Live-Action-Serien mit Comicbezug - Meinungen, Kritiken

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Moderator: ThePurplePantywaist

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Live-Action-Serien mit Comicbezug - Meinungen, Kritiken

Post by ThePurplePantywaist » 27 Sep 2014, 08:57

Nachdem die Stimmung zugunsten des Bestehens des Comicbereichs umzuschwingen scheint, versuche ich in meiner Funktion als Moderator, diesen interessanter zu gestalten.
Das mit Abstand beliebteste Topic hier ist ja jenes zu Comic-Verfilmungen, daher bietet sich das Thema zu Fernsehserien an.

Da sich bis jetzt niemand zu animierten Serien geäußert hat, gehe ich davon aus, dass das nicht so interessiert (obwohl man da gut in den eigenen Lieblings-Zeichentrickserien aus der Kindheit schwelgen könnte), sollte ich mich täuschen, kann ja gerne jemand ein Topic eröffnen.

Fröhlichen Meinungsaustausch!

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dejost
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Re: Live-Action-Serien mit Comicbezug - Meinungen, Kritiken

Post by dejost » 29 Sep 2014, 08:41

Dann mache ich mal den Anfang mit

Birds of Prey

aus 2002, 1 Staffel mit 13 Folgen.
Spielt in einem Post-Batman und Post-Joker Gotham, wo Bats/Catwomans Meta-Tochter Huntress mit Unterstützung von Oracle das Cape übernommen hat. Harley Quinn gibt den Big Bad, mit dabei unter anderem Alfred und Black Canarys Meta-Tochter

Das Gute
Gute Idee
gute Ansätze (zB Post-Batman-Gotham, dass Huntress bei Dr. Quinzel in Therapie ist)
tw gute Dialoge

Das Schlechte
leider merkt man der serie zu sehr an, dass sie wirklich billig produziert wurde:
die kampfszenen sind unspektakulär bis schlecht, die sfx recht mau, handlung auch nur durchschnitt
schauspielerisch auch keine große Leistung

Trivia
Ich habe keine Ahnung, ob die Serie gefloppt ist oder wieso es nur eine Staffel gibt. Sie ist aber im Wesentlichen abgeschlossen, vielleicht war nur eine Staffel geplant?

Comic
Wie schon erwähnt, spielt sie in einer extra für die Serie erfundenen Zukunft
Es gibt seit ~1999 eine Comic-Serie "Birds of Prey" wo ua Black Canary, Huntress und Oracle und zahlreiche andere, größtenteils weibliche, DC-Figuren Abenteuer erleben - aber wie gesagt als Teil der sonstigen (und x-fach ge-retconn-ten Continuity)
Huntress hat im Comic keine Superkräfte

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Re: Live-Action-Serien mit Comicbezug - Meinungen, Kritiken

Post by ThePurplePantywaist » 14 Oct 2015, 08:07

Marvel's Agents of Shield

Ich habe bis jetzt nur die erste Staffel gesehen und bin eindeutig #unterwältigt:

Shield ist eine Organisation, die fliegende Flugzeugträger hat. Und offensichtlich mehrere, weil den ersten haben sie ja zusammengehaut. Die überwachen alle (!) Emails. Die sind so groß, dass sich eine andere, noch geheimere Organisation in Shield 50 Jahre lang verstecken kann, und keiner merkt es.

Und dann dieses putzige Team von Charakteren, die man schon beinahe als Stockcharacters bezeichnen muss mit SFX auf Fernsehserienniveau. Zumindest bis jetzt hauen mich die Stories auch nicht sehr vom Hocker mit ihrer fast schon Sitcomdramaturgie.

Das Dümmste ist aber wohl die ganze Tahiti-Geschichte, also wieso Coulson, der ja im ersten Avenger Film gestorben ist, jetzt hier die Hauptrolle hat:
da gibt's also ein unethisches und brutales (und vermutlich absurd teures) programm mit unabschätzbaren psychologischen/neurologischen nebenwirkungen, die toten wieder zum leben zu erwecken, dass auch vom zuständigen Coulson ausdrücklich und mehrfach sowohl vorab als auch während der prozedur abgelehnt wurde. aber nick fury hat es halt trotzdem gemacht, weil er 1. samuel l. jackson ist und 2. Coulson für (so wichtig wie) einen avenger hält, ihm seine Wünsche aber zugleich wurst sind..
spannung schön und gut, aber irgendwie sollte die noch halbwegs sinnvoll aufgelöst werden. Ich mein, dagegen ist das Ende der Spiderman-Klon-Saga ja noch kohärent.

Das ist halt die Stärke von zB Arrow oder sonstigen "Standalone"-Serien: Wenn da irgendein gelangweilter Millionär herumdilletiert kann man sich ja denken "Woher soll er's besser wissen, er ist ja der allererste Superheld in seiner Continuity". Aber wenn in meiner Continuity meine Riesen-Organisation schon zugeschaut hat, wie New York von Aliens überrannt wird, erwarte ich mir halt ein bisschen mehr Moxy, Organisation und Professionalität. Und bessere Dialoge. Productionvalue sozusagen.
Da hilft das dauernde Name-Dropping und gelegentliche Cameos auch nix.

Ein gutes Beispiel ist die Folge "The Hub":
Da schicken sie zwei vom Team auf eine Mission, ohne Rückflugsticket. Das sagen sie aber niemanden, und Skye hackt halt herum, findet das halt raus, worauf sie dann loshopsen und die anderen retten. Und dann heißt's, das war ja eh so geplant, weil die keine Ressourcan hatten und es ja klar war, dass Coulson und Co die retten fliegen.
Na echt. Und wieso haben sie dann nicht gleich gesagt: Wir haben niemanden, die dann wieder rauszuholen, macht das doch selber.

Allerdings der große Twist am Ende, der ist wieder typisch Whedon.

Mehrere Quellen haben mir aber versichert, die zweite Staffel soll richtig gut sein.

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