Social Media: Facebook, Twitter, Youtube, Xing uvm

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Social Media: Facebook, Twitter, Youtube, Xing uvm

Post by dejost » 29 Jan 2009, 08:29

Social Media werden immer wichtiger, haben immer mehr Mitglieder und spielen in immer mehr Bereichen eine Rolle.

Hier also der Thread, der sich mit allem rund um diese beschäftigt.

Anm: Europe vs Facebook wird im Datenschutz- Thread ab hierbesprochen.
Auch sonstige Datenschutzthemen zu Social Media bitte weiterhin in den Datenschutz- Thread.
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Post by dejost » 05 Feb 2009, 09:59

Ua der Standard schreibt:
Das populäre Online-Netzwerk MySpace hat die Namen von insgesamt 90.000 Sexualstraftätern, die zuvor von der Plattform verbannt worden sind, an die zuständigen Staatsanwälte in den USA weitergeleitet.
"Auf MySpace mischen sich an die 100.000 verurteilte Sexualstraftäter unter Kinder. Das ist absolut erschreckend und total inakzeptabel", kritisiert [Generalstaatsanwalt von Connecticut] Blumenthal. In der Realität sei sogar von einer wesentlich größeren Zahl auszugehen. "Für jeden Einzelnen, der inzwischen von der Seite gesperrt worden ist, könnten Hunderte von Anderen existieren, die sich dort unter falschem Namen oder nicht korrekten Altersangeben tummeln", warnt Blumenthal.
Es ist allerdings anzumerken, dass der Titel "Sexualstraftäter" in den USA wesentlich leichter "vergeben" wird als hierzulande.

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Post by dejost » 08 Feb 2009, 17:22

ich anfang 2009 wrote:Nachdem im November 2008 jemand in den USA live for der Webcam Selbstmord begangen hat, und die ZuseherInnen zugesehen haben, statt (rechtzeitig) die Polizei bzw Rettung zu rufen, ist jetzt in Zagorz etwas Vergleichbares passiert. Auch dort hat sich jemand, nach der eigenen Geburtstagsparty, live via Webcam erhängt, auch diesmal wurden Polizei bzw Rettung erst nachher gerufen.

http://futurezone.orf.at/stories/1502400/
Auf Initiative der EU wollen 17 führende Anbieter Sozialer Netzwerke wie Facebook, MySpace und studiVZ am Dienstag in Luxemburg die erste europäische Vereinbarung für einen "besseren Schutz von Minderjährigen" unterzeichnen.
So soll es etwa auf den beteiligten Seiten künftig einen Knopf geben, mit dem die Nutzer anstößige Kontaktversuche und auch Cyber-Mobbing per Mausklick melden können. Profile von Minderjährigen sollen nicht mehr mittels Suchmaschinen zu finden sein, unter 13-Jährige sollen gar nicht mehr zugelassen werden.
"Cyber-Mobbing ist ein ernstzunehmendes Problem, vor allem in Europa", sagte Reding.
Allein in der EU ist die Zahl der regelmäßigen Nutzer Sozialer Netzwerke nach Angaben von Reding zwischen 2007 und 2008 um 35 Prozent auf 41,7 Millionen gestiegen. Für 2012 rechnen Prognosen mit einem weiteren Anstieg auf 110 Millionen Nutzer.
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Post by ThePurplePantywaist » 21 Apr 2009, 19:35

Jetzt war ich auf Duröhrst, um mir die Rekorde bei Super Punch-Out anzusehen.

Und da war ein "featured" Video auf der Startseite. Es hat so ausgesehen, als wäre es aus einem Tales of- Titel, einer RPG- Serie, die mir eigentlich meistens gefallen hat. Also klicke ich drauf, vielleicht ist es ja ein spannender Trailer. Und was für eine Meldung bekomme ich?

This video is not available in your country.

Als ob die nicht schon wusten, wo ich sitze, als sie es mir vorgeschlagen haben.

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Post by harald » 24 Jun 2009, 14:45

Und Facebook verliert seine Klage in D in erster Instanz gegen Studivz:
Zwar sind laut dem Urteilsspruch »Übereinstimmungen und Ähnlichkeiten der beiden Internetseiten nicht zu übersehen«. Auch, dass sich im Quellcode früherer, erster StudiVZ-Seiten der Begriff »Fakebook« fand, ist Fakt. Jedoch konnte das Gericht keine unlautere Nachahmung oder Herkunftstäuschung erkennen – StudiVZ gibt demnach nicht vor, Facebook zu sein.
http://www.tomshardware.com/de/Facebook ... 43007.html

In Hinblick auf diese Feststellungen kann die ganze Sache noch ziemlich spannend werden!
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Post by dejost » 30 Sep 2009, 07:55

http://futurezone.orf.at/stories/1628349/
Beim Internet Summit des Verbands der österreichischen Internet-Anbieter (ISPA) ist man der Frage nachgegangen, wie sich Soziale Netzwerke wie Facebook, Xing und studiVZ auf das reale Leben auswirken. Nicht alle Diskussionsteilnehmer konnten positive Effekte feststellen.
"Die offenen Daten sind des einen Freud und des anderen Leid", meinte dazu Johann Maier, SPÖ-Nationalratsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Datenschutzrats. Das Hauptproblem sei, dass sich nach wie vor viele Internet-Nutzer nicht der Risiken bewusst seien, die das Veröffentlichen von Bildern und Empfindlichkeiten in Sozialen Netzwerken mit sich bringen würde. Er selbst habe seinen Facebook-Account nach kurzer Zeit wieder gelöscht, so Maier.
Armin Thurnher meinte überhaupt:
Seine Mitarbeiter würden sich hysterisch und motorisch gestört verhalten, wenn sie Soziale Netzwerke nutzen. Er orte zudem eine Absenz im Dialog, das Fehlen einer direkten Kommunikation und eine Steigerung des Narzissmus, so Thurnher. Aufgrund dieses asozialen Effekts, der schlechten Beispiele in seiner Redaktion, würde er selbst auch niemals ein eigenes Weblog betreiben wollen. "Web-Medien sind parasitär," fuhr Thurnher fort.
Leider nur subjektive Eindrücke, hätte auf etwas Objektiveres gehofft...

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Post by dejost » 20 Oct 2009, 10:05

orf.at wrote:Wenn die irische Rockgruppe U2 am Sonntag in Kalifornien auftritt, können Fans das Konzert in zahlreichen Ländern der Welt live im Internet verfolgen.

Das Internet-Portal YouTube überträgt das Spektakel in 16 Länder, darunter Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und die Niederlande. Die Band habe so etwas schon lange machen wollen, erklärte Manager Paul McGuinness gestern auf der Website von U2.

"Das ist die ideale Gelegenheit, um das Stadion zum Überlaufen zu bringen." Fans würden oft weite Wege zurücklegen, um U2 sehen zu können. Dieses Mal komme U2 zu den Fans in aller Welt. Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr Ortszeit (Montag 5.30 Uhr MESZ) und ist auf dem U2-Videokanal bei YouTube zu sehen.
Wird das ein neuer Trend? Und gibt es Werbeeinschaltungen?

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Post by harald » 21 Oct 2009, 21:25

Warum gibt ORF die Zeit in MESZ an? Am Montag ist doch schon die Zeit umgestellt! :roll:
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Post by dejost » 29 Oct 2009, 08:01

harald wrote:Warum gibt ORF die Zeit in MESZ an? Am Montag ist doch schon die Zeit umgestellt! :roll:
Beim ORF gehen die Uhren halt anders! ;-)

http://derstandard.at/1256256002845/In- ... rstorbenen
Auf der Internet-Plattform Facebook können sich Nutzer auch über den eigenen Tod hinaus mit einem eigenen Profil verewigen. "Wenn jemand von uns geht, bleibt immer noch die Erinnerung und das soziale Netzwerk", erklärte Facebook-Sicherheitsdirektor Max Kelly am Dienstag in einem Blog-Eintrag. Deswegen sollten Profile von Verstorbenen weiterhin bei Facebook verfügbar sein - wenn auch mit strengen Zugangsregeln, um die Privatsphäre zu schützen.
Freunde könnten auf den Profilseiten weiterhin Nachrichten hinterlassen.

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Post by dejost » 24 Apr 2010, 12:38

Hier gibt's eine lehrreiche Geschichte, wo es Nestlé geschafft hat, sich auf Facebook mit den eigenen Fans anzulegen und gleichzeitig noch urheberrechtlichen Schwachsinn aufführt:

http://blogs.bnet.com/businesstips/?p=6786

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Post by harald » 26 Apr 2010, 18:03

Net so toll, hab ich mir auch gedacht, als ich das in FB gesehen hab.
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Post by dejost » 09 May 2010, 08:24

Bei Facebook habe ich meinen Account mittlerweile deaktiviert (löschen geht ja nicht :twisted: ) aber einer im Nachhinein darf noch sein:

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Post by harald » 09 May 2010, 16:59

Du bist ausgestiegen? Das geht doch nicht, ist so wie mit den Griechen und dem Euro! :twisted:
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Post by dejost » 17 Oct 2010, 18:53

http://orf.at/stories/2020440/
Das Soziale Netzwerk Facebook ermöglicht es offenbar, E-Mail-Kontakte von Nichtmitgliedern auszuforschen. Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“.

Allein mit einer E-Mail-Adresse ließen sich, auch ohne das Passwort zu kennen, bis zu 20 Personen ermitteln, mit denen der Besitzer der Adresse Kontakt hatte. Der Grund sei, dass bei der Eröffnung eines Mitgliedskontos nicht geprüft wird, ob es sich tatsächlich um den Besitzer der angegebenen E-Mail-Adresse handelt.
„Profitstreben über Privatsphäre“

Deutschlands Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sagte der Zeitung: „Dass die Kenntnis einer E-Mail-Adresse ausreicht, um bei Facebook recherchieren zu können, mit wem jemand in Kontakt steht, der selbst Facebook gar nicht nutzt - das zeigt ein weiteres Mal, wie wenig Respekt Facebook vor der Privatsphäre der Internetnutzer hat.“ Es sei geradezu grotesk, wenn ein Netzwerk, das sich sozial nennt, sein Profitstreben permanent über die Privatsphäre seiner Mitglieder stellt.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar beschäftigt sich unterdessen mit dieser Sache.

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Post by dejost » 12 Dec 2010, 19:57

Der populäre Kurznachrichtendienst Twitter hat den ersten Teil seines Jahresrückblicks veröffentlicht. Fazit: 2010 hat das Microbloggingportal über 100 Millionen neue Nutzer gewonnen. Darunter finden sich auch berühmte Namen wie Microsoft-Gründer Bill Gates, der Dalai Lama, Politiker wie Hugo Chavez, Dimitri Medvedew, Donald Rumsfeld und Herman Van Rompuy.

Das US-Unternehmen sucht derzeit noch nach Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Dafür soll es künftig bezahlte Tweets geben - Kurznachrichten mit Werbebotschaften. Außerdem soll kommendes Jahr eine Selbstbedienungsplattform gestartet werden, über die kleine Unternehmen bei Twitter werben können, wie die Betreiber vor kurzem ankündigten.
Ich find das schon cool, wie wenig die auf's Geldverdienen achten.

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Post by dejost » 16 Dec 2010, 10:54

Facebook soll dank einer neuen Software bald Gesichter auf Fotos besser erkennen. Die Technik werde es dem Sozialen Netzwerk ermöglichen, den Nutzern Vorschläge für die Verlinkung von Personen und Bildern zu machen, teilte Facebook-Techniker Justin Mitchell gestern in einem Blogeintrag mit.

Mit Tags können Facebook-User bereits jetzt markieren, wer auf einem Bild zu sehen ist. Neu wäre, dass Facebook neue Fotos mit bereits hochgeladenen Bildern vergleicht und Personen darauf automatisch erkannt werden. Das Soziale Netzwerk schlägt nach dem Hochladen eines Fotos die oder den Namen der erkannten Personen auf dem Foto vor.
100 Millionen Tags täglich

Die verbesserte Gesichtserkennung soll in den kommenden Wochen in den USA zur Verfügung stehen. Wer auf Fotos lieber nicht automatisch erkannt werden will, könne den Modus bei den Einstellungen zur Privatsphäre ausschalten. Laut Mitchell setzen Facebook-Nutzer mehr als 100 Millionen Foto-Tags täglich.

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Post by dejost » 31 Dec 2010, 09:12

orf.at wrote:Facebook hat Google auf der Hitliste der meistbesuchten US-Internetseite den ersten Rang abgelaufen. Mit 8,9 Prozent aller Seitenaufrufe in den USA liegt das soziale Netzwerk nun vor der Suchmaschine mit 7,2 Prozent, wie das Online-Forschungsunternehmen Experian Hitwise von Jänner bis November gemessen hat. Google.com war in den vergangenen beiden Jahren die Internetseite, die die Amerikaner am häufigsten besuchten.
Google punktet mit Gesamtpaket

Werden jedoch alle zu Google gehörenden Seiten wie etwa YouTube oder der Emailservice mitgerechnet, bleibt der Suchmaschinenprimus mit einem knapp zehnprozentigen Anteil auf Platz Eins. Dahinter liegt der Internetdienstleister Yahoo.

Der Ranglistenführer von 2007, das soziale Netzwerk MySpace, ist mittlerweile auf die siebente Stelle gefallen. Innerhalb von sechs Jahren ist Facebook mit etwa einer halbe Milliarde Nutzern zum größten sozialen Netzwerk im Internet geworden.
Was, in der Geschichte der Menschheit hatte je eine halbe Milliarde Mitglieder?

Religionsgemeinschaften, Staaten (und da auch nur China, Indien und die EU) und - Facebook!

Und Facebook hat nur freiwillige Mitglieder: Staatsbürger oder Religionsanhänger sind viele von Geburt an bzw werden dazu erzogen, Facebook wird man freiwillig (von peerpressure abgesehen).

Facebook geht meines Erachtens damit in die Geschichte ein.

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Post by dejost » 02 Jan 2011, 14:42

http://orf.at/stories/2033169/

Interessanter Artikel, wohl von einem Ex-Fuzo-Redakteur.

(Fällt euch auch auf, dass die Fuzo gleich doppelt so cool wird, weil es sie nicht mehr gibt?)

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Post by dejost » 01 Jul 2011, 15:36

http://www.xkcd.com/918/

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Sagt eh alles, oder?

gabi
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Post by gabi » 23 Jul 2011, 14:46

von google+ hab ich auch mal gehört. Wer wird schon für sowas zahlen?

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Post by dejost » 28 Jul 2011, 21:13

gabi wrote:von google+ hab ich auch mal gehört. Wer wird schon für sowas zahlen?
Zahlen tun die Nutzer eh nicht dafür, sondern nur die Werbekunden und natürlich die, die die Profile haben wollen.
Und irgendwann zahlen dann die Leute, die Aktien kaufen.

Aber hier der Trailer zu "The man without a facebook"
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=a69RpEBJ ... r_embedded[/youtube]

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Post by dejost » 04 Oct 2011, 09:46

http://science.orf.at/stories/1688699/
Nachdem rund 98 Prozent der US-amerikanischen College-Studenten auf Facebook aktiv sind, könnte das ein neuer Zugang zu potenziellen Risikogruppen sein, schreiben Megan Moreno von der Universität Wisconsin in Madison und Kollegen in ihrer Studie.
Was bei uns unter dem Schlagwort "Komatrinken" bekannt wurde, scheint es in den USA besonders unter College-Studenten häufig zu geben: So zitieren die Forscher eine Umfrage, nach der die Hälfte all jener Studierenden, die Alkohol konsumieren, bereits über Schäden durch hochprozentige Getränke berichten. Jährlich rund 1.700 Todesfälle unter College-Studenten gehen laut Untersuchungen auf Alkoholkonsum zurück.

Der Prävention sind dabei enge Grenzen gesetzt, denn die Gruppen mit dem höchsten Risiko sind genau jene, die am seltensten Ärzte aufsuchen und damit für Interventionen kaum zu erreichen sind. Megan Moreno und Kollegen suchten deshalb nach neuen Ansätzen und wurden bei den sozialen Netzwerken fündig. Unter den Informationen zur eigenen Person und den Neuigkeiten, von denen auf Facebook & Co. berichtet wird, finden sich häufig Bezüge zu Alkohol: auf Bildern, in Texten, in Selbstbeschreibungen.
Um zu überprüfen, ob es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen Einträgen in sozialen Netzwerken und dem persönlichen Trinkverhalten gibt, wählten die Forscher über 300 Facebook-Seiten von Angehörigen zweier US-Universitäten im Alter zwischen 18 und 20 Jahren aus. Die Seiten wurden in drei Kategorien eingeteilt: 1. kein Alkohol-Bezug im Facebook-Eintrag (64,3 Prozent der Seiten), 2. moderater Alkoholkonsum (19,6 Prozent) und 3. Hinweise auf regelmäßige Trunkenheit, eventuell auch auf Problem-bezogenes Trinken (16,1 Prozent).

Danach wurden die Facebook-User direkt kontaktiert und um die Beantwortung eines Online-Fragebogens gebeten. 224 stimmten zu und lieferten den Forschern anhand des an Jugendlichen erprobten "Alkohol Use Disorders Identification Test" (AUDIT) Angaben zum persönlichen Trinkverhalten.
Der Vergleich von Fragebogen und Selbstdarstellung auf Facebook zeigte: 58,3 Prozent jener User, deren Einträge deutliche Hinweise auf intensiven Alkoholkonsum lieferten, bestätigte auch die Befragung "riskantes Trinkverhalten". Unter jenen Studierenden, die auf Facebook von gelegentlichem Alkoholgenuss berichten, fallen schon deutlich weniger, nämlich 37,8 Prozent in die Risikogruppe.

Am wenigsten gefährdet waren laut Fragebogen jene, die auf Facebook keinen Hinweis auf Alkohol lieferten.
Die Forscher haben auch schon einige Ideen, wie sich diese nunmehr belegte Korrelation nutzen lässt, um an jene Gruppen - vor allem junge Männer - heranzukommen, die für Präventionsmaßnahmen kaum ansprechbar sind: Man könnte Peers an den Universitäten definieren, die bei ihren Facebook-Kontakten auch ein Auge auf möglichen Alkoholmissbrauch haben. Ärzte könnten auch dafür sensibilisiert werden, auch Details zur Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken in ihre Anamnese einfließen zu lassen.

Und letztlich könnte man sich auch die Technik selbst zunutze machen, schreiben die Wissenschaftler: Nachdem die Werbung auf Facebook & Co. durch Schlagworte in den Einträgen selbst zugeordnet wird, könnte man Menschen mit ausgeprägtem Alkoholkonsum durch gezielte "Werbeeinschaltungen" auf ihr mögliches Problem aufmerksam machen.

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Post by dejost » 02 Nov 2011, 19:05

http://help.orf.at/stories/1690021/
Wissenschaftler der Universität von British Columbia haben mit Socialbots laut eigenen Angaben zahlreiche Daten aus dem Sozialen Netzwerk Facebook abziehen können.

Insgesamt 102 solcher automatisierten Profile wurden von den Forschern in Facebook aktiviert, um dort echte Freunde zu finden. Laut den Wissenschaftlern gelang ihnen das unter Anleitung eines Kontrollprogramms erstaunlich gut: Binnen acht Wochen fragten die Bots 8.570 Kontakte an und konnten 3.055 Freunde für sich gewinnen.
Die Freunde dieser neu gewonnenen Freunde wurde wiederum angefragt, insgesamt erreichte die Akzeptanzrate der angefragten Freunde am Ende rund 60 Prozent. Je mehr Freunde eine Person bereits hatte, desto eher akzeptierte diese Person den Socialbot auch als neuen Freund, so die Forscher.
Das gesamte Netzwerk umfasste laut Angaben schließlich ein Netzwerk mit rund einer Million Personen, die Bots konnten 46.500 E-Mail-Adressen und 14.500 Heimadressen sammeln.
Laut den Forschern arbeitete das Facebook-eigene Sicherheitssystem nicht ausreichend, da es nur rund 20 Prozent der falschen Accounts als solche erkannte und das hauptsächlich, weil sie von anderen Nutzern als solche gemeldet wurden. Um nicht aufzufallen, limitierten die Forscher die Zahl der Anfragen der Bots auf 25 pro Tag.
:gw

Facebook die Datenkrake hilft auch den guten alten Spammern.

Die imho lustigste Pointe ist aber:
Facebook sagt, die Forschung sei unethisch.

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Post by dejost » 10 Nov 2011, 08:15

Was würde Jesus anklicken?

Ein lesenswerter (wenngleich nicht sehr aufregender) Artikel in der Zeit zum Thema Soziale Medien und religiöse Gruppen.

http://www.zeit.de/digital/internet/201 ... ale-medien

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Post by dejost » 10 Jan 2012, 13:50

Vor kurzem frug ich:
dejost wrote:Was, in der Geschichte der Menschheit hatte je eine halbe Milliarde Mitglieder?

Religionsgemeinschaften, Staaten (und da auch nur China, Indien und die EU) und - Facebook!

Und Facebook hat nur freiwillige Mitglieder: Staatsbürger oder Religionsanhänger sind viele von Geburt an bzw werden dazu erzogen, Facebook wird man freiwillig (von peerpressure abgesehen).

Facebook geht meines Erachtens damit in die Geschichte ein.
Und laut orf.at hat FB mittlerweile 800 Millionen Mitglieder.

Wäre FB ein Staat mit EinwohnerInnen, wäre es der drittgrößte nach EinwohnerInnen (nach China und Indien)
Wäre es ein Staatenbund, wäre es ebenso der drittgrößte nach "EinwohnerInnen" (größer sind nur die UNO (und Teilorganisationen) und die Afrikanische Union).

Wäre FB eine Weltreligion - was imho noch mehr zutrifft als der Staatsvergleich - und lässt man bei den Weltreligionen außer Acht, dass es ja "das Christentum"(2,1 Mrd) genausowenig gibt wie den "Islam" (1,3 Mrd), dann wäre FB immerhin die viertgrößte, noch hinter dem Hinduismus der knapp noch mehr Anhänger hat. Da es aber keine orthodoxen FBler odgl gibt, wäre es vielleicht sogar die größte Weltreligion.

Hierschrieb harald noch von einem Etappensieg von StudiVZ gegen FB. Im Vorjahr hat VZ 3/4 der Seitenbesuche verloren. Scheint sich auch auf sein Ende zuzubewegen.

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Post by dejost » 20 Feb 2012, 13:47

BR steht anscheinend nicht so auf Facebook.

http://www.br.de/themen/aktuell/inhalt/ ... en100.html
Seit vergangenen Freitag war die Facebook-Seite von muenchen.de nicht mehr im Netz. Die Aufregung beim Stadtportal war groß: "Wir hatten fast 400.000 Fans, die diese Seite gerne besucht haben", sagte Lajos Csery, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft von muenchen.de, zu BR.de. Die Fans waren mit der Seite verschwunden. Facebook-Ankündigungen des Stadtportals, die bislang automatisch bei diesen Fans ankamen, erreichten sie nicht mehr. Der Verlust an Reichweite der Kommunikation war enorm. Nun ist die Seite wieder da. Doch was war passiert?
Nach einer Woche hartnäckiger Anfragen bei der deutschen Facebook-Niederlassung weiß Csery nun Bescheid. Nachdem es zunächst hieß, es hätte in den USA "ein technisches Problem" gegeben, hat sich schließlich herausgestellt: Die Seite wurde absichtlich vom Netz genommen, und zwar ohne jede Vorwarnung. Hintergrund war folgender: Facebook wird künftig neben zum Beispiel "Personen", "Veranstaltungen", "Gruppen" und eben "Seiten" auch Profile von Orten einführen. Um diese zu promoten, werden Städtenamen als Titel von "Seiten" nicht mehr erlaubt.

Facebook setzte dem Stadtportal die Pistole auf die Brust: Man müsse sich einen neuen Namen für die Seite ausdenken, dann bekomme man auch die 400.000 Fans zurück, erklärt Csery, der merklich enttäuscht von seinem Geschäftspartner ist. "Wir haben auch viel Werbung auf Facebook geschaltet, da ist es schon bitter, wenn man dann einfach abgeschaltet wird", sagt er. Und in der Tat zeugt die Löschung einer derart gut besuchten Seite einer bekannten Stadt aus heiterem Himmel, zumal bevor die neuen "Orte" überhaupt eingeführt sind, von einer gewissen Arroganz. Oder man könnte auch sagen: vom Wissen um die eigene Marktmacht.
Fortan heißt die Seite "Stadtportal München" - und ist bereits wieder am Netz. Die Fans sollen laut Facebook von der alten Seite sozusagen umgezogen werden, was bislang allerdings sehr langsam passiert: Nur 1.165 waren nach einigen Stunden wieder da.
Die Angelegenheit erinnert an einen Vorfall aus Österreich: Im Januar hat das Soziale Netzwerk Facebook die Seite des Radiosenders Antenne Vorarlberg mit 20.000 Fans ohne Vorankündigung gelöscht. Laut einer Meldung auf der Website des Senders gab es auf Rückfragen, warum die Seite verschwunden sei, nur vorgefertigte Standardsätze wie "Deine Seite wurde entfernt, weil sie gegen unsere Nutzungsbedingungen verstoßen hat", aber keine persönliche Antwort.

Nur noch den Hinweis: "Einen persönlichen Support geben wir (. . .) nur bei einem wiederkehrenden Budget von mindestens 10.000 Euro im Monat. Sobald sich das Budget in diese Richtung entwickeln würde, haben wir die Möglichkeit, persönlichen Support für die ANTENNE VORARLBERG zu geben." Mit derartigen Aussagen wurde muenchen.de nach den BR-Recherchen nicht brüskiert. Dennoch zeigen beide Fälle, wie rücksichtslos Facebook seine Monopolstellung ausnutzt.
Wäre mein Facebook-Account noch aktiv, würde ich diesen Artikel dort glatt verlinken.

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Post by dejost » 23 Feb 2012, 10:17

http://futurezone.at/digitallife/7590-f ... ls-sex.php
Für jeden Facebook-Nutzer gelten bestimmte Community-Richtlinien, in denen festgehalten ist, was in dem Netzwerk erlaubt ist und was nicht. Diese Richtlinien sind für jeden User öffentlich zugänglich, allerdings recht allgemein gehalten. Konkretere Wertvorstellungen vermittelt hingegen ein internes, geheimes Handbuch für Facebook-Mitarbeiter, das jetzt den Weg an die Öffentlichkeit fand.
Generell spiegelt das Handbuch stark das Klischee amerikanischer Wertvorstellungen wider: Während etwa Bilder mit weiblichen Brustwarzen von den Facebook-Mitarbeitern gelöscht werden müssen, gibt es bei Fleischwunden, zerquetschten Köpfen und strömendem Blut eher kein Problem. Die Grenze zieht Facebook hier erst bei Gehirn und Gedärmen.
Ist ja auch logisch, vom Anblick einer Brustwarze wird man viel eher traumatisiert als von einem zerquetschen Kopf.
Auch Kiffen ist im Netzwerk offenbar erlaubt. Während Darstellungen des Konsums illegaler Drogen grundsätzlich verboten ist, dürfen Bilder von Marihuana (“jede beliebige Menge”) von den Usern gepostet werden.

Nicht geduldet wird wiederum Tierquälerei. Allerdings: So lange Fotos gezeigt werden, die im Kontext mit der Nahrungsmittelproduktion stehen, wird Gewalt gegen Tiere durchaus toleriert. So sind Jagd und Nahrungsverarbeitung ok.
Prinzipiell sind Hakenkreuze, Bilder von Hitler und andere Inhalte im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus bei Facebook verboten. Es gibt jedoch Ausnahmen: Etwa, wenn ein Nutzer durch einen Bildtext explizit den Kontext klarmacht und dadurch nachweisen kann, dass es sich um keinen Regelverstoß handelt.
Besonders genau schaut Facebook hin, wenn es sich um Inhalte aus Deutschland handelt. In dem Wertekatalog gibt es einen eigenen Abschnitt, der sich auf Holocaust-Leugnung bezieht. Ebenso sind konkret Punkte in Bezug auf die Türkei festgehalten, wonach etwa “alle Angriffe auf Atatürk” zu löschen sind. Auch die Unterstützung der kurdischen Terrororganisation PKK und deren Anführer Öcalan ist verboten. Bei derart heiklen Inhalten, sind die extern beschäftigten Facebook-Kontrolleure dazu angehalten, die Fälle an interne Facebook-Mitarbeiter weiterzuleiten.

Eine ähnliche Vorgehensweise pflegt man bei Fällen, die möglicherweise Verbrechen ankündigen, wenn es um Kinderpornografie oder Mord- sowie Selbstmorddrohungen geht.
Facebook lässt sich bei der Kontrolle der im Netzwerk veröffentlichten Inhalte zunächst einmal vor allem von den eigenen Nutzern helfen. Über einen Melde-Button kann jedes Foto, jedes Posting von anderen als anstößig markiert werden. Diese Meldungen werden dann im zweiten Schritt von den Mitarbeitern, die über oben genannte Outsourcing-Firmen beschäftigt werden, nach den Regeln des Handbuches überprüft. Erst in dritter Instanz greifen die direkten Facebook-Mitarbeiter ein.

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Post by dejost » 30 Mar 2012, 13:58

http://derstandard.at/1332324093263/Twi ... -erklaeren

Hier gibt's irgendso eine Twitteria- Österreich- Studie. Habe mich nicht näher damit beschäftigt, aber das ist die aktuelle Twitter- Standortbestimmung in Österreich.
PS: Meiner Erfahrung nach ist sich nur AnChVie nicht zu wichtig, auch unbekannten und -darften Twittereren wie @kortz_at zu antworten.


Zu weiter oben, Religion vs Facebook:

FB hat mittlerweile 850 Mio Mitglieder.
Römisch katholisch sind ca 1,2 Mrd, Sunniten ungefähr 900 Millionen (gibt keine so genauen Zahlen, 75-90% der Moslems). Hinduismus mit ebenso 900 Millionen ist auch in Reichweite.
-> neue Prognose

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Post by dejost » 05 Jun 2012, 14:12

http://news.orf.at/stories/2124082/
Vier von fünf Facebook-Nutzern haben noch nie ein Produkt aufgrund von Werbung oder Kommentaren auf Facebook gekauft. Das zeigt das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag von Reuters. Zuletzt waren vor dem Börsengang Facebooks Zweifel aufgekommen, ob die 900 Millionen Facebook-Mitglieder auch die Werbekassen klingeln lassen.
E-Mail oder Postwurfsendungen wirken mehr

Bereits im Februar kam eine Studie des Unternehmens eMarketer zu dem Schluss, dass Facebook-Werbung hinter der Wirkung von Anzeigen per E-Mail und Postwurfsendungen zurückbleibt. „Das zeigt, dass Facebook noch einige Arbeit vor sich hat, um seine Werbung wirkungsvoller und treffsicherer zu machen“, so eine eMarketer-Analystin.
Kein Werbekonzept für Smartphones

Facebook konkurriert vor allem mit der Suchmaschine Google um Werbung im Internet. Das Soziale Netzwerk leidet darunter, dass sich immer mehr Mitglieder per Smartphone kurzschließen, auf dem weniger Werbung gemacht werden kann. Seit dem von Pannen begleiteten Börsengang Mitte Mai sind die Aktien des Sozialen Netzwerks auf Talfahrt.

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Post by dejost » 25 Jun 2012, 07:47

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 23950.html
Der US-Bundesstaat Louisiana will mit einem neuen Gesetz verurteilte Sexualstraftäter, die in sozialen Netzwerken aktiv sind, zur Offenbarung ihres Verbrechens zwingen. Das umfasst laut einem Bericht von CNN die Nennung des Delikts, die Urteilsbegründung, die Wohnanschrift sowie eine Beschreibung körperlicher Charakteristika.

Da es bereits der Politik von Netzwerken wie etwa Facebook oder Myspace entspricht, solche Personen auszuschließen, ist fraglich, welchen Effekt das Gesetz haben wird. So weisen etwa die Nutzungsbestimmungen von Facebook explizit aus: „Du wirst Facebook nicht verwenden, wenn du ein verurteilter Sexualstraftäter bist.“
Bislang war es nur üblich, dass Verurteilte ihre unmittelbaren Nachbarn sowie den Schulbezirk ihrer Wohngegend in Kenntnis setzen müssen.
Nochmals zur Erinnerung: Sexualstraftäter in den USA sind nicht nur Pädophilie und Vergewaltiger - soweit ich weiß sind da auch Leute drinnen, die in der Öffentlichkeit uriniert haben (finde jetzt aber keine Quelle).

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Post by dejost » 08 Jul 2012, 09:48

http://derstandard.at/1341526811797/Pri ... donyme-vor
Beim Einloggen auf Facebook erscheint seit gestern bei einigen Usern ein Pop-up, das die User dazu anhält "Facebook zu verbessern", indem dazu aufgefordert wird, Pseudonyme von Freunden zu enttarnen. Wie Heise berichtet, wird dabei ein Profilbild und der Name eines Freundes angezeigt und gefragt, ob dies der echte Name der Person sei. Als Antwort kann "Ja", "Nein" , "Ich kenne diese Person nicht" und "Ich möchte nicht antworten" angegeben werden. Das Pop-up klärt dabei auch auf, dass die Antwort anonym bleibt.
Laut Facebook-AGB ist das Benutzen von Pseudonymen klar verboten. So muss man sich laut Richtlinien beim Registrieren mit dem "wahren Namen" anmelden. In vielen Blogs, Foren und auf Facebook selbst wird dieser Mechanismus mit viel Kritik aufgenommen
Stasibook ist eh schon ein alter "Schmäh".

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Re: Social Media: Facebook, Twitter, Youtube, Xing uvm

Post by dejost » 19 Aug 2014, 07:50

#Satire Tag für #FB

http://futurezone.at/digital-life/faceb ... satire-tag
Newsartikel der Satirezeitschrift „Onion“ werden von Facebook ab sofort mit einem Satire-Tag markiert, um Usern zu helfen Satire-Artikel zu erkennen.
Da stellt sich die Frage, sagt das etwas darüber aus, für wie schlau FB die Nutzer hält oder wie schlau die Nutzer sind?

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Re: Social Media: Facebook, Twitter, Youtube, Xing uvm

Post by dejost » 28 Apr 2016, 18:59

Riesewieck war bei der digitalen Müllabfuhr der Welt: Den Leuten, die auf den Philippinen unzulässige Bilder aus sozialen Netzwerken filtern. Die TAZ berichtet.
http://m.taz.de/!5295220;m/

Spoileralarm: Dafür, dass es um Konzerne geht, die mit unseren Daten Geld verdienen, waren die alle sehr zugeknöpft.

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Europäische Kommission und IT-Unternehmen geben Verhaltenskodex zur Bekämpfung illegaler Hassrede im Internet bekannt

Post by dejost » 01 Jun 2016, 08:27

Europäische Kommission und IT-Unternehmen geben Verhaltenskodex zur Bekämpfung illegaler Hassrede im Internet bekannt

http://europa.eu/rapid/press-release_IP-16-1937_de.htm

Die Kommission stellte gestern mit Facebook, Twitter, YouTube und Microsoft (die „IT-Unternehmen“) einen Verhaltenskodex vor, der eine Reihe von Verpflichtungen zur Bekämpfung der Verbreitung von illegaler Online-Hetze in Europa enthält.
Die Kommission und die IT-Unternehmen sind sich aber dessen bewusst, dass die Zunahme illegaler Hetze im Internet nicht nur auf Gruppen oder Einzelpersonen, gegen die sie gerichtet sind, negative Auswirkungen hat, sondern auch auf diejenigen, die sich in unserer offenen Gesellschaft für Freiheit, Toleranz und Nichtdiskriminierung einsetzen. Zudem beeinträchtigt sie den demokratischen Diskurs auf Online-Plattformen.

Zur Verhütung der Ausbreitung illegaler Hetze ist es von wesentlicher Bedeutung, dafür zu sorgen, dass die einschlägigen nationalen Rechtsvorschriften zur Umsetzung des Rahmenbeschlusses zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in allen Mitgliedstaaten vollständig durchgesetzt werden, sowohl online als auch im Offline-Umfeld.
Mit der Unterzeichnung dieses Verhaltenskodex verpflichten sich die IT-Unternehmen, weiterhin gegen illegale Hassrede im Internet vorzugehen. Dazu gehört die fortlaufende Entwicklung interner Verfahren und die Schulung von Mitarbeitern, damit die Mehrheit der stichhaltigen Anträge auf Entfernung illegaler Hasskommentare in weniger als 24 Stunden geprüft und diese erforderlichenfalls entfernt bzw. der Zugang dazu gesperrt werden kann. Die IT-Unternehmen werden sich außerdem um die Stärkung ihrer bestehenden Partnerschaften mit Organisationen der Zivilgesellschaft bemühen, die bei der Meldung von Inhalten helfen werden, mit denen zu Gewalt und Hass aufgerufen wird. Außerdem wollen die IT-Unternehmen und die Europäische Kommission ihre Arbeit zur Feststellung und Förderung eines unabhängigen Gegendiskurses sowie neuer Ideen und Initiativen fortsetzen und Bildungsprogramme, die zu kritischem Denken anregen, unterstützen.
Der Verhaltenskodex enthält folgende Verpflichtungen:
Die IT-Unternehmen treten als Vorreiter bei der Bekämpfung der Verbreitung von illegaler Hetze im Internet auf und haben mit der Europäischen Kommission einen Verhaltenskodex mit folgenden öffentlichen Verpflichtungen vereinbart:
Die IT-Unternehmen müssen klare und wirksame Verfahren für die Prüfung von Meldungen über illegale Hassreden in ihren Diensten einführen, um solche Inhalten zu entfernen oder den Zugang dazu zu sperren. Die IT-Unternehmen müssen über Regeln oder Community-Leitlinien verfügen, in denen klargestellt wird, dass die Aufstachelung zu Gewalt und aggressivem Verhalten verboten ist.
Nach Erhalt einer gültigen Meldung müssen die IT-Unternehmen derartige Anträge aufgrund ihrer Regeln und Community-Leitlinien und gegebenenfalls nationaler Rechtsvorschriften zur Umsetzung des Rahmenbeschlusses 2008/913/JHA mit eigens für diese Aufgabe eingerichteten Überprüfungsteams prüfen.
Die IT-Unternehmen müssen die Mehrheit der gültigen Meldungen in Bezug auf die Entfernung illegaler Hassreden in weniger als 24 Stunden prüfen und solche Inhalte entfernen oder den Zugang dazu sperren.
Zusätzlich zu den oben genannten Punkten müssen die IT-Unternehmen ihre Nutzer informieren und dafür sensibilisieren, welche Art von Inhalten nach ihren Regeln und Community-Leitlinien nicht erlaubt sind. Das Meldesystem könnte als Instrument dafür genutzt werden.
Die IT-Unternehmen müssen Informationen über die Verfahren für die Übermittlung von Meldungen – insbesondere in Bezug auf Meldungen über illegale Hassreden im Internet und deren Entfernung – bereitstellen, um die Geschwindigkeit und Effizienz der Kommunikation zwischen den Behörden der Mitgliedstaaten und den IT-Unternehmen zu verbessern. Die Informationen müssen über die von den IT-Unternehmen und den Mitgliedstaaten benannten nationalen Kontaktstellen laufen. Auf diese Weise könnten die Mitgliedstaaten und insbesondere deren Strafverfolgungsbehörden mehr Einblick in die Verfahren zur Erkennung und zur Meldung von Hassreden im Internet gewinnen.
Die IT-Unternehmen müssen die Bereitstellung von Meldungen und Kennzeichnung von Inhalten, die zu Gewalt und aggressivem Verhalten aufstacheln, durch Sachverständige fördern, insbesondere durch Partnerschaften mit Organisationen der Zivilgesellschaft, indem sie klar über einzelne Unternehmensregeln und Community-Leitlinien und Vorschriften über die Meldungs- und Benachrichtigungsverfahren informieren. Die IT-Unternehmen müssen sich durch die breite geografische Ausdehnung der Partnerschaften mit Organisationen der Zivilgesellschaft um die Stärkung solcher Partnerschaften bemühen und gegebenenfalls die Aus- und Weiterbildung fördern, um die Partnerorganisationen bei ihrer Rolle als „vertrauenswürdige Berichterstatter“ zu unterstützen – unter gebührender Berücksichtigung der Wahrung ihrer Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit.
Die IT-Unternehmen sind von der Unterstützung der Mitgliedstaaten und der Europäischen Kommission abhängig, um den Zugang zu einem repräsentativen Netz von Partnerorganisationen und „vertrauenswürdigen Berichterstattern“ in allen Mitgliedstaaten sicherzustellen, die Meldungen mit der erforderlichen Qualität erstellen. Die IT-Unternehmen müssen Informationen über „vertrauenswürdige Berichterstatter“ auf ihrer Website zur Verfügung stellen.
Die IT-Unternehmen müssen regelmäßige Schulungen über aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen für ihr Personal anbieten und einen Meinungsaustausch über das Potenzial für weitere Verbesserungen führen.
Die IT-Unternehmen müssen die Zusammenarbeit untereinander und anderen Plattformen und Social-Media-Unternehmen intensivieren und den Austausch bewährter Verfahren verbessern.
In Anerkennung des Wertes eines unabhängigen Gegendiskurses gegen Vorurteile und hasserfüllte Rhetorik zielen die IT-Unternehmen und die Europäische Kommission darauf ab, ihre Arbeit zur Ermittlung und Förderung dieses Gegendiskurses sowie neuer Ideen und Initiativen fortzusetzen und Bildungsprogramme, die zu kritischem Denken anregen, zu unterstützen.
Die IT-Unternehmen müssen ihre Arbeit mit den Organisationen der Zivilgesellschaft intensivieren, um Schulungen zu bewährten Praktiken der Bekämpfung von Vorurteilen und hasserfüllter Rhetorik anzubieten, und ihre einzelfallunabhängigen Kontakte zu zivilgesellschaftlichen Organisationen stärken, um diesen dabei zu helfen, wirksame Gegenkampagnen zu initiieren. Die Europäische Kommission muss in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten zu diesen Bemühungen beitragen, indem sie die speziellen Bedürfnisse und Forderungen der zivilgesellschaftlichen Organisationen feststellt.
Die Europäische Kommission sollte in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten auch bei anderen Plattformen und Social-Media-Unternehmen die Einhaltung der in diesem Verhaltenskodex enthaltenen Zusagen bewerben.
Weiter oben wird ja berichtet, welche armen Teufel in Fernost sich den ganzen Tag Kot, abgetrennte Köpfe und andere Grauslichkeiten zu einem Hungerlohn ansehen müssen, damit FB & Co keine unangemessenen Bilder hat.
Für Hatespeech braucht's aber die Landessprachen, und da soll es Kooperationen mit Berliner Unternehmen dafür geben.

Grundsätzlich ist sowas ja eine gute Sache, das Problem ist nur, wer hat die Deutungshoheit (und wer hat sie in 10 Jahren), was Hatespeech ist und wo bleiben die Grundrechte?
Zum letzten könnte man sagen, es geht ja hier um private Plattformen, und Grundrechte sind Abwehrrechte gegen den Staat. Das ist zwar richtig, man darf aber nicht vergessen, dass diese Unternehmen das ja nicht machen, weil es die AktionärInnen fordern, sondern weil der Staat es von ihnen will und sie es lieber freiwillig nach ihren eigenen Regeln machen, bevor man sie zwingt.

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Re: Social Media: Facebook, Twitter, Youtube, Xing uvm

Post by dejost » 27 Jun 2016, 10:11

Politikerinnen erhalten eher Hasspostings als Politiker

http://www.theguardian.com/technology/d ... -the-world
The abuse of politicians online, particularly women, is perceived by some to come with the territory. But as high-profile cases flag the urgent need to clean up the web, the scope of the problem is now revealed in greater detail in work by a Brisbane-based social data company, Max Kelsen.

The analysis looked at leadership contests involving both male and female politicians, with the aim of examining if abuse differed between politicians at similar levels in their parties.
Unter dem Link gibt es auch sehr viel aufbereitete Daten, deren Interpretation mir tw schwer fällt. ZB gibt es eine Graphik, nach der nur ca 20% der beleidigenden Posts Frauen betreffen. Im Hinblick auf das Gesamtergebnis muss das wohl aber heißen, dass weniger als 20% der medial wahrgenommenen Politiker & innen weiblich sind.

Noch ein paar Einzelbeispiele:
On Tuesday, Yvette Cooper said she had informed police and Twitter about a threat to kill her children and grandchildren over her campaign for a remain vote in this week’s EU referendum.

Her fellow Labour MP Jess Philips recently revealed she had been the target of more than 600 rape threats in one night.
Abuse towards Carly Fiorina, the only female Republican candidate, was extremely sexually charged and often focused on her gender. Abuse towards Carson often reference his support of Donald Trump or his previous occupation as a neurosurgeon, with a number of tweets also containing racial abuse. Abuse of Christie often focused on his weight.
Not only did [Julia Gillard, Australian prime minister] receive about double the abuse on Twitter than Rudd did (“and Rudd wasn’t loved”), it was more personal, vitriolic and often sexual. Nearly three-quarters of offensive tweets about Gillard over four years from January 2010 were sent by men.
Widerlich.
Besonders arg, gleichzeitig aber wohl auch eher repräsentativ bis durchschnittlich ist dieser Fall:
The man mentioned Gillard over 300 times in the little less than two years from March 2012 to January 2014, in a series of mostly abusive, often violent and sexually graphic messages. It is difficult to communicate the extremity of his language without reproducing it here, but his messages to or about Gillard are shocking in their violence and misogyny.
In amongst the graphic, often highly sexual abuse of Gillard were tweets about the man’s family and friends, meals he’d eaten, the sports teams he supported. His cover photo on Twitter appears to have been taken on his wedding day.

“What it made us realise was these [abusers] … have families, they do day-to-day things. They’re not just some bizarre class that is locked away in a dark room, playing computer games all day.”
[...] “It almost alleviates their responsibility – ‘Oh, that’s just trolls. The trolls are trolls.’ But the trolls are people.”

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#Shitstorm mittlerweile schon ein Klassiker

Post by dejost » 11 Nov 2016, 14:02

#Twittergewitter, Fäkaliensturm oder Exkrementexplosion, wie immer man es nennen will, es ist schon ein Klassiker der Medienlandschaft, wie nicht nur orf.at erkannt hat.
Im Sozialen Netzwerk Facebook braute sich der klassische Shitstorm zusammen.
http://orf.at/stories/2366286/

Der Anlass war, dass irgend ein Schuhhersteller den designierten US-Präsidenten Trump super findet und ihm Vorschusslorbeeren erteilt. Die Kunden waren erzürnt und behauptete in den sozialen Medien, die Schuhe von NBAS zu entsorgen. Einer der Vorwürfe war auch, dass sie hier einen Politiker unterstützen, der nicht viel vom Arbeitsrecht hält - was ihn wohl mit den meisten industriellen Bekleidungsherstellern verbindet.

Die Ironie, die orf.at, vermutlich den Klokolporteuren und vor allem aber NBAS entgangen ist, ist der Umstand, dass NBAS laut Wikipedia in den letzten 20 Jahren über 50% seiner Produktion aus den USA nach Fernost verlagert hat - also genau eines der Unternehmen ist, denen Trump im Wahlkampf Strafen für diese Praxis angedroht hat.

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Twitter Bots machen Politik und beschimpfen Außenminister Kurz

Post by dejost » 30 May 2017, 07:59

Twitterbots werden mittlerweile schon gezielt in Wahlkämpfen und zur Meinungsbildung eingesetzt.

http://derstandard.at/2000058417113/Seb ... ocial-Bots
"Wünsche allen Musliminnen und Muslimen einen gesegneten #Ramadan". Kaum hatte der neue ÖVP-Chef und Außenminister Sebastian Kurz diesen Satz am vergangenen Donnerstag auf der Kurzmitteilungsplattform veröffentlicht, wurde er von zahlreichen anderen Nutzern wüst beschimpft und beflegelt.
An der Schimpforgie war auffällig, dass sich auch Twitter-Nutzer daran beteiligten, die Merkmale sogenannter Social Bots aufweisen. Mit diesen können massenhaft Einträge bei Diensten wie Twitter oder Facebook automatisch generiert werden, die so aussehen wie Posts von menschlichen Nutzern.
In vielen Fällen posten Bots hierzulande rechte und islamfeindliche Statements und streuen manchmal Falschmeldungen. Werden Bots in den Meinungskampf geschickt, steckt oft das Ziel dahinter, Nutzern zu suggerieren, dass im Netz eine bestimmte Meinung vorherrsche. Es geht darum, Präsenz zu zeigen, Debatten an sich zu reißen, manchmal auch einzuschüchtern. - derstandard.at/2000058417113/Sebastian-Kurz-nach-Ramadan-Tweet-im-Shitstorm-von-Social-Bots
Zuletzt hatte im US-Wahlkampf vor allem Donald Trump Rückendeckung durch Bots erhalten. Nach einer Studie der Oxford University wurde nach der ersten TV-Debatte am 26. September mehr als jeder dritte Tweet (37,2 Prozent) zur Unterstützung von Trump von einem Softwareroboter abgesetzt. Auch seine Widersacherin Hillary Clinton profitierte von Bots. Bei ihr lag der Bot-Anteil allerdings nur bei 22,3 Prozent. In den USA wird seit der Wahl von Trump diskutiert, ob nicht auch Bots für dessen Sieg verantwortlich waren.
Der Standard hat noch weiter recherchiert und bei den österreichischen Parteien gefragt, ob die das machen würden im Hinblick auf den Nationalratswahlkampf, was diese - wenig überraschend - alle verneint haben.
Es hat nicht lange gedauert, dass die PosterInnen dort drauf hingewiesen haben, dass die ja nicht Bots programmieren lassen, sondern die geben irgendwo eine Kampagne in Auftrag, und die nehmen dann eine Sub-Sub-Firma, die als einen Teil der Kampagne dann doch Bots macht - so kann man dann auch immer die Schuld abschieben, falls es je rauskommt.

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Re: Social Media: Facebook, Twitter, Youtube, Xing uvm

Post by dejost » 04 May 2018, 08:22

Ein Facebook-Mitarbeiter hat auf Tinder (!) damit geprahlt, auf die Daten der Angeflirteten zugegriffen zu haben. (Vielleicht bin ich zu alt, aber bei mir würde so ein Anmachspruch lediglich das Begehren wecken, dem eine reinzuhauen und dauerhaft aus dem Internetz zu entfernen).

Er wurde gefeuert, wohl eher deswegen, weil es rausgekommen ist, nicht weil er es gemacht hat.
https://futurezone.at/digital-life/face ... /400030666

Hier hat TPP vo der "Gefahr der CEO-Arschlöcher" gewarnt.
Das verkennt, dass bei jenen Firmen, denen von zu vielen Nutzern das Verbreiten der objektiven Wahrheit zugetraut wird (dazu zB hier), wie Google, Facebook, jede Menge Leute arbeiten.
Was wir freiwillig ins Internet stellen, dass wissen derartige Firmen schon. (Ob sie es schon richtig verknüpfen und zuordnen, ist eine andere Frage). Sie haben wohl auch Daten, die wer anderer über uns ins Internet stellt. Ob und wieweit sie sonstige Daten haben, weiß ich nicht (zB Gesundheitsdaten, Vorstrafenregister...) - darum geht es hier nicht.

Noch eine andere Perspektive:
Ende der 1990er gab es in Österreich einen Skandal, weil Polizisten aus polizeilichen Datenbanken für nicht polizeiliche Zwecke Daten erhoben haben. Da wurden - so hoffe ich - entsprechende Kontrollen etc eingeführt, dass nicht mehr jeder einfach so Daten für Privatzwecke holen kann.

Ob das bei Facebook & Co gemacht wurde, wage ich zu bezweifeln - in der Äußerung von Facebook im verlinkten Artikel steht nämlich, sie schauen noch, ob es stimmt, und nicht "Wir haben diese und jene Sicherheitseinrichtung gemacht, also konnte er gar nicht".

Und die Social Media Großkonzerne haben vielen Mitarbeiter (FB: ~25000, Google/Alphabet: jeweils über 70000, Amazon: 500 000), schon klar, von denen können nicht alle in den Datenbanken schnüffeln, aber offensichtlich genug, dass Schindluder getrieben wird.

Aber wir haben ja alle nichts (mehr) zu verbergen.

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Re: Social Media: Facebook, Twitter, Youtube, Xing uvm

Post by HalberHannes » 10 May 2018, 22:39

Urgh, das hilft jetzt nicht unbedingt damit, mein ohnehin schreckliches Meinungsbild über das Unternehmen zu verbessern. ;) Und ja, das klingt im besten Fall nach Angeberei und im schlimmsten Fall nach einer Drohunf/Erpressung, ziemlich widerlich.

Dass wir praktisch quasi nichts mehr zu verbergen haben ist natürlich wahr aber gerade deshalb ist es ja so herabwürdigend, wenn man uns das auch so offen zeigt und einfach die Grenzen für Gesetzgebung und guten Geschmack untermauert. Ich sage mal so, schon die Staaten selbst haben so oft Lecks und die Privaten werden das dann eher noch häufiger haben, alleine schon, weil zumindest die Metadaten sicher gerne weiter verkauft werden - teilweise sogar "müssen", weil anderes Geschäftsmodell haben die ja keines.
"“I accept chaos, I'm not sure whether it accepts me.” ― Bob Dylan

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