"Eine Stimme für das BZÖ..." - BZÖ + Abspaltungen

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Re: "Eine Stimme für das BZÖ..." - BZÖ + Abspaltungen

Post by dejost » 28 Nov 2014, 07:39

Peter Westenthaler steht ja derzeit (wieder) vor Gericht, er gilt aufgrund des Tilgungsgesetzes schon seit einiger Zeit wieder als unbescholten.

In dem Prozess geht es ja ua um mutmaßlich unrechtmäßige Geldflüsse zum BZÖ. Trotzdem hat sich - zur Verwunderung des Gerichts - kein Privatbeteiligter angeschlossen.
Der Grund könnte in folgendem Nebenergebnis des laufenden Prozesses liegen:
http://derstandard.at/2000008719054/BZO ... -5000-Euro
BZÖ-Obmann Gerald Grosz geht davon aus, dass das Gericht die 300.000 Euro, mit denen sich die Orangen zulasten der Österreichischen Lotterien unrechtmäßig bereichert haben sollen, nicht von der Partei einfordern wird, denn das Bündnis verfüge lediglich über geringes Barvermögen. "Es kann aus meiner Sicht zu keiner Abschöpfung kommen", erklärte Grosz am Donnerstagnachmittag.
Insolvenz wäre halt noch möglich - da gibt's dann wenigstens die Quote. 5000 sind ca verfügbar.
Grosz betonte, dass die Partei schuldenfrei sei und eben über ein kleines Plus verfüge: "Armut ist keine Schande."
Bestätigt wird von Grosz, dass derzeit noch im Zusammenhang mit dem Telekom-Prozess 940.000 Euro auf einem Treuhandkonto geparkt sind. Auf dieses Geld habe die Partei keinen Zugriff. Die Staatsanwaltschaft Wien hatte in der Affäre um Parteienfinanzierung durch die Telekom Austria diesen Betrag sicherstellen lassen. Das habe man beeinsprucht, weil das Geld nicht beim BZÖ angekommen sei. Er hofft, dass die Partei die 940.000 Euro freibekommt.

Die Orangen haben dieses Jahr für die - erfolglose - EU-Wahl 700.000 Euro aus Parteimitteln und Rücklagen aufgewendet. Nun hofft Grosz auf Spenden für das BZÖ.
http://derstandard.at/plink/2000008719054/41024348
Es sei also keine Parteienfinanzierung, weil die Partei das Geld nicht bekommen habe. Deswegen soll die Partei das Geld jetzt bekommen.
http://derstandard.at/plink/2000008719054/41023338
Keine Angestellten, sonstige Dauerverträge?
So wie das rüberkommt (kommen soll?) behaupten die, dass außer den 5.000 nichts Pfändbares da ist.
Wenn demgegenüber Zahlungspflichten bestehen, stellt sich die Frage nach der Liquidität.
Mit den 5.000 würde ich zum Steuerberater gehen, sehr schnell, und mich beraten lassen. Sicherheitshalber.

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Re: "Eine Stimme für das BZÖ..." - BZÖ + Abspaltungen

Post by dejost » 20 Mar 2015, 08:27

Ob das BZÖ politisch noch exisitiert, kann einmal dahingestellt bleiben. Derzeit kommt mal wieder so manches aus der jüngeren Vergangenheit an die Oberfläche, und damit meine ich jetzt nicht nur die Hypo.

Ing. Westenthaler ist zwischenzeitig (soweit ich weiß noch nicht rechtskräftig) von den oben erwähnten Vorwürfen freigesprochen worden.

http://derstandard.at/2000013193035/BBZ ... iert-haben
Die niederösterreichische Landesrätin Elisabeth Kaufmann-Bruckberger (Team Niederösterreich) [vormals BZÖ] hatte kürzlich gestanden, im Zuge des umstrittenen "Seen-Deals" in Kärnten 700.000 Euro bekommen und an das damalige BZÖ weitergeleitet zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Gerald Grosz, Chef des heutigen Rests des BZÖ, schwört alle Eide: "Wir haben in den Büchern jetzt alles zurückverfolgt und auch in der Kärntner Partei nachgeschaut: Es ist bei uns kein Geld eingegangen." Wohin diese ominöse Summe von 700.000 Euro geflossen sei, entziehe sich seiner Kenntnis, jedenfalls "nicht direkt ins BZÖ, aber ich höre nach Klagenfurt", sagt Grosz
Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt gegen eh ungefähr alle einschlägig bekannten Politikpersonen aus der Gegend, so sie noch leben, es gilt selbstverfreilich für alle die Unschuldsvermutung.
Ahja, ein Misstrauensantrag gegen die erwähnte, nunmehrige NÖ-Landesräting wurde von ÖVP und SPÖ überstimmt. Strange bedfellows.

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Re: "Eine Stimme für das BZÖ..." - BZÖ + Abspaltungen

Post by kaf » 30 Mar 2015, 13:10

#BZÖ will sich neu aufstellen -> Gerald Grosz tritt zurück.
(wahrscheinlich keine Satire).

Ok, bald gibt es das BZÖ 10 Jahre (nur etwas länger als dieses Forum - reiner Zufall).

Da werden groß Feierlichkeiten angekündigt, Neuaufstellung, Pressetermine, was nicht alles, tönt der Obmann Gerald Grosz. Nicht einmal sich selbst nimmt er aus, sogar seine Position würde er zur Verfügung stellen, wenn die Partei das wünscht. Heldenhaft.

Wenige Tage später und noch bevor all diese großspurigen Ankündigungen umgesetzt wurden:
Rücktritt.
Email an die APA und die Handvoll Mitglieder, die es noch gibt.
"Ich habe die letzten Monate intensiv nachgedacht und in einem hohen Maß an Selbstreflexion festgestellt, dass ich das Amt des Bündnisobmannes des BZÖ in dieser herausfordernden Zeit nicht so erfüllen kann, dass ein spürbarer Erfolg gewährleistet ist. Mein berufliches Engagement lässt es nicht zu, dass ich vollen Einsatz zeigen kann und ich halte es daher regelrecht für unmoralisch, ein Amt weiterhin zu besetzen, zu dessen hundertprozentiger Aufgabenerfüllung man nicht mehr in der Lage ist. Ich werde daher heute Abend im Rahmen des Parteivorstandes meine Funktion als Bundesbündnisobmann des BZÖ und die des steirischen Bündnisobmannes zurücklegen."

Super vorbereitet, oder? Erst kündigt er mit großem Tamtam noch größeres Tamtam an, macht einen auf Kooperation, Innovation, Reorganisation um dann wenige Tage danach zu versuchen, endgültig von der politischen Bildfläche zu verschwinden, ohne dass ein Nachfolger auch nur in weiter Ferne am Horizont auftaucht.
Was der überhaupt beruflich macht, konnte ich noch nicht herausfinden.
Ich hab mal alle Highlights von @GeraldGrosz zusammengefasst: "Gerald Grosz tritt als BZÖ-Obmann ab".
https://twitter.com/DerNewsPhilter/stat ... 0249513984
Ziegenficker! Ziegenficker! Ziegenficker. Richtig erkannt, ich bin Satirist... Satyr... jemand, der Satiren schreibt!

Du verstehst die Essays gegen die Wirklichkeit im Märchenland nicht?
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Re: "Eine Stimme für das BZÖ..." - BZÖ + Abspaltungen

Post by kaf » 10 Apr 2015, 09:07

BZÖ fusioniert mit Facebook-Seite eines autovernarrten ÖBB-Betriebsrats.

Echt. Ist keine Satire.
Der Typ mit den 9516 Likes auf seiner Anti-Mahü-Gruppe will die 30er Zone abschaffen, um das Unfallrisiko zu verringern und die Fußgängerzone auf 400m verkürzen (von dzt ca 435m).
Wirklich. Wieso glaubt mir keiner?

http://derstandard.at/2000014063413/Mah ... ien-Neubau
"Er habe durch den Umbau der Mariahilfer Straße mit "fast jeder Partei" zu tun gehabt, viele hätten um ihn geworben"
und deswegn hat er sich für das bzö entschieden, weil jeder weiß, dass diese partei noch eine goldene zukunft vor sich hat.
das gustostückerl ist aber das:
"Er habe durch den Umbau der Mariahilfer Straße mit "fast jeder Partei" zu tun gehabt, viele hätten um ihn geworben."
und dann geht er zum bzö...
Jetzt bin ich mir nicht mehr ganz sicher ob das nicht irgendeine Scherzaktion war...Ich mein nachdem sich keiner mehr fürs BZÖ interessiert könnte da auch jeder x-beliebige Behaupten da jetzt zum BZÖ zu gehören.
Also wenn Facebook der Maßstab ist, war das ein schlechter Deal!
Ich habs mir grad ausgerechnet, aus Cristiano Ronaldo könnte man demnach 10.600 BZÖ Kandidaten machen...
Das witzigste Detail fand ich immer, dass dieser Vertreter einer totalen autozentrierten Weltsicht bei der ÖBB ist.
Ansonsten haben sich da zwei gefunden, die zueinander passen, und darüber kann man sich eigentlich nur freuen.
Endlich ein Mann, der nicht an sich selber denkt
tauscht ein kuscheliges FSG-Mandate gegen eine ausichtslose BZÖ-Kandidatur. Nach den nächsten Personalvertretungswahlen wohl nicht mehr Betriebsrat. Ein echter Idealist, dem es um die Sache geht, von solchen bräuchten wir mehr.
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Re: "Eine Stimme für das BZÖ..." - BZÖ + Abspaltungen

Post by kaf » 27 Jun 2017, 13:36

„Wie der ehemalige Bundesparteiobmann Josef Bucher das BZÖ übergeben hat, waren an die drei Mio. Euro verfügbar, nach jetzigen Stand, wenn das stimmt, sollen es 15 oder 20 Euro sein. Genau weiß ich es noch nicht.“
Wirtschaftskompetenz a la BZÖ.
http://kaernten.orf.at/news/stories/2851457/

Wo landetete das Geld?
Natürlich in den Taschen von Leistungsträgern!!!
Erst im vergangenen Jahr wurde gegen die beiden Landtagsabgeordnenten Johanna-Trodt-Limpl und Wilhelm Korak von Seiten der Staatsanwaltschaft wegen Fördermissbrauches ermittelt. Die Causa endete für beide mit einer Diversion und der Zahlung einer hohen Geldbuße vor Gericht.
Das war aber noch nicht alles.
Unter anderem sollen die Landtagsabgeordneten Trodt-Limpl und Wilhelm Korak einen Englischkurs um 22.400 Dollar besucht haben, den sie über die Bundesparteikassa rückfinanzieren ließen, obwohl es diesen Kurs gar nicht gegeben haben soll.
Wie schade, dass es den Kurs nicht gegeben hat - um das Geld könnte sie sonst sicher besser Englisch als die Queen und Trump zusammen.
Trodt-Limpl, die ihre Funktion als Parteiobfrau vor wenigen Wochen zurückgelegt hatte, war zwar am Telefon für den ORF erreichbar, aber bevor um sie um eine kurze Stellungnahme zu den Vorwürfen gebeten wurde, sagte sie „kein Kommentar“ und legte auf.
Achja, damit Kortz.at nicht zusperren muss und die Admins ins Gefängnis:
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