aus, der Red Skull...
die Nazis sprechen nur Englisch (siehe Rocketeer und X-Men)
ein paar nette Cameos

Das Schlechte
Hauptdarsteller schafft es nicht, die Figur passend bzw gut rüberzubringen
keine speziellen Höhepunkte oder Stärken
für einen Actionfilm sehr maue Action
Aufgrund des Lead-Ins und des generellen Themas kaum spannend
stellenweise macht der Hausverstand Urlaub (er springt - noch ohne Superschild - allein in Feindesland an, befreit ohne auch nur zu versuchen unauffällig zu sein Gefangene, die dann allein ein paar Dutzend km in nur einer Nacht bis zur nächsten Alliereten Basis marschieren...)
...der Red Skull ist sonst aber eher mau gespielt
keine coolen Dialekte, Neal McDonough ist nicht die ideale Besetzung für Dum Dum Dogan

Trivia
Chirs Evans hat in den weiter oben erwähnten FF Filmen Human Torch gespielt.

Comic
Dum Dum Dugan und Gabe Jones sind eigentlich von Fury's Howling Commandos
Last edited by dejost on 23 Dec 2013, 09:36, edited 2 times in total.

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Post by dejost » 13 Sep 2011, 13:31

The Green Lantern

In brightest day, in blackest night,
No evil shall escape my sight
Let those who worship evil's might,
Beware my power... Green Lantern's light!

Das Gute
Solide, konventionelle Comic Verfilmung ohne Tiefpunkte
Das Galaktische Polizei Setting des Green Lantern Corps gibt dem Genre was Neues
Durch den Lead In (Erzähler erklärt, was das Corps ist und wer Paralax ist) vergleichsweise direkter Einstieg
Die Szene, wo sie sinngemäß sagt "Glaubst du ich erkenne dich wegen der Mini-Maske nicht" ist genial, auch sonst ein paar Meta Schmähs ("Der Held krieg immer das Mädchen")

Das Schlechte
Ich glaube, ich werde kein Ryan Reynolds Fan
Keine speziellen Höhepunkte

Comic
Die Grundidee ist recht gut umgesetzt, Paralax hat halt eine etwas andere Hintergrundgeschichte udgl, aber soweit ich das weiß sehr solide.
Hier noch ein paar weitere meiner Green Lantern Oath Favoriten:

(Medphyll, sentient plant)
In forest dark or glade beferned
No blade of grass shall go unturned
Let those who have the daylight spurned
Tread not where this green lamp has burned.


(Rot Lop Fan, sightless)
In loudest din or hush profound
My ears catch evil's slightest sound
Let those who toll out evil's knell
Beware my power, the F-Sharp Bell!


(Alpha Lanterns, internal affairs)
In days of peace, in nights of war
Obey the Laws forever more
Misconduct must be answered for,
Swear us the chosen: The Alpha Corps
!

Trivia
Hat in der Kritik eher abgestunken, aber mir hat er besser gefallen als zB Craptain America, Thor oder First Class

Eigentlich dachte ich ja, dass harald die Kritik schreibt...

edit: Der Film ist auch nach internationalem Release und DVD- Verkauf gefloppt, daher wird es wohl leider keine Fortsetzung geben, während wesentlich schlechtere Werke (zB Wolverine, Ghostrider) schon eine bekommen haben.
Last edited by dejost on 06 Aug 2013, 07:46, edited 1 time in total.

harald
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Post by harald » 13 Sep 2011, 13:52

Bin nicht so der Kritiker und hab den Vergleich zu Captain America auch nicht. :wink:
--Harald
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Post by dejost » 26 Nov 2011, 19:46

Cowboys & Aliens
"I don't know much about boats, but I would say that one's upside down. "

Das Gute
Comicverfilmung nach einer (halbwegs) neuen Idee ohne Tiefpunkte
das mit dem Gold schaut gut aus, auch sonst ein paar gute visuelle Ideen (zB das auf dem Kopf stehende Boot)

Das Schlechte
Das Comic ist viel schlüssiger und auch tiefgängiger (was nicht heißt, dass das Comic überdurchschnittlich viel Tiefgang hat)
keine speziellen Höhepunkte

Comic
Das Comic ist schon wesentlich anders. Einzig der Charakter der Ella hat noch Vorbilder im Comic, alle anderen Hauptfiguren kommen im Comic überhaupt nicht vor, es sind auch alle Namen anders.
Es fängt einmal damit an, dass die Eroberung Amerikas und die Eroberung diverser Planeten einander gegenüber gestellt werden. Dann sieht man Siedler und Indianer kämpfen. Die Aliens kommen und Siedler und Indianer raufen sich zusammen, um die Aliens zu bekämpfen. Daher haben auch Siedler und Indianer gleichen Anteil an der Story, es gibt auch auf bei den Indianern gleich viele Hauptcharaktere, außerdem ist ein Teil der Story aus Sicht der Aliens, die sich aus mehreren Rassen zusammensetzen (davon einige Unterworfene, so wie Ra Chak Kai (im Film Ella)). Außerdem geben die Aliens ihre Technologie nicht her, sondern die Erdlinge erobern sie und gewinnen nicht zuletzt deswegen, weil sie diese adaptieren bzw damit improvisieren. Da die Charaktere andere sind, ist auch das Ende anders.
Unterm Strich war das Comic gut, aber nicht außergewöhnlich, meiner Meinung nach aber deutlich besser als der Film.

Trivia
Es hat ein gutes Dutzend Drehbuchautoren Entwürfe geschrieben, was wohl ein Grund ist, wieso es mit der Comic-Vorlage nur mehr die grundlegende Idee gemein hat.
Einer dieser Autoren war David Hayter, der (mir) als die englische Stimme von Solid und Naked Snake bekannt ist (Liquid Snake war er glaube ich nicht).

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Post by dejost » 05 May 2012, 09:23

Avengers (2012)

"Earth's mightiest heroes, that kind of thing." "Assemble"

Ich sag's gleich vorab, das ist wahrscheinlich mein Lieblingsfilm bisher von allen auf dieser Liste. Wahrschenlich ist objektiv gesehen Dark Knight etwas besser.

Das Gute
solider Film, keine (nennenswerten) Längen, Story macht Sinn, gute Schmähs, gute SFX und Action, nicht zu seicht
alle Avengers haben einen fairen Anteil an der Story, es wird auf keinen zu sehr fokussiert (Anm: Laut IMDB wird es einen Extended Cut geben, in dem Cpt A viel Platz bekommt)
die anderen Franchises werden eingebunden - Kurzauftritt Paltrow aus Ironman 1 & 2, von der Natalie Portman gibt's immerhin ein Bild und eine Erwähnung, Cpt A ringt damit, dass er fast 100 ist etc
die Avengers als Team funktionieren auch gut - im Comic ist oft das Problem, dass quasi gottgleiche Charaktere mit sportlichen Normalos Seite an Seite kämpfen, hier zB Thor/Hulk und Black Widow, aber es ist echt so gelöst, dass es passt

Das Schlechte
also wenn's sein muss, irgendwas findet man schon:
Mark Ruffalo spielt wirklich gut und ist eine gute Vorlage für den Hulk, für Bruce Banner ist er nicht unbedingt der Typ
Chris Evans wiederum ist durchaus der Typ für Captain America, schauspielerisch bringt er ihn aber (genauso wie im Cpt A Film) nicht rüber - er hat einfach besser als Human Torsch gepasst
die Szene wo sie (wirklich gut und durchdacht) streiten, es ist etwas zu sehr "Schwamm drüber" gelöst
das Ende ist etwas zu sehr Deus Ex Machina

Comic
Die Original- Avengers waren Ironman, Thor, Hulk, Wasp und Ant-Man(=Henry Pym). Der Anlass ihrer Gründung war durchaus ein (anderer) Plan Lokis.
Cpt America wird erst in Avengers #4 aufgetaut, aber ist fast ein Gründungsmitglied. Nick Fury bzw Shield haben mit den Avengers am Anfang nix zu tun.
Sonst kann ich auf die Comic-Ausführungen zu den einzenen Filmen verweisen.

Trivia
Joss Whedon hätte bei X-Men Regie führen sollen und hat auch ein Script dafür geschrieben (von dem nur 2 Zeilen verwendet wurden, sagt IMDB - meine Vermutung ist, es war die folgende Stelle "What happens to a toad when struck by lightning? The same as to everything else"). X-Men war schon sehr gut, aber mit Whedon wäre es vielleicht noch besser gewesen...
viele Academy Award Nominees - aber Dark Knight Rises wird mit der Dichte an Oscarpreisträgerinnen alles schlagen.
Ein Ant-Man Film war angekündigt, habe aber dann nix mehr davon gehört. Zu den akutellen Avengers zählen ja Spidey und Wolvie, da gibt's aber derzeit Lizenzprobleme.
Last edited by dejost on 06 Jun 2013, 15:22, edited 1 time in total.

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Post by dejost » 08 Jun 2012, 21:41

Ghost Rider: Spirit of Vengeance
hätte nicht gedacht, dass der so schlecht ist: "this film makes the first look like The Dark Knight in comparison"

Das Gute:
Anthony Head (Giles aus Buffy) hat eine Minirolle
Er hat keine speziell schlechten Stellen
Coole Visuals wenn Ghostie ein neues Gefährt ausprobiert
ein paar Red Herrings (sind aber eventuell unabsichtlich)

Das Schlechte:
er ist einfach nicht gut, lustig, schlüssig, interessant...
Da Ghostrider jetzt auch plötzlich mehr oder weniger unverwundbar ist, ist er auch überhaupt nicht spannend

Comic:
Ich vermute, der hat mit dem Comic noch weniger zu tun als der erste.
Blackout zB hat mit dem im Comic genau nix zu tun

Trivia:
Der Film ist im Endeffekt ein (missglückter) Reboot: Die Ursprungsgeschichte ist noch ähnlich - nur Cage ist gleich, alles andere ist anders; keine Roxanne, Mephisto, nur mehr entfernt ähnliche Superkräfte inklusive Hellbike, plötzlich hat er Kontrollprobleme, schaut anders aus etc etc.
Eva Mendes hat eine Rolle abgelehnt, ich verstehe wieso.
Nur der letzte Twilight-Film hat dieses Machwerk davor bewahrt, bei den Razzies abzuräumen.

Wenn man bedenkt, dass Generation X (s.o.) für das TV war, macht er dem schon fast den letzten Platz streitig.
Last edited by dejost on 25 Nov 2013, 13:19, edited 1 time in total.

dejost (ungecloggt)

Post by dejost (ungecloggt) » 06 Jul 2012, 11:46

Largo Winch - Tödliches Erbe

Largo Winch war zwar ursprünglich eine Buchserie (die laut Wiki auch recht org war), der Erfolg hat sich aber erst mit den Comics eingestellt, die auch etwas anders waren. Der Film basiert (nur) auf den Comics, daher passt er hier ein.

Largo Winch ist ein modernes Märchen: Waisenknabe wird (durch Adoption) zum Prinzen (Erben eines Multimilliardärs). Der König (Multimilliardär) hält den Prinzen geheim, als der König stirbt, muss der Prinz um sein Königreich (den Konzern und das Vermögen) kämpfen.

Das Gute:
der Film ist im großen und ganzen ok
Halbwegs gute Wechsel von Rückblick und Gegenwart, von Wirtschaftsfachjargon zu Verfolgungsjagd und Schießerei
Ein paar gute (wenngleich nicht eminativ überraschende) Plottwists

Das Schlechte:
es bleibt unklar, ob Largo der Held oder der Antiheld sein soll, aber nicht weil er halt so komplex/mehrschichtig ist, sondern weil nicht ganz klar ist, was Regisseur/Drehbuchautor/Darsteller von/mit der Figur wollen
der größte Plottwist ist so vorhersehbar, dass es nervt dass er so spät kommt

Comic:
kenne ich nicht

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Post by dejost » 14 Jul 2012, 00:01

The Amazing Spiderman
kommt mir irgendwie alles sehr bekannt vor...

Der Film ist ein Reboot, also noch mal Spidey ganz von vorne nach ca 10 Jahren.

Das Gute
Die Stacys, Uncle Ben und sogar Flash sind gut besetzt und gespielt, auch Sally Field ist eine gute Aunt May
Lizard ist ok
Netzschwingen, noch etwas cooler als in den früheren Teilen und auch sonst ein paar gute Effekte

Das Schlechte
Garfield ist zwar keine schlechte Besetzung für Peter Parker, aber er will's irgendwie zwingen
der Film ist streckenweise recht bierernst (bis auf die eine Szene mit dem Autodieb)
Der Film versucht krampfhaft alles anders zu machen als der Spiderman aus 2002, aber da es immer noch Spiderman bleiben soll, scheitert er daran und bleibt nicht mehr als ein Remake, dass nichts Neues dazu gibt
Ein paar dümmliche Sachen sind drinnen - Spiderman wird am Bein verletzt, kann plötzlich nicht mehr schwingen, dann eine - ebenso dämliche - dea ex machina und im Endkampf 1min später kann er plötzlich wieder laufen
bissl zu sehr open ended

Trivia
Eigentlich wollten sie ja Spidey 4 machen (obwohl 3 schon sehr mau war), aber irgendwie ist ihnen nix g'scheites eingefallen, und da sind dann Raimi und Maguire abgesprungen und das ist rausgekommen
Stan Lee hat sein Cameo

Comic
Lizard entspricht recht gut dem Comic, ebenso die Stacys und Flash
Endlich hat Spidey Webshooter - so wie's sein soll
Im Comic reißt Spidey mehr Sprüche, ohne dass die Ernsthaftigkeit der Story Schaden nimmt - in dem Film haben sie das nicht mal versucht


Hätte es den Spiderman 2002 nicht gegeben (oder wäre dieser schlecht gewesen), würde mir der Film sicher besser gefallen. Aber so, mit diesem Vergleich als Ballast, ist der einfach nur mäßig
Nachtrag: Dieses Youtube- Video bringt es auf den Punkt.
Last edited by dejost on 05 Apr 2013, 23:31, edited 1 time in total.

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Post by dejost » 28 Jul 2012, 21:44

The Dark Knight Rises
Catwoman: You don't owe these people any more! You've given them everything!
Batman: Not everything. Not yet.

Das Gute
ein würdiges Ende, so mancher Kreis schließt sich
keine speziellen Tiefpunkte
Cameo von Cilian Murphy als Scarecrow
etwas Kapitalismus- und Gesellschaftskritik

Das Schlechte
es zieht sich etwas
einer der großen Plottwists am Ende fetzt nicht so ganz
ein paar Unschlüssigkeiten, zb haben sie zunächst Monate Zeit, dann muss alles ganz schnell gehen
Catwoman, auch wenn gut gespielt, funktioniert nicht optimal

Comic
Bane hat mit dem Comic- Bane wenig zu tun - im Comic wird er durch Experimente mit Gift extrem stark
Der Plottwist-Character ist im Comic auch ganz anders
Der Knightfall- Story- Arc ist sehr schön eingebunden.

Trivia
"Anne Hathaway has revealed that during her audition, she thought that she was auditioning for Harley Quinn."
http://en.wikipedia.org/wiki/2012_Aurora_shooting

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Post by dejost » 28 Jul 2012, 22:31

Astroboy (2009)

Astroboy ist ursprünglich ein Manga gewesen, und zwar jenes, welches den Mangastil mehr oder minder begründet hat.

Das Gute
nett
kindgerecht
ein paar recht gute Schmähs, und auch die Polit-Anspielungen sind gut

Das Schlechte
Denke nicht, dass Erwachsene Zielgruppe waren

Trivia
N. Cage spricht Astro Boys Erbauer in der englischen Version
Walt Disney und Osamu Tezuka haben mal über eine Astro Boy Kooperation in den 1960ern geredet, wurde aber nix draus.

Manga
Ich hab keines gelesen.
Laut Wiki hat Astro im Comic auch Roboter- Eltern und -Geschwister

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Post by dejost » 06 Jan 2013, 14:32

Dredd (2012)

In einer dystopischen Megametropole wird der letzte Rest von Ordnung nur durch Judges - also so eine Art Elitepolizei die zugleich Jury und Henker ist - aufrecht erhalten.

Das Gute
solide Comicverfilmung
Dredd nimmt seinen Helm nie ab
Saving the world - One block at a time (was ich damit meine: Den ganzen Film machen sie nicht mehr als eine Drogendealergang in einem (vertikalen) Stadtteil bekämpfen. Es muss nicht gleich die Welt gerettet werden, und der Film funktioniert gut).

Das Schlechte
Karl Urban als Dredd hat keine sonderliche schauspielerische Herausforderung vorgefunden

Trivia
Der Film ist ziemlich brutal - Leute werden in Nahaufnahme in Zeitlupe erschossen udgl. Wobei, wenn man bedenkt dass die Oberböse eine entstellte Ex-Prostituierte-Drogendealerin ist, die deswegen so erfolgreich ist, weil sie so brutal ist und dass die Comics auch ziemlich arg sind, ist es noch vergleichsweise harmlos.

Comic
habe nur in ein paar kurz reingeschaut. Das ganze Setting ist jedenfalls recht gut getroffen, ob Judge Anderson am Anfang auch so ist, weiß ich nicht, aber es passt dazu. Und wie erwähnt, auch Comics sind brutal.

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Post by dejost » 29 Apr 2013, 13:14

Iron Man - Rise of Technovore

Das war ein Animationsfilm, den ich ziemlich schlecht fand und zu dem ich auch gar nicht mehr sagen möchte.

Justice League - Doom

Ebenso ein Animationsfilm, eigentlich von der Idee nicht schlecht, technische Ausführung ok, aber es kam nie wirklich Spannung auf.

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Post by dejost » 06 May 2013, 09:00

Iron Man 3
"I'm just a man in a can"
"What do you mean, read-whaoaaaaaaa"

Das Gute:
Übernimmt ein paar gute Dinge der früheren Teile: Gwyneth Paltrow, Don Cheadle, Ironman nimmt sich selbst nicht sehr ernst
Ben Kingsley
2 sehr gute Plottwists
witzige Postcredit-Szene

Das Schlechte:
ab der Mitte wird der Film völlig inkonsistent, wann ihm welche Ressourcen (wieso/nicht) zur Verfügung stehen - insbesondere die letzten Szenen werden dadurch blödsinnig
hatte mir von AIM als Schurken deutlich mehr erwartet

Trivia:
"The love triangle in this movie is really between Tony, Pepper and the suits"
Tony Stark will return (in Avengers 2 siehe unten und ev in Ironman 4)

Comics:
Mandarin, Extremis und die beiden Wissenschafter sind im Comic sehr anders, die Filmstory funktioniert aber diesbezüglich gut

Resümee:
Ähnlich wie Teil 2: Ein an sich solider bis guter Film hat einfach ein schlechtes Element, welches den ganzen Film runterzieht.

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Post by dejost » 06 May 2013, 09:31

G.I. Joe: Retaliation
"The world ain't saving itself!"

Das Gute:
Solider Actionkracher
clevere Abrüstungsszene

Das Schlechte:
Keine herausragenden Qualitäten

Trivia:
hat doch Kontinuitäten zum ersten Teil, die sind mir aber nicht aufgefallen (habe mich an den ersten auch nicht sehr erinnert)

Comic:
Wen man bedenkt, dass das Comic eigentlich dazu da war, Spielzeug zu verkaufen, ist der darauf basierende Film ganz ok.

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Post by dejost » 07 Nov 2013, 08:37

Man of Steel
Kneel before another Reboot.

Vorne weg, ich tu mir immer sehr schwer mit dem S-Man: Unverwundbar usw, das ist halt einfach fad. Die Comics kenne ich deswegen auch kaum. Der Film ist überhaupt schon wieder ein Reboot, der (bewusst?) weniger Anleihen nimmt.
Smallville (die TV-Serie über den jungen Superman mit 10-Staffeln) war ja bis zur Besetzungsliste voller Anspielungen, der weiter oben besprochene Film Superman Returns war ja auch wirklich sehr Fanservice - bei dem sind mir beim Schauen die wenigen Anspielungen gar nicht aufgefallen.

Das Gute
Der Film ist jetzt schon halbwegs solide, konsistent, keine schweren Mängel
Pa Kent ist bis zur letzten Konsequenz konsequent
gute Actionszenen

Das Schlechte
Irgendwie wird's nie wirklich spannend

Trivia
4 DarstellerInnen hatten kurze Auftritte in Smallville, insbesondere auch Amy Adams, die schon mehrmals für Lois Lane vorgesprochen hat. Ein Darsteller hat etwas länger in Smallville mitgespielt. (Aber wie gesagt, wenn man gewollt hätte, hätte man durchaus irgendwo auf einer Parkbank 5 der Hauptdarsteller von Smallville sitzen haben können oder sowas).
Wie schon erwähnt, viele Anleihen hat man - wohl bewusst - nicht gemacht: Kein "Kneel before Zod", kein "Is it a bird?" usw. Auch die bisherige Superman-Titelmusik wurde nicht verwendet.
Dafür sind diverse Flugeinstellungen Hommagen an frühere Filme (siehe auch zu Comics). Außerdem soll am Anfang die Botschaft von Zod auch auf Klingonisch zu hören sein.
Ben Affleck wollte nicht Regie führen, dafür wird er Batman im nächsten Film sein (was wohl schlimmer wäre?)

Comics
Laut wiki basiert der Film im Wesentlichen auf Superman: Birthright.
Ein paar Anspielungen sind trotzdem drinnen auch wenn sie mir nicht aufgefallen sind zB soll es irgendwann ein Poster zu sehen geben "KEEP CALM AND CALL BATMAN", auf einem Satelliten soll "Wayne Enterprise" zu sehen sein, die Weltmaschine soll irgendwie wie Brainiac aussehen und als er das erste Mal fliegt springt er nur, so wie in den 1930er Comics.

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Post by dejost » 11 Dec 2013, 12:55

The Wolverine
A lot of people have tried to kill me... and I'm still here.

Das Gute
hatte erwartet, dass er viel schlechter ist
keine besonderen Schwächen
westlicher Film, der überwiegend in Japan spielt

Das Schlechte
hat keine besonderen Stärken
irgendwie nicht sonderlich spannend
die Kampfszenen sind überwiegend mau
Viper ist völlig uninteressant

Comics
Yukio ist ein Adrenalinjunkie und keine Hellseherin
Silver Samurai ist wer anderer und außerdem selbst ein Mutant. Die Hintergrundgeschichte ist dementsprechend auch anders.
Mariko hat einen anderen Background.
Der Filmcharakter Viper hat mit dem Comiccharacter Viper nur Name und Geschlecht gemein, sonst wirklich gar nix.

Trivia
Jackman hat sich bei The Rock Tips geholt, wie er sich die Muskeln für die Rolle antrainiert

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Post by dejost » 11 Feb 2014, 14:38

Thor: The Dark World
There is nothing more reassuring than knowing that the world is crazier than you are.

Das Gute:
wie zuletzt: Sie schaffen es, einen soliden Thorfilm zu machen, ohne dass es peinlich wird
Gute Schauspieler
gute Hammerkampf/-flugszenen
gute Plottwists, auch wenn teilweise vorhersebar

Das Schlechte:
Loki! Er ist gut gespielt, aber der mittlerweile dritte Film, wo er eine tragende Rolle spielt
trotz allem so richtig fetzen tut der Film nicht

Trivia:
Kat Dennings ist typecast.
Zachary Levy hätte Fandral im ersten Teil spielen sollen, wurde aber kurzfristig wegen Terminproblemen (Chuck) von Josh Dallas ersetzt. Der hätte auch im zweiten Teil wieder die Rolle spielen sollen, wurde aber kurzfristig von Zachary Levy wegen Terminproblemen (Once Upon a time) ersetzt.
Der Film heißt im Original The Dark World, auf Deutsch (!) ernsthaft (!!) The Dark Kingdom (!!!) wobei es auch gar kein dunkles Königreich im Film gibt.

Comic:
siehe zum ersten Teil
In den Comics tötet Thor seinen Großvater, im Film zerstört er eine Statue von ihm.
Malekith ist eine Figur aus dem Comic.

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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 23 Jun 2014, 13:05

Spawn (1997)
Bad crispy! Bad crispy! Clown not like.

Spawn wurde 1992 von Todd McFarlane erschaffen, er ist ein getöteter CIA-Auftragskiller, der jetzt mit dämonischen Kräften irgendwie zwischen Himmel und Hölle pendelt und irgendwelchen anderen Dämonen einen in die Fresse gibt.

Das Gute:
Für die 1990er waren die Special Effects vermutlich gut
John Leguizamo als dauerplappernder Violator werden vielleicht manche witzig finden - ich fand ihn nur erträglich

Das Schlechte:
Irgendwie ist das ganze weder lustig, spannend, tiefgreifend oder sonst irgendwie interessant
(In manchen Listen der schlechtesten Comicverfilmungen ist der ganz vorne dabei)

Comics:
Ich kenne die Comics nicht, aber sie scheinen die wesentlichen Elemente des Comics in einen Film verpackt zu haben. Das Comic begann 1992 und läuft noch heute.

Trivia:
Der erste Film mit einem schwarzen Superhelden in der Hauptrolle (der einzige schwarze Superheld mit Hauptrolle, der mir überhaupt noch einfällt, wäre Blade. Edit: Jemand hat mich auf Catwoman hingewiesen, die ist zwar keine schwarze Superheldin, wurde aber im Film von Oscar-Preisträgerin (und Storm-Darstellerin) Halle Berry gespielt)
Im Comic wird Spawn von einem Charakter namens Chapel getötet, aus Lizenzgründen wird er im Film von Priest getötet. (im Comic gibt's dann irgendwann ein Retconning)
Es war die letzte Rolle von Nicol Williamson - für jemanden der "the greatest actor since Marlon Brando" war, wäre eine andere letzte Rolle vielleicht anstrebenswerter gewesen, aber wer plant schon seine letzte Rolle?
Eine Sequel ist seit langem passenderweise in Develeopment Hell.

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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 04 Aug 2014, 08:33

Captain America: The Wintersoldier
"How do we tell the good guys from the bad guys?" - "If they're shooting at you, they're bad!"

Das Gute:
Der Überwachungsstaat konsequent zu Ende gedacht - allein für die gute Ausführung dieser Idee kann man den Film nicht genug loben
Klar der beste Cpt A Film
einige gute Actionszenen
Falcon
ebenso die Idee, eine Organisation in einer anderen zu verstecken, ist super

Anmerkungen zu Grenzfällen:
Chris Evans ist immer noch keine Idealbesetzung für Cpt A, aber diesmal stört es nicht
Robert Redford spielt seine Rolle zwar sehr gut, aber irgendwie ist da nicht viel da, um was draus zu machen. Dass er die Rolle bekommen hat nimmt aber gleich einen großen Plottwist vorweg

Das Schlechte:
Wie sie neue Erkenntnisse finden und die Verstecke und Geheimnisse etc erkennen, ist teilweise echt an den Haaren herbeigezogen
Auch teilweise die Reaktionen der Bösen auf die Aktionen der Guten ist unschlüssig
Neue Superkräfte: Stürze aus großen Höhen ohne Verletzung überleben und tausenden von Kugeln pro Minute durch Laufen ausweichen
Wieso heißt der Film "Wintersoldier" - ok, er kommt vor, aber weder ist er ein zentrales Element noch kommt seine Story zu irgendeinem Ende. Man hätte den Winter Soldier durch irgendeinen generischeren Schurken ersetzen sollen, und dafür die anderen Unsinnigkeiten ausbügeln können. Oder halt die Cpt/Bucky-Geschichte weniger generisch abhandeln.

Comic:
Falcon ist einer der ersten schwarzen Superhelden (der erste Afro-Amerikaner und einer der ersten, der nicht "Black" im Namen hat), hat aber eine andere Hintergrundgeschichte
ich kenne zwar A. Pierce nicht aus den Comics, aber dort scheint er nur ein wenig spezieller Supportcharakter für N. Fury zu sein
Winter Soldier - soweit seine Story im Film vorkommt, entspricht sie dem Comic
es sind wahrscheinlich noch viel mehr Comic-Anspielungen drinnen, die ich gar nicht mitbekommen habe

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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 11 Aug 2014, 08:08

The Amazing Spiderman 2

Der Film hat es bei mir deswegen besonders schwer, weil ich mir nach der ersten halben Stunde oder so dachte "hey, der wird endlich richtig gut". Und dann ist er es nicht geworden, und ich war halt viel mehr enttäuscht, als hätte ich so geringe Erwartungen gehabt wi zB an Wolverine. Objektiv bewertet ist der Film wohl schon Mittelmaß mit einer sehr guten Besetzung.

Das Gute

wie zuletzt sehr gute Besetzung: Gwen, Aunt May, nunmehr auch Dane DeHaan als Osborn
Garfield bringt den Peter Parker diesmal wesentlich weniger nervig
der (wenn ich mich nicht täusche) erste Film, in dem Spiderman endlich eines seiner Markenzeichen macht: Sprücheklopfen beim Kämpfen - ich habe immer vermutet, sie haben das gelassen, weil sie's nicht gut umsetzen können, aber es hat wirklich gut funktioniert.

Das Schlechte
es ist zwar weniger Remake-Ballast, aber immer noch zu viel: Ich vermute Gwen stirbt und Goblin lebt, weil im "Original" MJ lebt und Goblin stirbt
Das Zick-Zack zwischen Gwen & Peter ist zwar verständlich, aber zu sehr ausgewalzt
Elektro ist zwar gut gespielt und auch von der "inneren" Seite sehr gut, aber irgendwie als Gegner funktioniert er nicht, die Kämpfe sind so unschlüssig und wie sie ihn dann besiegen... gähn und hä in einem
die Musik ist bei vielen Szenen sehr schlecht ausgewählt
wie er das Geheimlabor findet ist so sehr an den Haaren herbeigezogen, dass ich mir überlegt habe, ob es das Wort "sehrst" gibt
sehr viele verschiedene Handlungsstränge, die sich gegenseitig behindern und von den zu viele gar nicht oder unzufriedenstellend enden

Trivia

Emma Stone und Andrew Garfield sind seit 2011 liiert - im Film hat deren gemeinsamer Hund sogar eine Mini-Rolle
Stan Lee hat sein Cameo, aber sicher nicht sein bestes
ein paar sehr arge Szenen - inklusive einer Variante wo der Goblin Gwen eigenhändig umbringt - sind dem PG 13 Rating zum Opfer gefallen
Emma Stone hat für 2 weitere Film unterschrieben (?)
Der Regisseur heißt Webb

Comic

Es gibt viel nettes Name/Visual Dropping im Film: Vulture- Flügel, Doc Ock- Arme, Felicia Harding, Smythe, das "Spiderman"-Thema ist Peters Klingelton, Peter sagt JJJ zahlt fair "for 1961" (da erschien Amazing Fantasy #15)
Folgende Anspielungen sind mir entgangen: Es soll irgendwo das Shocker-Kostüm zu sehen geben, die beiden interviewten Nerds referieren das erste Comic mit Electro, irgendwann schaut der Himmel aus wie Mysterio
Dr. Kafka ist im Comic eine Psychologin, die Superkriminelle behandelt, kein psychopathischer Forscher
Electro ist im Comic nur ein einfacher Elektriker, der aber ähnliche innere Konflikte hat (bis auf die Faszination für Spiderman)
Gwen stirbt ziemlich ähnlich im Comic - zwar fällt sie von einer Brücke (von der von der MJ im älteren Film fällt), aber Spidey "webt" sie zu spät und ihr Genick bricht dabei - im Film konnten sie das nicht so gut machen, deswegen schlägt sie am Boden auf (wobei es schon so aussieht, als ob ihr Genick dabei bricht - arge Szene)

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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 19 Aug 2014, 09:26

Adèle und das Geheimnis des Pharaos (2010)
Originaltitel: Les Aventures extraordinaires d’Adèle Blanc-Sec

Mit französischen Comics, die ich gar nicht kenne, tue ich mir ziemlich schwer.

Das Gute:
mal was anderes
ein paar gute Schmähs und gute Szenen

Das Schlechte:
irgendwie sehr viel verschiedenes durcheinandergewürfelt, aber laut Wiki hat das Comic eine "komplex konstruierte Erzählung, die sich häufig erst nach mehrfachem Lesen erschließen", also liegt's vielleicht an mir
aber deswegen kommt mehr Verwirrung als Spannung auf

Comic:
Wie erwähnt, ich kenne das Comic (noch) nicht, aber laut Wiki sind auch die Comics voller Monster, Dinosauriern, Okkultisten, Mumien usw

Trivia:
Der Mann hinter dem Comic, Tardi lässt die Figur Simon Flageolet im 2. Band sagen: „Seltsame Geschichte! Taugt nicht einmal für einen schlechten Roman… Zu kompliziert! Man würde nichts verstehen…“
Die Kritiken waren eher gut, die Kosten hat er eingespielt, aber nicht viel Gewinn gemacht.

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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 02 Sep 2014, 08:17

Guardians of the Galaxy
"Why would you want to save the galaxy? - "Because I'm one of the idiots who lives in it!"
"No one's blowing up moons."

Als "Star Trek" und "Star Wars" einer neuen Generation wurde der Film schon bezeichnet, beim Publikum war der Film äußerst erfolgreich, daher auch kommerziell, die Kritiken waren von durchschnittlich bis sehr gut.

Das Gute
Gute Action, gute Visuals
durchgehend witzig - und größtenteils ist der Humor auch ziemlich gut
schafft aber auch ab und zu ernste Momente
zumindest ab der zweiten Hälfte des Films funktioniert das Team sehr gut
Rocket Racoon & Groot

Das Schlechte
also die Story ist eigentlich nicht so der Hammer, und gleitet stellenweise ins Unsinnige ab
ab und an wird es humor- und geschmackmäßig schon etwas jenseitig
für mich funktioniert diese Anti-Heldennummer in dem Ausmaß nicht

Sonstiges
Mit Djimon Hounsou und Glenn Close gibt es 2 mehrfach oscarnominierte Darsteller, die relativ generische und wenig tragende Rollen spielen, die auch schauspielerisch nicht so herausfordernd sind.
Ähnlich bei Benicio del Toro, der hat zwar einen Oscar bekommen, aber auch seine Rolle ist ziemlich klein und schauspielerisch nicht so schwierig.

Trivia
Vin Diesel hat "I am Groot" für alle Sprachen, in denen der Film in die Kinos kam gesprochen (sonst hätte er wirklich wenig zu tun gehabt)
Hounsou hat ursprünglich für Drax vorgesprochen, aber der Wrestler Bautista hat die Rolle bekommen (und sie auch sehr gut gespielt) und Hounsou den Bösen

Comic
Die Guardians of the Galaxy - Comics waren mir zu blöd, habe nur 2 gelesen. Lediglich an Rocket kann ich mich erinnern, der ist auch im Comic ein Waschbär mit Knarren, Bomben und taktischem Geschick
Groot kann in im Comic kein Licht machen

Resümee
Er hat mir schon ganz gut gefallen, dem Hype wurde er - erwartungsgemäß - nicht gerecht.
Allerdings, wenn das das neue "Star Wars/Trek" ist, was sagt das über die heutige Zeit aus, wenn hier eigentlich Charaktere die Galaxie retten, die im Wesentlich nur über einen in Extremfällen funktionierenden Moralkompass verfügen?

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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 17 Oct 2014, 09:25

X-Men: Days of Future Past
"Power ist back on"

Das Gute
"to defend a world that hates and fears them" auch dieses Mal sehr gut umgesetzt
Quicksilver
Minirollen für ua Blink, Sunspot, Warpath, Rogue, Collossus ua, Quicksilver weist darauf hin, dass Magneto (zumindest im Comic) sein Vater ist
bringt die Continuity gut zusammen und ebnet das Feld für weitere, gute X-Men Filme (die ziemlich unabhängig von den bisherigen sein können)

Das Schlechte
ein bissi mehr Action, Tempo und/oder Spannung hätte dem Film stellenweise nicht geschadet
die Zukunft ist schon sehr brutal
der Film ist etwas zu bierernst
Zeitreisen (außerhalb von Filmen, die sich nur um's Zeitreisen drehen) sind immer nur Unoriginalität auf seiten der Schreiber

Sonstiges
Neue Continuity Probleme? Toad - sieht nur anders aus. Quicksilver - ist in Cpt America 2 nicht 40 Jahre älter (Anm: Das sind Lizenzprobleme, die haben sozusagen 2 verschiedene Quicksilverlizenzen an konkurrierende Studios verkauft)
Sie erklären nie, wie Prof X zurückkommt (wobei er ja am Ende von Wolverine zurückkommt, also eine Schwäche von Wolverine)
offensichtlich muss für einen guten X-Men Film Bryan Singer Regie führen
Kommerziell der erfolgreichste X-Men Film bisher
kam in der Kritik sehr gut weg

Trivia
Kitty Pride wurde bis jetzt von 3 Personen gespielt, wobei sie in den ersten beiden Filmen nur eine Minirolle hatte, vom 3. Teil an Ellen Page
"X-Men comic-book writers Len Wein and Chris Claremont appear as United States congressmen" (wiki), Chris Claremont hat das Comic gemacht, von dem Grundidee und Titel sind. Stan Lee hat kein Cameo, der Wolverine-Erfinder hat ein Cameo abgelehnt, weil er die Filme nicht mag.
Fan Bingbing (Blink) hat für 5 (!) X-Men Filme unterschrieben
Juggernaut hätte in den Film vorkommen sollen (zur Erinnerung, im Comic ist er der (Nicht-Mutant) Halbbruder von Xavier, in der Filmserie ist er aber nur irgendein Mutant)
Hale Berry war schwanger, weswegen ihre Rolle verkleinert wurde
"This film ties a record previously held by The Dark Knight Rises (2012) for the most Academy Award-nominated actors in a single comic book movie. While The Dark Knight Rises (2012) starred seven nominees with an additional nominee appearing via archive footage (eight in total), this film features eight: Halle Berry, Michael Fassbender, Hugh Jackman, Jennifer Lawrence, Michael Lerner, Ian McKellen, Ellen Page and Anna Paquin" (imdb)
Rogue hätte eigentlich eine größere Rolle ua in der Zukunft haben sollen, die wurde sogar (tw?) gedreht, aber dann geschnitten

Comic
In der Original Days of Future Past Story reist Kitty Pryde in die Vergangenheit (und diese ist die Gegenwart des Comics, also die 1980er, zurück schickt sie die Leute im Comic aus 2013, also dem Jahr wo sie mit dem Film begonnen haben, im Film schickt sie sie aus 2023)
Kitty Pride kann im Comic nicht "time phasen", Beast verwandelt sich nicht hin und her (schon in der Zeichentrickserie X Men Evolution)
Bolivar Trask ist normal groß, und er hat eigentlich einen Mutanten-Sohn, aber diesen Aspekt haben sie schon in X2 für Stryker verwendet
stellenweise auch von Age of Apocalypse beeinflusst "Life out of death"
Irgendwann vibriert Quicksilver - das ist eigentlich eine Superfähigkeit von The Flash, dem Speedster aus den DC Comics

Resümee
von ein paar Längen abgesehen ein sehr guter Film

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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 11 Nov 2014, 16:13

Teenage Mutant Ninja Turtles (2014)
"Ninja Mutant Turtle Teenagers?" - "When you put it like that, it sounds ridiculous!"

Egal, was die Turtles alles waren: Als erstes waren sie ein Comic und ich - weiß auch nicht wieso - mag sie irgendwie.
Und jetzt - so wie es derzeit in ist - gibt's einen Reboot.

Das Gute
grundsätzlich ist es ein ganz passable Neukonzeptionierung der Turtles (mit einigen Schwächen)
es sind ein Haufen guter Gegenwartskultur-Schmähs drinnen
die Turtles nehmen sich selbst nicht zu ernst und dadurch wird es teilweise ganz witzig

Das Schlechte
einige Aspekte der Neuerfindung sind hingegen wirklich dämlich: Splinter ist eine mutierte Ratte, die auch noch gleichzeitig mit den Turtles mutiert ist und ihnen Ninjutsu aus einem Buch (!) beigebracht hat - wieso ist er dann der Vater und nicht irgendwer anders? Und wenn man aus einem Buch Ninjutsu lernen kann, wieso machen es nicht alle?
die meisten Actionszenen sind wirklich unsinnig - zB gibt's eine Szene auf einer Schneefahrbahn, und auf der können gleichzeitig schwere LKWs fahren und steuern, und die Turtles können gleichzeitig im Schnee rutschen, ohne sich was zu tun
Ich weiß schon, "needs more conflict" sagt sicherlich jeder Script Consultant, aber die dauernde Streiterei zwischen Raph und Leo fängt rasch an zu nerven (wird aber wenigstens am Ende gut aufgelöst), auch Donnie ist irgendwie unrund

Sonstig
ist in der Kritik schlecht weggekommen, hat aber so viel abgecasht, dass ein Sequel schon in Aussicht ist, viele der DarstellerInnen haben schon für 3 Filme unterschrieben
Michael Bay hat nur produziert, aber ich finde es trotzdem wie einen ziemlich typischen Michael-Bay-Film

Trivia
April's (Megan Fox) line "Aliens? No, that's stupid!" while discussing the Turtles, is a reference to a much-maligned and ultimately discarded, proposed early story-line that had the Turtles be of alien origin. (from IMDB)
Whoopie Goldberg hat eine kleine, sehr unterfordernde Rolle - ihre Tochter war aber ein großer Fan der 1980er Serie, weswegen sie immer schon in einem TMNT-Film mitspielen wollte und erst in diesem hat es geklappt
Eastman, und damit nur einer der beiden Turtles-Erfinder, hat (wie Stan Lee in vielen Marvelfilmen) einen Kurzauftritt
eine meiner Lieblingsszenen ist die, in welcher die Turtles "Happy together" von der Band The Turtles singen, sehr witzig ist auch die Aufzugsszene, wo sie am Weg zum großen Kampf vor sich hinjammen
Ich habe erst jetzt gelernt, dass Leos Waffen Nijatos (= Ninjaken) heißen, ich dachte immer, es sind Katanas (die hat er aber nur nur in der 2012-Serie)

Comics/TV-Serien
Die neue Entstehungsgeschichte ist eine schlechte Neuerfindung, im Originalcomic ist Splinter die Ratte eines Samurai und lernt so Ninjutsu und mutiert später mit den Baby-Turtles, in der 1980er Serie ist Splinter selbst ein "gelernter" Samurai, der gleichzeitig mit den Baby-Turtles mutiert.
Was aber der Film gut zusammenbringt, ist dass April sozusagen beide Vorgeschichten hat Forschungsassistentin (Comic) und Reporterin (1980er-Serie), auch ihre gelbe Jacke ist eine Anspielung auf die 1980er-Serie, wo sie meistens einen gelben Overall trug. Ihr Film-Sidekick ist ein konkurriender Reporter aus der 1980er-Serie.
Karai ist aus dem Comic, Eric Sacks ist für den Film erfunden
Auch sonst gibt es diverse Anspielungen auf die 1980er-Serie, zB das Turtlemobil am Schluss, dessen Hupe auch noch die Titelmelodie ist.

Resümee
Ich fand den Film subjektiv besser, als er ist, eben weil sich die Turtles an den richtigen Stellen nicht ernst nehmen und er tw ganz witzig ist.

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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 09 Dec 2014, 13:35

Turtles Forever (2009)
#TurtlePower #Cowabunga

Es gab sowohl ab 1987 als auch ab 2003 eine Turtle-Zeichentrickserie. Dieser Zeichentrickfilm bringt beide zusammen, als die 1987 Turtles versehentlich in die Paralleldimension des 2003 Turtles reisen (selbstverständlich mit dem Technodrome). Er ist zugleich eine Art Jubiläumsfilm anlässlich 25 Jahre Turtles. (Der direkt darüber rezensierte Film ist sozusagen der 30 Jahre Jubiläumsfilm).
Ich habe ein paar Folgen der 1987 Serie gesehen, die 2003 Serie kenne ich überhaupt nicht. Ich kann daher nicht beurteilen, inwieweit der Film die Serien gut wiedergibt.

Das Gute
"Turtle Prime" - großartig, von der Idee her, und auch visuell gut umgesetzt
die verschiedenen Turtle-Versionen sind sehr gut einander gegenübergestellt, und wie sie sich gegenseitig kommentieren, ist tw sehr witzig

Das Schlechte
Es ist nur ein Zeichentrickfilm für's Fernsehen - wenn man nicht mehr erwartet, ist nicht viel dran auszusetzen
waren die 1987er Turtles inkl Shredder wirklich so campy und albern? Ich habe sie zuletzt als Kind gesehen, die Computerspiele waren nicht so.

Sonstig
Die Originalsprecher der 1987 Serie haben sie nicht bekommen (wollten ev zu viel Kohle), daher Sound-Alikes.
Es soll auch ein Crossover der aktuellen 2012 Serie (die ist aber computeranimiert) mit einer (oder allen?) der früheren Serien kommen.
edit: habe das mittlerweile gesehen, war aber nur ein kurzer Gastauftritt, nicht mehr

Comic
Die Comiccharaktere kommen ja eh auch vor, und aufgrund der Paralleldimensionen sind es voneinander unabhängige Continuities. Aber die Comic Turtles enden sogar mit dem Spruch, mit dem sie auch in der ersten Ausgabe die Bühne verlassen.
Als das Technodrom dem Alien 2003 Shredder die Paralleldimensionen zeigt, sind dort zumindest auch die Turtles aus den bisherigen Filmen zu sehen - die anderen habe ich nicht erkannt, sind aber sicher auch Anspielungen auf irgendwas.

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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 15 Dec 2014, 11:54

Teenage Mutant Ninja Turtles (1990)
"I always liked - Cowabunga!"

Tja, etwas hält meine Turtlesphase noch an. Auch dieser Film konnte sie noch nicht beenden.

Das Gute
es ist wohl eine filmtechnische Meisterleistung, die Turtles derart animiert auf die Leinwand zu bringen
die Story im Großen und Ganzen ist ok, auch der Foot Clan als Gruppe wohlstandsverwahrloster 1980er Teenies funktioniert irgendwie

Das Schlechte
maue Kämpfe, maue Dialoge
albern statt lustig
keine wirklichen Höhepunkte, von der Tricktechnik abgesehen
Romanze eher unnötig reingequetscht, und Shredders Ende ist wirklich unnötig brutal (und wird eh geretconned) - Casey Jones wurde verhaut

Sonstig
Die Turtles haben sehr eigenartige Proportionen (sehr großer Kopf und vergleichsweise schmächtiger Körper), was aber wohl eine tricktechnische Notwendigkeit ist
kommerziell erfolgreich, den damaligen Fans soll er gefallen haben (die Turtles gab es damals aber ca erst 5 Jahre), wobei er wohl die Fans der Zeichentrickserie als der bierernsten Parodie-Comics gemeint sind, die damaligen Kritiken waren so mittel

Comic
Splinters Ursprunggeschichte entspricht im Wesentlichen dem Comic (und nicht der 1988er Serie), die Szenen im Landhaus entsprechen dem Comic sehr genau

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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 19 Dec 2014, 14:02

Teenage Mutant Ninja Turtles II: The Secret of the Ooze (1991)

Nach dem Erfolg des ersten Teils haben sie gleich noch einen zweiten nachgeschossen.

Das Gute
die Turtles sind tricktechnisch noch besser
ab und zu ein guter Witz

Das Schlechte
bis auf den letzten Punkt siehe erster Teil (Posting darüber; Casey kommt nicht vor)
außerdem sind die Kampfszenen nur mehr albern, statt nur mau. Spannend ist der Film sowieso nicht, aber damit wird nicht mal mehr der Versuch von Spannung unternommen, die Dialoge sind teilweise wirklich dämlich

Sonstig
Die Darstellerin für April wurde ausgewechselt, außerdem sind die Stimmen der Turtles tw andere
Ernie Reyes, Jr. war im ersten Teil Donatellos Martial Arts Double und hat deswegen eine eigene Rolle (Keno) bekommen
Die Turtles verwenden kaum ihre Waffen, vermutlich auch, weil sie beim ersten Teil mit dem Nunchakuverbot in England Probleme hatten.
Als Kinderfilm taugt er auch nicht, weil sie Shredder mehrmals umbringen, und im Allgemeinen ein nicht sehr kindgerechte (soll heißen: undifferenzierte und positive) Einstellung zu Gewalt haben
In der (kontemporären) Kritik fiel er wenig überraschend durch, kommerziell war er erfolgreich genug für einen dritten Teil, aber nicht so sehr wie der erste.

Comic/Serie
Keno, wie erwähnt, ist extra für den Film erfunden.
TGRI heißt wenn ich mich richtig erinnere das Unternehmen der Kraang
Tokka und Razar wurden erfunden, weil sie aus Lizenzgründen nicht Bepop und Rocksteady verwenden konnten (die waren damals exklusiv mit der 1980er Serie verbunden und kamen zumindest bis dahin nicht im Comic vor), Razar kommt aber in der 2012er Serie vor (oder genauer gesagt, ein Charakter mit dem Namen, der außer Wolfsähnlichkeit mit der Filmfigur nichts gemein hat, kommt vor)
Die Storyline "Shredder will sich rächen" ist so allgemein gehalten, die kommt sicher in allen Medien öfter vor.

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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 29 Dec 2014, 07:33

Teenage Mutant Ninja Turtles III (1993)

Machen wir's kurz und schmerzlos

Das Gute

keine besonderen Schwächen, zieht sich nicht sehr

Das Schlechte
keine Stärken, kaum Spannung, maue Action, Story beinahe generisch (bis auf die Turtles)

Sonstig
Es machten diesmal nicht Jim Henson, sondern All Effects Company die Turtels - ich persönlich finde, sie schauen schlechter aus, kann aber Geschmack sein
ein (anderer) 4. Teil war angedacht, aber dieser war zu erfolglos, deswegen kam dann erst viel später der weiter oben rezensierte TMNT, allerdings führte dies wohl zur (ungeliebten und kurzlebigen) Live Action Serie

Comic/Serie
das Szepter soll irgendwann auch in den Comics vorkommen, der restliche Japan-Handlungsstrang ist ohne Comicvorbild
wie erwähnt führte die (vorläufige) Einstellung eines direkten Sequels zur Live Action Serie, die Ideen dafür wurden dann in der 1980er Serie umgesetzt. Außerdem soll es in Turtles Smash Up (ein Smash Bros Klon) als Bonusmaterial Skizzen odgl geben.

Turtles-Kinofilm-Resümee 2014: Den ersten Platz bei den besten Turtlesfilmen werden sich ernsthaft der Michael Bay Film (2014) und die überlange Fernsehfolge TMNT (2007) teilen.
PS: Ich finde das Comic auch nicht so aufregend und die 2012er Serie wird in der 2. Staffel deutlich schlechter.

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Avengers: Age of Ultron - Kurzkritik

Post by dejost » 08 May 2015, 08:19

Avengers: Age of Ultron (2015)
"You didn't see that coming"

Das Gute
solider Film, Story halbwegs konsistent, gute Schmähs ohne dass es ins Alberne abgleitet, gute SFX und tw gute Action, nicht zu seicht
alle Avengers haben wieder einen fairen Anteil an der Story
zahlreiche Gastauftritte und Querbezüge - Falcon, Fury, Maria Hill, Heimdall, War Machine uvm
Film abgeschlossen, aber wie und mit welchen Avengers es weitergeht, bleibt offen

Das Schlechte
er hätte die Überlänge nicht gebraucht, das Ganze hätte durchaus mit einer halben Stunde weniger nix von der Story verloren

Sonstig
Einerseits verstehe ich, dass sie auch diesmal das Team dekonstruieren mussten und es ist eh gut gemacht worden, aber vielleicht ist die ganze Struktur - obwohl von Whedon geschrieben - zu formulaisch (so gesehen ist das obige Filmzitat ironisch: Der Film ist schon recht vorhersehbar.)
James Spader war zwar sehr gut als Ultron, aber irgendwie hatte ich noch mehr erwartet.

Comic
Ich habe nie irgendwas mit Ultron gelesen.
Scarlet Witch hat eigentlich andere Superkräfte, die aber auch abstrus und inkonsistent sind ("Wahrscheinlichkeitsmanipulation" und "Reality Warping")
Vision heiratet im Comic irgendwann Scarlet Witch, haben sogar ein eigenes, limitiertes Comicbuch gehabt
Die Avengers haben seit den 1960ern über 110 verschiedene Mitglieder gehabt - und das ist ohne den diversen Nachwuchsteams (Young Avengers etc), Infiltratoren und ohne Ehrenmitglieder (zB Rick Jones)

Trivia
wie schon weiter oben erwähnt, wurden zwei verschiedene Quicksilverlizenzen an verschiedenen Studios vergeben - das erklärt wohl, dass die Auftritte von beiden nicht lang sind. Quicksilvers finale Szene inklusive Lead Up ist typisch Whedon.
Kassenschlager, gut in der Kritik weggekommen, nächster Teil kommt als Zweiteiler (vermutlich ohne Whedon)

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Ant-Man - Kurzkritik

Post by dejost » 17 Aug 2015, 19:33

Ant-Man (2015)
"Pick on someone your own size! "

Das Gute
solider Film ohne wirkliche Schwächen
die Kombination mit Heist-Movie funktioniert gut, die Witze sind größtenteils lustig und nicht zu unpassend
Michael Douglas
die ganze Groß/Klein-Sache ist sehr gut umgesetzt, die Ameisen kommen gut zur Geltung, auch die Angst des Schrumpfens beim ersten Mal war ganz gut, wieso Yellow Jacket böse ist wird gut begründet
keine unnötige Romanze

Das Schlechte
keine besonderen Stärken
der Plot funktioniert, wirkt teilweise aber schon etwas gezwungen

Sonstig
-

Comic
ich habe nur die ersten paar Ant-Man Comics gelesen: Es gibt eine Anspielung, wo Darren Cross sagt, Ant-Man wäre nur "a Tale to Astonish", was der Titel der Comics war, in denen Ant-Man debütiert. Im ersten Comic geht es primär um den Horror des Schrumpfens, der recht gut beim ersten eingefangen wird. Sonst ist das mit dem Schrumpfen aber stark bleiben wie im Comic, ebenso die Symbiose mit den Ameisen. Was das genaue Verhältnis von Hank Pym (Ant-Man I) und Scott Lang (Ant-Man II) im Comic ist, weiß ich nicht, aber es ist zumindest ähnlich. Auch im Comic hat Scott Lang eine Tochter names Cassie.
Janet van Dyne stirbt auch im Comic durch zu starke Schrumpfung (kommt aber natürlich später wieder).
Ant-Man und Wasp sind Gründungsmitglieder der Avengers, während sie hier kaum ein, und wenn ein eher gespanntes Verhältnis haben.
In den Comics ist es üblich, dass sich Helden, wenn sie einandern treffen, meistens aufgrund von Missverständnisse odgl, prügeln. Hier im Film war es mit Falcon so.

Trivia
The laser sounds fired from Yellowjacket's suit are the same sound as the main gun on an AT-AT being fired in the Star Wars movies. Disney of course owns Marvel and Star Wars. (from IMDB)

Resümee: Gut, nicht mehr, aber auch nicht weniger

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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 18 Aug 2015, 08:36

Fantastic Four (2015)
"You can't fix this. No one can. "

Das Gute
ein mutiger Versuch, mal was anderes aus den FF zu machen
die militärische Verwendung der FF ist eine gute Idee
immerhin keine Teenage-Romanze

Das Schlechte
der Film ist einfach schlecht: die Handlung ist stellenweise unschlüssig, die Motivationen der Charaktere sind völlig inkonsistent (zuerst mögen sie sich alle, dann plötzlich nicht mehr, und dann doch wieder), er ist nicht spannend, lustig...

Sonstig
der 3. FF Reboot in den letzten 20 Jahren.
bei der Kritik durchgefallen, an der Kinokasse gefloppt, ein Sequel wird's wohl trotzdem geben

Comic
Mit dem Comic hat es nur mehr dahingehend zu tun, dass sie die Namen verwenden und die Superkräfte, und dass Sue und Johnny Geschwister sind. Die einzige relevante Anspielung war noch, dass Reed mal ein einem fliegenden Auto gebaut hat, denn so eines haben die FF im Comic.

Resümee
die letzten beiden FF Filme davor waren zwar nicht besonders, aber zumindest ok. Der hier ist wirklich schlecht.

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Batman v Superman: Dawn of Justice - enttäuschend

Post by dejost » 29 Mar 2016, 08:50

Batman v Superman: Dawn of Justice (2016)
Even you've got too old to die young, not for lack of trying.

Der Film ist eine Aneinanderreihung von tw sehr lose verknüpften Szenen, die zwar dann (tw erst in Retrospektive) einen halbwegs durchgehende, wenngleich nicht schlüssige, Handlung ergeben, die dafür aber nichts kann.

Das Gute
Wonder Woman
ein paar Szenen sind durchaus gut

Das Schlechte
die Handlung ist stellenweise unschlüssig, die Motivationen der Charaktere sind völlig inkonsistent, er ist nicht spannend, lustig... (PS: Ja, das ist, was ich oben beim FF Film geschrieben habe, aber es passt auch hier)
besonders die Kampfszene in der Zukunftsvision ist richtig schlecht gemacht
"Was, deine Mutter heißt wie meine? Dann bringe ich dich nicht um, sondern rette deine Mama für dich und wir sind ab jetzt beste Freunde."

Sonstig
Affleck hat die Rolle nicht so schlecht gespielt und mich damit positiv überrascht - das Drehbuch hat nur halt keinen Batman vorgesehen, sondern nur einen Kerl namens Bruce Wayne der im Fledermauskostüm Leute tötet, und es sich dann kurzfristig überlegt, Superman umzubringen, worauf ihm Superman sofort blind vertraut, während er ihm ein paar Szenen früher noch sinngemäß vorgeworfen hat, ein Terrorist zu sein
Die Interpretation des Lex Luthors fand ich eigentlich ganz gelungen, nur ähnlich wie "Batman" hat auch diese nichts mehr mit der Comicvorlage zu tun
Die NYT sagte laut wiki: The theology is invoked not to elicit meditations on mercy, justice or sacrifice, but to buttress a spectacle of power. And in that way the film serves as a metaphor for its own aspirations. The corporations that produce movies like this one, and the ambitious hacks who sign up to make them, have no evident motive beyond their own aggrandizement.
An das würde ich gerne anknüpfen: Es kommen - natürlich - wieder die ganzen messianischen Inszenierungen (Superman besiegt den Tod im übertragenen Sinne und dann auch im tatsächlichen), es werden ein paar theologische Fragen gestellt - zum einen versucht der Film aber gar keine Antworten zu geben, vor allem aber stellt er auch die falschen Fragen, denn Superman ist nicht allmächtig, daher muss man sich nicht fragen, ob er auch allgütig ist.

Trivia
Es gab einige Kurzauftritte von Personen vor allem aus Man of Steel (Kevin Costner als Vision des toten Vaters, die Leiche von Zod)
Kommerziell erfolgreich, Justice League Film ist schon im Entstehen
Kritiken überwiegend schlecht (oder zumindest nicht gut): "As you’re watching this movie, you might also contemplate your own part, in being swayed into consuming so much of what you’ve consumed before.", "what Batman v Superman can do, it does, at the cost of coherency and thrills. The movie is bat-shit crazy. A dour, disdainful demeanor, plus a gluttony of complex plot twists, dissipates most of the contact high."

Comic
Batman does not kill - das ist einer der Grundsätze im Comic, und eigentlich eines der defininierenden Merkmale von Bats. In diesem Film tötet er aber geschätzte 20 Leute (schwer zu sagen, es gibt einige Explosionen), und zwar jetzt ohne irgendwelche Überlegungen, Notwendigkeiten oder Zurückhaltung, tw schießt er sie einfach über den Haufen. (Beim Ende von Man of Steel war Supes ja noch mehr oder minder dazu gezwungen.)
Lex Luthor benimmt sich eher so, wie man es vom Mad Hatter (oder allenfalls vom Joker) erwarten würde
Bats vs Supes gibt es sicher häufiger, so hat Batman zB einen Plan um jedes einzelne Mitglied der Justice League im Fall des Falles auszuschalten, es gibt diverse Alternate Universes, wo Superman zum Diktator odgl wird (zB Gods among us) usw.
Alfred (gespielt von Michael Irons) scheint eine Kombination aus Alfred und Lucius Fox zu sein

Resümee:
Leider doch enttäuschend

Juli
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Re: Comic- Verfilmungen - Unsere Meinungen und Kritiken

Post by Juli » 18 May 2016, 14:02

The last Avenger - Civil War(2015)

Das Gute
Der Auftakt zum großen Infinity War.
Viele bekannte Gesichter und ein unglaublich interessanter und gutgemachter Spiderman.
Tolle Actionsequenzen

Das Schlechte
Der Film ist typische Marvelkost. Langsam scheint sich die altbewährte Erfolgsformel von Marvel doch so langsam abzunutzen.
Auch ist die Wandlung von Tony Stark viel zu schnell vollzogen. Die Zweifel, die ihn geplagt haben, kamen mir zu schnell.
Auch gibt es noch keine richtigen Konsequenzen. (Zum Beispiel der Tod einer wichtigen Figur)

Sonstig
Spiderman und Antman haben die sympathischsten und lustigsten Auftritte im Film.

Comic
Dazu kann ich leider nicht viel sagen, weil ich die Comics dazu nicht kenne.

Resümee
Wer die vorherigen Marvelfilme rund um Cpt. Amerika und Iron Man mag,d er wird auch mit Civil War keine Fehler machen. Mich hat er über die volle Zeit gut unterhalten.

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X-Men: Apocalypse - eine Kritik

Post by dejost » 30 May 2016, 15:10

X-Men: Apocalypse (2016)
"I still live in my mom's basement, but yeah."

Das Gute
ein solider X-Men-Film, ohne besondere Schwächen
diesmal ist das Fake-Deutsch weniger und vor allem weniger peinlich
Stan Lees Cameo diesmal gemeinsam mit Gattin Joanie
am wenigsten unsinniger Einsatz der Phoenix-Force in Film und Comic
interessante Abrüstungsszene, Psyplane-Kampf war auch ok
Quicksilver

das Schlechte
der mit Abstand brutalste Marvel-Comicfilm (vorbehaltlich Deadpool und Punisher edit/Nachtrag: und Logan)): Köpfe rollen, abgetrennte Hände zucken, Blut fließt nicht zu knapp uvm
das Superhelden-Thema ist schon etwas totgelaufen, und der Film gibt nicht viel Neues dazu
dadurch, dass es recht viele Charaktere, und auch viele neue Charaktere gibt, gehen einzelne (Nightcrawler, Psylocke, Angel, Jubilee) relativ unter
aus dem Hardcore-Darwinisten Apocalypse hätte man noch viel mehr rausholen können

Sonstig & Trivia
viele Continuity-Probleme sind gelöst, einige aber endgültig hinüber, insbesondere Angel und "In the original trilogy, Angel, Psylocke and Jubilee are portrayed as younger than Cyclops, Jean, Storm and Nightcrawler. However, Jubilee is being portrayed as the same age as the four, while Psylocke and Angel are now older." (Quelle IMDB)
Viele blaue Mutanten: Nightcrawler, Beast, Mystique, Angel ist im Comic tw blau, ebenso Apocalypse
"When arriving at Storm's home Apocalypse interacts with the television. The TV shows the Star Trek episode Star Trek: Who Mourns for Adonais? (1967) which features a superior powered being acting as a God in an attempt to control mortal men" (Quelle IMDB)
Jennifer Lawrence, James McAvoy, Michael Fassbender & Nicholas Hoult Verträge sind mit diesem Film ausgelaufen, es sollen aber schon 2- 3 weiter X-Men-Filme in Vorbereitung sein

Comic
Apocalypse versucht mit 4 (neuen) Horsemen einen Genozid zu veranstalten kommt in jedem zweiten Comic vor, in dem Apocalypse vorkommt.
Ich bin nicht ganz sicher, ob alle, die in diesem Film Horsmen sind in Comics das auch waren.
30 Jahr Jubiläum von Apocalypse: Debüt 1986 in Comics
Viele Charaktere haben Kostüme und tw auch Frisuren, die klar von denen inspiriert sind, die sie in den 1980er Comics trugen (Nightcrawler, Mystique, Cyke, Storm, Jubilee)

Resümee:
Solider Film ohne besondere Tiefen

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Suicide Squad - eine Kritik

Post by dejost » 22 Aug 2016, 16:42

Suicide Squad (2016)
"You are just a serial killer who accepts credit cards"

Das Gute
mal ein bisschen was anderes
Harley Quinn ist gut getroffen
fängt gut an
hat einige gute Momente

das Schlechte
Story bzw Regie sind sehr inkonsistent und unentschlossen.
Regisseur, Drehbuchautor und Darsteller/innen haben sich bei den meisten Rollen (inklusive Amanda Waller) nicht zu Ende überlegt, sind das jetzt misanthrope Massenmörder oder ehrenhafte Outlaws und sind dann eher willkürlich zwischen diesen beiden polen hin- und hergehüpft sind: Ist das Suicide Squad eigentlich eh ok (Deadshot tötet keine Kinder und Frauen, El Diablo ist ja schon reformiert etc) und Waller die Böse (versklavt sie, ist intrigant, manipulativ und korrupt, erschießt ihre eigenen Leute ohne mit der Wimper zu zucken) oder doch andersrum (Deadshots Traum ist es nicht irgendwas mit seiner Tochter, sondern Batman zu töten, der ihm in dieser Continuity nicht wirklich was getan hat, Boomerang schickt Slipknot einfach so in den Tod etc). Es liegt auch nicht daran, dass die Charaktere besonders ambivalent sind (was sie tw eh sind), es fehlt einfach ein durchgehender roter Faden. Wieso schließt sich Katana den Kriminellen in der Bar an, sie will doch eh sterben und ist keine Kriminelle. Wieso kommt Cpt Boomerang doch mit, wird aber am Schluss als einziger bestraft - Deadshot hat Harley nicht erschossen, diese ist abgehaut usw usf. (Bei Harley ist's immer einfach: die spinnt)
davon abgesehen recht formulaisch und vorhersehbar
Kampfszenen erschöpfen sich großtenteils in nicht so aufregenden Schießereien

Sonstig & Trivia
Vielen Kritiker fanden, dass der Joker sozusagen verheizt wurde. Das stimmt natürlich, finde das ist aber keine Schwäche des Films. Man hätte viel mehr draus machen können, aber die Schwächen sind imho die oben genannten Sachen, das ist nur eine vergebene Chance (von vielen).
Kommerziell trotz schlechter Kritiken sehr erfolgreich, Sequel schon in Vorbereitung.

Comic
Es sind schon sehr weichgespülte Versionen der DC-Comic-Buch-Charaktere: Die sind ja tw wirklich abgrundtief böse, gewissenslose und oft auch völlig durchgeknallte Massenmörder.
Der Joker entspricht visuell sehr wie er in den 1930ern Jahren aussah (damals war er ein Juwelendieb, der die Bestohlenen grundlos umgebracht hat).
Harley Quinn entstammt ursprünglich der hoch gelobten Serie "Batman The Animated Series", wo sie als Sidekick des Jokers eingeführt wurde, ist dann aber rasch in die (xfach massiv ge-retconnte) DC-Main-Continuity aufgestiegen.
Die anderen Charaktere, soweit ich das beurteilen kann, entsprechen zumindest im Wesentlichen ihren Comicvorbildern, wie schon erwähnt oft mit sehr viel Verharmlosung.

3D
reines Abkassieren
Zur Erklärung: Soweit möglich, sehe ich mir Filme im englischen Original und ohne 3D an. Die Kinos zeigen die aber nicht immer so, deswegen sehe ich oft Filme in 3D ohne dass ich möchte (bzw ohne dass ich dafür extra zahlen will)
Bei diesem Film hat man das 3D kaum gemerkt, es gab wenige Szenen, wo ich es gemerkt habe und auch wenige Szenen, die davon profitiert hätten (oder haben). Daher sehe ich das als reine Maßnahme, um mehr abzucashen, denn die Qualität des Films hat davon nicht profitiert.

Resümee:
doch etwas besser als die Kritiken, leidet aber sehr an seiner unentschlossenen und inkonsistenten Story und Regie

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Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows - Kritik

Post by dejost » 03 Oct 2016, 11:28

Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows(2016)
"We're turtles, not tortoises! There's a big difference!"

Egal, was die Turtles alles waren: Als erstes waren sie ein Comic

Das Gute
Stockman, Krang, Bebop und Rocksteady sind solide auf die Leinwand gebracht
Die sonstigen guten Teile sind ähnlich wie beim ersten Teil (siehe oben), nur etwas weniger gut

Das Schlechte
einige Actionszenen sind wirklich unsinnig - zuerst zerballern sie ein Flugzeug, dann landen die Überreste in einem Fluss und der Panzer, der an Bord war, kann dann in dem Fluss noch steuern
Ich weiß schon, "needs more conflict" sagt sicherlich jeder Script Consultant, aber nachdem sie im ersten Teil es mit dem Konflikt schon übertrieben haben, war jetzt irgendwie der neue Konflikt noch mehr gezwungen.

Sonstig
in der Kritik etwas besser weggekommen als der letzte
wie schon erwähnt haben einige der Darsteller für einen 3. Teil unterschrieben. Der Film hat zwar ein Ende, aber - ohne jetzt zu sehr zu spoilern - alle Charaktere könnten für einen nächstens Teil wiederkommen.

Trivia
Kevin Eastman hat wieder einen Kurzauftritt
Eine der früheren April-Darstellerinnen hatte auch einen, der ist aber der Schere zum Opfer gefallen.
Stephen Amell scheint auf Comic-Charaktere festgelegt zu sein - sonst ist er nur für Arrow bekannt (und für Wrestling)

Comics/TV-Serien
Karai und Shredder sind hier eher untergeordnete Charaktere, daher entsprechen sie Comic & Co
Bebop und Rocksteady entstammen ursprünglich der 1980er Serie und entsprechen der relativ gut, Krang in dieser Version ebenso
Casey Jones hat nicht so viel mit Comic & TV-Serien-Vorbild zu tun, aber als Polizist, der Eishockey mag passt er besser in den Rest des Films

Resümee
in manchen Aspekten besser, in anderen schlechtere als der Vorgängerteil. Im Schnitt gleich mittelmäßig

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Dr. Strange - eine Kritik

Post by dejost » 16 Nov 2016, 11:05

Dr. Strange (2016)
"How do I get from here to there?" - "How did you become a doctor?" - "Study and practice. Years of it."

Das Gute
mal ein bisschen was anderes
seit längerem wieder eine Originstory, die auch gut funktioniert
die Einflüsse der Zauberei auf die Wirklichkeit sind ausgezeichnet, sonst sind die Spezialeffekte auch gut
effektive "Don't text & drive" Szene
eine zweite Backdoor-Originstory (für Comicleser vielleicht vorhersehbar)
keine großen Schwächen, Plotholes, Längen odgl und keine Trainingsmontage
Tilda Swinton ohne Haare
origineller Endkampf

das Schlechte
es ist die klassische Heldenreise, die Story ist nicht wahnsinnig originell oder unvorhersehbar, auch sonst ist man bei der Produktion eher keine Risiken eingegangen

Sonstig & Trivia
Gute Kritiken, kommerziell sehr erfolgreich, Sequel soll schon kommen (und wohl ein Crossover mit Avengers oder wie auch immer die Ininity Gems Geschichte weitergeht)

Comic
Dr. Strange inklusive Originstory entspricht im Wesentlichen dem Comic
Christine Palmer hat nur den Namen irgendeiner Comicfigur, sonst aber kaum Comicbezug
Kaecilius ist im Comic kein Anhänger Dormammus, letzterer entspricht dem Comic
Wong ist Strange's Valet, aber das ist ja eine Originstory.
The Ancient One ist im Comic, welches aus den 1960ern stammt, ein Kerl und hat Haare und Bart

3D/Imax
Ich habe den Film in IMAX in 3D gesehen und fand die zusätzlichen Effekte gut

Resümee:
Gut und solide ohne große Schwächen

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Re: Comic- Verfilmungen - Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 23 Feb 2017, 11:19

The Lego Batman Movie (2017)
Always be yourself - unless you can be Batman

Dieser Film ist zwar primär ein Sequel zu The Lego Movie, aber er übernimmt doch unzählige Elemente des Comic-Batmans, wenngleich eigentlich überwiegend um sie zu persiflieren oder sonstwie ins Gegenteil zu verkehren.

Das Gute
mal was anderes, originell, eigener Stil (den man mögen kann oder auch nicht)
halbwegs kindergerecht
ziemlich lustig
Unmengen an Anspielungen, Cameos usw
Ausufernde Rogue-Gallery (inkl Sauron, Voldemort, Daleks uvm)

Das Schlechte
Story ist schon sehr ... dada? sagen wir mal rein dramaturgisch, ohne logischen Zwängen
sehr kommerzialisiert - damit meine ich nicht nur die Schleichwerbung für Apple oder dass es bis zu einem gewissen Grad ein Lego-Werbefilm ist, sondern zB auch dass es alle Schurken als Legofiguren in so einer Art Sammelkartenform zu kaufen gibt

Comic
Wie schon erwähnt, wird ungefähr alles, was es je von bzw mit Batman gab, irgendwann refernziert und auf's Korn genommen - von Batmans Alter inkl dass die Beziehung zu Joker schon 78 Jahre dauert, alle bisherigen Filme, Serien usw. Dafür entspricht kaum etwas dem Comic, abgesehen von Namen, Superkräfte und Design.

Trivia/Sonstig
fiel mir nichts ein

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zodiac
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Re: Comic- Verfilmungen - Meinungen und Kritiken

Post by zodiac » 02 Mar 2017, 17:40

Sehe ich ähnlich wie bei Videospielverfilmungen und das habe ich gerade in entsprechendem Thread nochmal vertieft! :)

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Logan (2017)

Post by dejost » 29 Apr 2017, 12:03

Logan (2017)
Fuck off, Logan.

Das ist eigentlich keine Comic-Verfilmung. Es ist ein brutales, düsteres und für mich persönlich völlig sinnloses Roadmovie, wo ein paar Leute Superfähigkeiten haben.

Das Gute
mal was anderes
ziemlich sicher der letzte Wolverine Film
ein paar Little Miss Sunshine Referenzen (ob absichtlich ist unklar)

Das Schlechte
sehr brutal und es wird viel geflucht
die Reavers sind total unnötig - die sind nur 08/15 Söldner, ob sie eine künstliche Hand haben oder auch nicht macht überhaupt keinen Unterschied

Comic
der Film hat laut IMDB und Wiki kein Comic-Vorbild
Rictor und X23 sind aus dem Comic und entsprechen ein bisschen

Trivia/Sonstig
In der Kritik gefeiert, kommerziell erfolgreich
Jackman will nicht mehr Wolverine spielen, nach 17 Jahren (daran merke ich erst, wie alt ich bin...)

Resüme: Hat mir gar nicht gefallen

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Wonder Woman (2017)

Post by dejost » 28 Jun 2017, 08:44

Wonder Woman (2017)
"I can save today. You can save the world"

Das Gute
ein solider Film, der im schon ziemlich ausgelutschten Superheldengenre noch was Neues bringen kann
"ein cleverer Versuch der Versöhnung antiker Mythologie und Moderne" (vgl auch Thor weiter oben)
Wonder Womans Naivität und Weltfremdheit funktioniert in dem Film gut, lockert auf, gleitet aber nie (zu sehr) ins Alberne oder Lächerliche ab
keine großen Schwächen, keine Längen
mir haben die Kampfszenen, auch wegen den Zeitlupeneffekten, besser gefallen als in vielen anderen Filmen dieses Genres

das Schlechte
man hätte den Film auch in 120min statt 140min ohne Verluste unterbringen können
er hat ein paar erzwungene Twists, zB ist unklar, wieso der Big Bad sich genau dann (bzw wieso überhaupt) zu erkennen gibt und wieso der Endkampf diesen Effekt hat, auch wozu sie das Team eigentlich brauchen, wird nie ganz klar

3D
stellenweise schon brauchbare Effekt, trotzdem aber nur Abkassieren

Comic
Wie schon oft lamentiert, die DC- Continuity ist ja als ganzes x-mal geretconned und ge-rebooted worden. Dass Streve Trevor auf Temyscira (früher Paradise Island) strandet und dann mit Diana in einen Weltkrieg (allerdings soweit ich das überblicke immer der 2.) zieht, ist meistens die Ursprungsgeschichte. In einer der kürzlichen Retcons ist Diana dann auch eine Tochter Zeus' (in der "echten" Mythologie ist Hyppolita ja eine Tochter Ares'). Diana und Steve sind auch meistens irgendwie romantisch konnotiert. Dr. Poison ist eh in etwa so wie im Comic, Etta Candy auch. Ares schaut am Schluss zumindest so aus wie im Comic. Die Szenen in London nehmen interessanterweise Anleihe an Supermans erstem Tag in New York Metropolis.

Sonstig
Der historische Ludendorf war einer der "Erfinder" von Dolchstoßlegende und totalem Krieg. Die Filmfigur Ludendorf hat aber abgesehen vom Namen und dem Umstand, dass er auch ein hoher Militär in der deutschen Armee des 1. WK ist nichts mit der historischen Figur gemein.
Kommerziell erfolgreich, von den Kritikern gelobt, Fortsetzung in der Mache und Gal Gadot hat schon für noch mehr Filme unterschrieben.
"subversives Meisterwerk des Feminismus" - gebe zu, dass ich mich mit diesem Aspekt nicht viel auseinandergesetzt habe, aber ist es schon Feminismus, wenn eine Frau einen Film über eine Superheldin macht? Sollte das nicht normal sein?

Trivia
Der erste Superheldenfilm mit weiblicher Regisseurin (liegt vor allem daran, dass es in Kommerz-Hollywood wenige Frauen in diesem Job gibt) (Tank Girl und Punisher War Zone gab es zuvor noch).
Linda Carter, die Wonder Woman in den 1970ern gespielt hat, konnte wegen Terminproblemen kein Cameo machen (da frage ich mich dann auch, wie wichtig das den Beteiligten ist - zB gibt's diese Szene, wo irgendwer auf der Straße WW anstarrt. Da hätte man doch Fr. Carter 1-2 Drehtage in ein Studio stecken können, irgendwo auf der Welt wo sie halt grade war, und sie da 2 Sekunden reinschneiden können)
Gal Gadot musste sich, so wie viele andere Comicfigur-Darsteller, auch viele kg Muskel antrainieren. Dafür haben sie bei ein paar Szenen ihren Babybauch digital weggeschnitten, das mussten sie bei Jackman & Co eher nicht machen.

Resüme: Gut

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Re: Comic- Verfilmungen - Meinungen und Kritiken

Post by dejost » 26 Jul 2017, 09:23

Spider-Man - Homecoming (2017)
"If you're nothing without this suit, then you shouldn't have it. "
"You're out there, wearing that goofy thing like Mel Carbs, calling yourself the Shocker! "I'm the Shocker! I shock people!" What is this, Pro Wrestling? "

Das Gute
solider, kurzweiliger Superheldenfilm
Vulture als Schurke funktioniert gut
Holland gibt einen guter Peter Parker, Tomei als Autn May passt auch, auch der Rest des Ensemble macht seine Rolle gut
dafür dass Spiderman, Superhelden, Coming-of-Age etc schon ziemlich ausgelutschte Themen sind, wirkt der Film ziemlich frisch
Gastauftritte von Pepper Potts (Gwyneth Paltrow), Stan Lee (as himself) und Cpt A (Steven Rogers) "Isn't he a war criminal now?"
nur wehr wenig Teenage-Fremdschämen
vermeidet diese zwanghaften "Wir wollen alles anders machen als der letzte Reboot"-Momente (siehe Spiderman 2010)

Das Schlechte
diese Iron Man - Praktikanten Nummer ist wohl wegen Civil War notwendig, aber der hat mir auch schon nicht gefallen
von einen Film mit 93% am Tomatometer habe ich mir noch mehr erwartet

Sonstig
Abgesehen vom Vulture gibt es keine "Origin-Geschichte", also wohl auch um sich von den letzten Reboots zu distanzieren (s.o.) verzichten sie darauf irgendwas zu erzählen, wieso Spidey Superkräfte hat (er erwähnt nur kurz eine Spinne, die ihn gebissen hat) und wieso er bei seiner Tante wohnt, in einem Kostüm herumhopst usw (nur kurz wird erwähnt, dass der Tante vor einiger Zeit etwas Schlimmes wiederfahren ist)
Die einzige sich wirklich aufdrängende Parallele zu den letzten Spidermanfilmen (abgesehen vom generellen Thema) ist die Szene, wo sich Spidey und Vulture (bzw Green Goblin im 2002er Film) in "zivil" treffen, bevor es zum großen Finale kommt. Und dass Spiderman leute vor dem Runterfallen rettet.
Wie schon erwähnt ist das der 3. Spidermanreboot in ~15 Jahren
Kommerziell erfolgreich, in den Kritiken beinahe gefeiert, Nachfolgefilme schon gepalnt

Trivia
Doney Jr und Tomei waren früher mal liiert - im Comic ist Aunt May ja mehr der Großmutter Typ und hat soweit ich weiß nie eine Romanze mit Tony Stark (aber mit Doc Ock), dh dass Stark in diesem und im anderen Film Aunt May so anflirtet, kann eher daher rühren

Comic
Liz ist eine Nebenfigur aus den allerersten Spideycomics aus den 1960ern, an der Peter Parker kurz peripher interessiert war, noch vor Betty Brant (heiratet später Harry Osborn).
Es gibt einen Charakter namens Ned Leeds in den Comics, der aber mit dem Ned in diesem Film so gut wie nichts zu tun hat, der auch sonst kein erkennbares Comic Vorbild hat, Spidey hat (anders als Cpt A, Hulk, Wonder Woman, Batman uvm) auch nie einen Teenage-Sidekick, weil er ja selber noch ein Teenager ist (als er in den Comics dann älter wurde, waren Teenage-Sidekicks aus der Mode). In den Miles Morales Spideycomics gibt es einen Charakter namens Ganke Lee, der diesem Ned etwas entspricht.
Die Vulture-Hintergrundgeschichte und Familienstory hat kaum Comicvorlage
Michelle "MJ" Jones gibt es im Comic nicht, die MJ im Comic heißt Mary Jane Watson - der Name könnte auch ein Red Herring sein, aber die Darstellerin ist ein Teeniestar, dh sie wird wohl noch bei weiteren Filmen mitspielen, und wenn sie nicht selber Superkräfte kriegt, dann wohl als Loveinterest.
Flash Thompson ist im Comic ein blonder Sportler, aber die Macher haben ihn der heutigen Zeit angepasst, eben zum "rich kid of Instagram"
Shocker, Tinkerer, Scorpion, Prowler haben so kleine Rollen, dass sie dem Comic nicht widersprechen können, die Hintergrundgeschichte der Shocker ist halt eine andere

Resüme: Gut

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